Nerenz, Wilhelm, Maler von Berlin, ein jetzt lebender Künst- ler, genoss den Unterricht des berühmten W. Schadow, als die- ser noch in Berlin war, und als Schadow in Düsseldorf einen neuen Wirkungskreis fand, begab sich, so wie viele andere junge Künstler, auch Nerenz dahin, um seine Studien zu vollenden. Er hatte schon in Berlin mehrere Proben eines glücklichen Talen- tes geliefert, historische Darstellungen , und besonders Genrebil- der, denen es nie. an eigenthümlichem Interesse fehlt. Auf der Berliner Kunstausstellung von 1832 sah man mehrere solcher Bil- der in Oel, so wie auch jede der folgenden Aussteilungen in Ber- lin und Düsseldorf Werke von ihm zählte. Sie gingen in verschie- denen Privatbesitz über, und etliche sind auch durch die Litho- graphie näher bekannt worden. Ein berühmtes und reiches Bild, seit 1835 im Besitze des Fräuleins Mathilde von Waldenburg, stellt Uhland’s Goldschmiedstöchterlein vor, und dieses haben Older- mann und Sprick in drei Blättern lithographirt. Nicht geringeres Aufsehen erregte ein zweites, ebenfalls in Nachbildung vorhande- nes Bild , welches die Schlussscene aus Kleist’s Käthchen von Heil- bron vorstellt, mit schönen, ausdrucksvollen, ritterlichen Figu- ren. Dieses Gemälde kam 1836 zur Ausstellung, und H. Mützel und Wildt haben es 1838 lithographirt.. Im Jahre 1838 sah man auf der Kunstausstellung zu Berlin fünf Bilder zu Kleist’s Käthchen von Heilbronn in einem Rahmen , im Besitze des Fräuleins Eveline von Waldenburg. Ein anderes Bild, welches Frl. Emilie v. Wal- denburg besitzt, stellt des Burschen letzten Blick nach der Hei- math dar. Nerenz malte mehrere ähnliche Scenen, wie des Bur- schen Abschied, den Burschen auf der Wanderschaft, des Burschen Heimkehr etc.
In den Liedern eines Malers (R. Reinick) mit Randzeichnungen
“seiner Freunde, Düsseldorf 1838, ist von ihm ein radirtes Blatt zu Reinick’s Gedicht: des Jägers Heimkehr,
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_qsM-AAAAcAAJ_2/