Necker oder Negker, David de

Necker oder Negker, David de, Formschneider von Augs- ‚

burg, vielleicht der Sohn des obigen Künstlers, dessen wir im Artikel desselben bereits erwähnt haben. Seine Lebensverhältnisse sind ziemlich unbekannt, über seine Leistungen gibt Dr. Prof. Massmann 1831 im Kunstblatte No. 76 (Nachrichten über einige Ausgaben des holbeinischen Todtentanzes) nähere Aufschlüsse.

  1. Im Jahre 1557 gab er zu Augsburg ein Passionale heraus, welches nach dem Urtheile des Kunstkenners Heinecke von eringer Bedeutung, und unsers Wissens das früheste Werk

des Künstlers ist.

  1. Seinen Namen nennt dann die dritte Folioausgabe des Todten- tanzes von Just de Necker, die mit demselben Titel nur mit etwas veränderter Orthographie erschien. Am Schlusse steht: Getruckt in der löblichen Reychstatt Augspurg durch Dauidt Denecker, Formschneider.

  2. Von Augsburg scheint sich der Künstler nach Leipzig begeben

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zu heben, wo er die vierte Ausgabe des Jost de Necker- schen Todtentanzes herausgab, unter dem Titel:

Todtentanz durch alle Stände der Menschen etc., 42 Holz- schnitte in 4.

Auch in Leipzig war seines Bleibens nicht lange, denn nach wenigen Jahren erscheint er in Wien , und zwar mit folgendem Werke, welches mit netten und umrandeten Holz- schnitten geziert ist. Es ist dies:

  1. Ein Neues Und Kunstlich schönes Stamm oder Gesellen
  • Büchlein. Gedruckt zu Wien in Oesterreich 1570 durch Da- vid de Necker, Formschneider, 4. Dieses Stammbuch ent- hält besonders eine bildliche Darstellung der zehn Alter des menschlichen Lebens durch das männliche und weibliche Geschlecht, und die Reihe schließt der Sensenmann. Die zweite Ausgabe ist von dem folgenden Künstler, s. diesen.

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