Nenci, Francesco, Zeichner und Maler von Anghiari bei Arezzo , wurde um 1782 geboren, und die Akademie in Florenz bezeichnete ihn als ihren besten Schüler. Nenci hat sie aber zeitig ver- lassen, um auf eigenem Wege sich weiter zu vervollkommnen. Anfangs musste er Bildnisse malen, er gründete aber damit in Büde einen ehrenvollen Ruf, und 1805 erkannte ihm die Akade- mie zu Mailand den ersten Preis der Portraitmalerei zu. Später wendete er sich fast ausschliesslich der Historienmalerei zu, worin Nenci mit Auszeichnung sich bewegt. Seine Werke sind aber nicht zahlreich, da seine schlimmen Gesundheitsumstände und seine Ei- genliebe ihm gleich hinderlich waren, wie Orloff (Histoire de la peinture en Italie etc.) bemerkt. Der Künstler war mit seinen Werken nie zufrieden, er wusste immer zu bessern, und verlor so öfter Zeit und Mühe. Doch können die von ihm vorhandenen Gemälde zu den besten Erzeugnissen der neuern italienischen Ma- lerei gezählt werden, da sich in ihnen ein Mann von Talent und Originalität offenbart, der mit Begeisterung an’s Werk geht. Schön- heit der Form, Stärke des Ausdruckes, Harmonie der Farbe sind in seinen Bildern auf das Erfreulichste vereinigt. So wie in der Zeichnung vollkommen, so ist er auch in der Praktik Meister. Seit einigen Jahren bekleidet der Künstler die Stelle eines Direk- tors der Akademie in Siena .
Nenci malt in Öl und in Fresco. Im Jahre malte er im Saale des Sig. Michele Giuntini zu Florenz den Triumph des Bac- chus, und eines seiner Hauptwerke ist die Himmelfahrt Mariä am Plafond der neuen Kapelle in der Villa Poggio Imperiale. Im Jahre 1830 malte er im Hause des Marchese Angiolo Chigi zu Siena die Figur der Hoffnung, eine edle Gestalt von hoher Schönheit des Ideals. Vorzüglich gelungen sind auch die Beiwerke, welche in zwei gemalten Basreliefs bestehen.
In Florenz fertigte der Künstler auch Zeichnungen zu einer von 1821 an heftigweise erschienenen Ausgabe von Dante’s Divina commedia. Die Compositionen aus dem Paradiese und den übrigen Haupt- theil:n dieses grossartigen Gedichtes nennt Orloff bewundernswert.
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