Netscher, Theodor

Netscher, Theodor, Maler, wurde 1661 zu Bordeaux geboren, und von seinem Vater Caspar in der Malerei unterrichtet. Er übte sich bis in sein achtzehntes Jahr mit grösstem Erfolge im väterli- chen Hause, jetzt aber ging er mit dem französischen Gesandten d’Avaux nach Paris, weil er überhaupt für das Hofleben grosse Vorliebe hatte. In Paris malte er eine Vielzahl von Bildnissen, beson- ders von Hofdamen, denen er auf alle mögliche Weise nachhalf. Net- scher lebte fast zwanzig Jahre in Paris, und erlangte desswegen den Beinamen des Franzosen. Der holländische Gesandte Oudyck

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Netscher, Wilhelm Adrian – Nauantos. 199

„ bewog ihn endlich zur Heimkehr, weil er ihm ein ansehnliches Amit versprach, welches dann zu einer Zonleinnehmersstelle herab- schmolz. Netscher liess indessen dieses Amt von einem anderen verwalten, und führte fort, im Haag den Hofschranzen zu machen, und nebenbei vornehme Personen zu malen. Im Jahre 1715 kam er als Zahlmeister der holländischen Hülfsvölker nach England , und gegen das Ende seines Lebens, welches 1732 erfolgte, begab er sich in Hulst förmlich zur Ruhe. G. Edelink stach nach ihm das Bildnis des Schauspielers Poisson sen., in der Rolle von Crispin. Dieses schöne Platte erschien in J. Audran’s Verlag. J. Sarrabat stach das Bildnis des Malers Anton Cuypel.

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