Neumann, August. — Neuperg, .
Der Baurat der Baukunst in Deutschland ist Neumann freilich nicht an- zusehen, es verliefen noch etliche Decennien, bis man zur bes- seren Einsicht gelangte. Man muss ihn aber als denjenigen einflussreichsten Architekten nennen, dem es vor allem daran lag, ei- nem besseren Geschmacke in der deutschen Bauweise Eingang zu verschaffen. Ein gepriesenes Bauwerk dieses Künstlers ist die präch- tige Kirche zu Neresheim mit den schönen Malereien von Knoller.
Er fertigte auch den Plan zur Hofkirche und zur Schönborn’schen
Todtenkapelle zu Würzburg, zu der Kirche in Heiligen, an welcher Thomas Nistler und seine Stiefsöhne Caspar und Sebastian Weber 30 Jahre als Werkmeister tätig waren, zu jener von Gös- weinstein, zu der zerstörten Klosterkirche in Schwarzach, zur Pfarr- kirche in Hollfeld , zu der unvollendeten Deutsch-Ordens-Kirche
in Nürnberg , und zu fast 70 anderen Kirchen, Capellen, Schlössern,
öffentlichen Gebäuden etc. Er baute auch die fürst-
lichen Residenzen zu Bruchsal , Würzburg und Werneck , das
Schönborn’sche Lustschloss zu Cöblenz. Sein Plan zur neuen kaiser- lichen Residenz in Wien kam nicht zur Ausführung, er wird
noch aufbewahrt.
Neumann starb 1753. In Füssly’s Supplementen zum Künstler- Lexicon wird nach Meusel eines Architekten und Artillerie Ober- sten Franz Ignaz von Neumann erwähnt, der 1785 im 52. Jahre
gestorben ist. Unter seine Hauptwerke wird die Abteikirche Schwarzach,
der Dom zu Speyer etc. gezählt. Hier ist wohl unser
Künstler zu verstehen, der indessen den alten Dom in Speyer nicht
gebaut hat.
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