Neroni, Bartolomeo

Neroni, Bartolomeo, genannt Riccio Sanese, war anfangs

Schüler , dann Gehülfe des Sodoma, und einer derjenigen, welche nach dem Tode der vier Hauptmeister der Sieneser Schule den Ruf der letzteren lange aufrecht erhielt, wie Lanzi bemerkt. Allein Kugler (Gesch. d. Malerei I. 283) sagt, dass die zwei großen Gemälde Neroni’s in der Akademie zu Siena schon den Einfluss florentinischer Manier zeigen, und nur noch einzelne Erinnerungen an Sodoma enthalten. Als Hauptwerk nennt Lanzi Neroni’s Kreuzabnahme aus der Kirche delle Derelitte in einer der Razzis (Sodoma) nahe kommenden Manier. Dann bemerkt Lanzi, dass noch andere Bilder in der Stadt seien, wo er mit seines Schwiegervaters Sodoma Stil auch noch etwas Vasariartiges in der Verteilung der Tinten hat. Das Bild der vier gekrönten Heiligen im erzbischöflichen Palaste zu Siena hat G. F. Ravenet für die Etruria pittrice gestochen. Andreani stach eine Theaterdekoration, denn auch hierin war Riccio gut. Dann haben wir nach ihm ein radirtes Blatt, dessen Bartsch XVII. 40 erwähnt:

St. Paul mit dem offenen Buche in der Rechten, und die andere auf das Schwert gestützt, auf dessen Griffe man die Jahrzahl 1570 liest. Auf einem Täfelchen steht: Riccio Sanese inven. J. G. Ceni Incidebat. H. 10 Z., Br. 6 Z.3L. Bartsch fand den Namen des Stechers sehr undeutlich, so dass er Ceni oder Cent lesen konnte.

Riccio Sanese arbeitete um 1550 — 1573

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