Neuberger heiratete zu Augsburg die Tochter des Architekten Elias Holl, und lebte auch lange in jener Stadt, bis ihn endlich die Unruhen des dreißigjährigen Krieges vertrieben. Er ging nach Wien, und starb dort 1660.
G. C. Eimmart stach nach ihm reiche Basreliefs: ein großes Göttermahl, die stürmenden Riesen etc., 6 Blätter.
Anna Felicitas Neuberger, die Tochter des Obigen, bossirte ebenfalls sehr gut in Wachs, und malte auch in Öl und mit Gumifarben kleine historische Bilder und Figuren. Sie schnitt Crucifixe und verschiedene Geschichten so fein auf Kirschenkerne, dass man die Bildwerke durch ein Nadelöhr ziehen konnte. Sie begleitete ihren Vater nach Wien, zog aber nach dessen Tod nach Regensburg , wo sie noch 1720 lebte.
Ferdinand Neuberger , Bruder und Gehülfe des Daniel Neuberger, ebenfalls ein geschickter Wachsbossirer. J. Meyer stach nach seinen Wachsbasreliefs zwei Landschaften. Auch sein Bildnis ist in Kupfer gestochen.
Daniel Neuberger, der jüngere dieses Namens, arbeitete 1654 zu Augsburg. Er befasste sich mit der enkaustischen Malerei. So las man auf einen seiner Bilder in Augsburg: „Von Wachs, ohne Pinselstrich gemalt, von Daniel Neuberger, dem Jüngern, 1654.“
G. C. Eimmart stach nach ihm etliche Blätter mit allegorischen Darstellungen. Sandrart spricht von dieser Familie Neuberger mit Auszeichnung.
Friedrich Sebastian Neuberger, Zeichner, Maler und Kupferstecher von Amorbach , erhielt den ersten Unterricht von L. Neureuther in Bamberg , und besuchte dann 1817 die Akademie der Künste in München. Hier wandte er sich besonders der Landschafts- und Architekturmalerei zu, starb aber schon 1821 in der Blüthe der Jahre. Wir haben von ihm etliche Blätter in Aquatinta, die aber nur für den vaterländischen Sammler Interesse haben.
Die Ansicht von Amorbach, bezeichnet: Amorbach. F. S. Neuberger. – H. 5 Z 9 L., Br. 5 Z, 5-L.
Die Altenburg, als Titelblatt zu Jäck’s Taschenbuch: Bam- berg, ‚wie es war und wie es ist. Unten im Rande steht: F. S. Neuberger. Die Altenburg. Für Jäck’s Beschreibung der Altenburg ist dieses Blatt copirt worden.
Aussicht der Altenburg von dem Haupteingange über die Brücke. H.2 Z.4Z., Br. 2 Z. 11 L. ;
Später wurde diese Platte zu einer Visitenkarte benützt, und daher liest man: Dr. Marcus, Vorstaud des Medicinal- Comites zu Bamberg. ;
- Aussicht der Altenburg mit der ganzen Brücke. Ober dem Thore des Hauses, durch welches der Haupteingang führt, steht: Marcus. H.2 Zi; 4 L, Br. 3 Z.
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