Nicophanes, Maler aus der Schule von Sikyon , blühte gegen Ol. 116. Er missbrauchte die Kunst, denn Polemon bei Athen XII 567 nennt ihn xapvoypapo, (Hurenmaler). Zu seiner Zeit war die Malerei noch im Flore, aber die Richtungen, welche derselben eigenartig waren, brachten bald Gemälde, welche einer niedrigen Sinnlichkeit dienten, bald durch Lichteffekte anziehende Bilder, auch Carikaturen und Travestirungen mythischer Gegenstände hervor, vgl. Müller’s Archäologie §. 163. Plinius fand seine Compositionen elegant und witzig, und wenn die Stelle nicht verdorben ist, war auch Würde und Erhabenheit der Kunst in denselben, was doch sicher von einem Pornographen nicht zu behaupten ist. Sillig veränderte die Unterscheidungszeichen, und jetzt heisst es gerade das Gegenteil: Cothurnus ei et gravitas artis multum a Zeuxide et Apelle abest. Seine würdigen Collegen waren Aristeides und Pausanias, §.
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