Nesbit, Charlton

Nesbit, Charlton, berühmter Formschneider , wurde 1775 zu Swalwell bei Durham geboren, und nachdem er sein vierzehntes Jahr erreicht hatte, kam er zu Beilby und Bewick, um die Formschneidekunst zu erlernen. Während seiner Lehrzeit schnitt er einige Stöcke zum ersten Bande der „History of British Birds“, und alle Blätter, bis auf zwei, in den „Poems by Goldsmith and Parnell, printed by Bulmer 1795“. Nach Ablauf der Lehrjahre begann er den Schnitt einer Ansicht von St. Nicholas Church, Newcastle on Tyne, nach der Zeichnung seines Mitschülers Robert Johnson, 12 Z. hoch und 15 Z. breit, mit Einschluss der Einfassung. In J. Jackson’s (Chatto’s) Treatise on wood engr., London 1830, ist p. 613 eine verkleinerte Kopie dieses berühmten Blattes. Der Originalstock bestand aus 12 verschiedenen Stücken Buchsbaums, die zusammengefügt und mit Eisen umklammert wurden. Die ersten Abdrücke erschienen 1790. Bei dieser Gelegenheit erhielt er von der Society for the Encouragement of arts and manufactures die Preismedaille.

Hiernach begab sich Nesbit nach London , und verblieb da bis

  1. Im Verlaufe dieser Jahre schnitt der Künstler eine Anzahl Stöcke für verschiedene Werke, besonders nach Zeichnungen von John Thurston, welcher zu seiner Zeit für den vorzüglichsten Zeich- ner auf Holzplatten gehalten wurde. Einige seiner besten Blätter aus dieser Zeit findet man in einer History of England , printed by J. D. & E. B. T. dey, und in dem seit 1818 auch durch Arthur v. Nord- stern (Graf Nostitz) im Deutschen bekannten „Religious Emblems, published by R. Ackermann and Co. 1808.“ Die Zeichnungen zu diesem schönen Werke fertigte Thurston, und Nesbit, Clennell, A. Branston und Hole schnitten die Stöcke. Diese sind unstreitig das Beste, was in dieser Art bis dahin in England erschienen war, und man staunte auch in Deutschland über dieses Werk. Die schönsten Blätter unseres Künstlers sind darin: „The World Weigh- ed, The Daughters of Jerusalem, Sinners hiding in the Grave, and Wounded in the Mental Eye. Schon schön sind auch seine Blätter von Somerville’s Rural Sports 1831, das Gegenstück zu dessen „The Chase“ mit Holzschnitten von J. Bewick.

Im Jahre 1813 kehrte Nesbit nach Swalwell zurück, und jetzt lebte er teils da, teils in der Umgegend bis 1830 mit aller Liebe seiner Kunst. Im Jahre 1818 schnitt er nach Thurston’s Zeichnungen für Savage’s Hints on Decorative Printing die Darstellungen von Ri- naldo und Armida, welche neben dem Blatte R. Bränston’s Cave of Dispair einen glänzenden Beweis gibt von der Höhe, welche die englische Chalkographie erreicht hat. Die Bäume, das Laub- werk und die Draperie der Figuren sind in Nesbit’s Blatt zu be- wundern. Der Künstler wendete unsäglichen Fleiss und Genauig- keit daran, und doch glückte es ihm nicht, eine grosse Anzahl von reinen Abdrücken zu erhalten. Einige Linien sprangen aus; W. Bonner, Branston’s Neffe, hat aber die Platte wieder auf das Beste hergestellt.

Im Jahre 18530 begab sich Nesbit wieder nach London, wo der Künstler unsers Wissens noch gegenwärtig ist. Einige seiner besten Schnitte aus dieser Zeit findet man in der zweiten Serie von Northcote’s Fabeln und in der Fortsetzung, wo man Blätter findet, welche zu den feinsten und trefflichsten des modernen Formschnit- tes gehören. Meisterhaft sind: „The Robin and the Sparrow, p. 15; The Hare and the Bramble, p. 127; The Peach and the Potatoe, p. 129; The Cock, the Dog and the Fox, p. 238.“ Muster eines zarten und meisterhaften Schnittes sind auch die Blätter zu einer Bilderbibel nach R. Westall’s und J. Martin’s Zeichnungen. Dieses Werk erschien von 1835 an in Lieferungen, mit Holzschnitten von Nesbit, Powis, Slader, Landells und Gray.

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