Nazzari, Bartolomeo, Maler, geboren zu Bergamo 1690, gestor- ben 1758. Sein erster Meister war V. Ghislandi, dann kam er zu Trevisani in Venedig, und später bildete er sich in Rom unter Luti und den andern Trevisani weiter aus. Seinen Hauptsitz gründete er in Venedig , nur machte er von hier aus Reisen in die anderen Hauptstädte Italiens und nach Deutschland . Im Jahre malte er zu Frankfurt am Main den Kaiser Carl VII. und dessen Gemah- lin, und malte er in Genua den Dogen und viele andere Per- sonen des hohen Adels. Nazzari war beliebt, und malte desswegen viele Fürsten und Höflinge. Dann malte er auch alte und junge Köpfe, die er seltsam herausputzte und bedeckte. Fiorillo (11. 178) sagt, man könne ihn den venezianischen Denner nennen, mit dem Unterschiede, dass bei Denner das Ganze immer unglücklich aus- fällt, so vollkommen es auch in den kleinsten Theilen ausgeführt ist, da hingegen bei Nazzari die gesammte Masse durch die er- staunliche Ausführlichkeit des Details nicht verliert. Die Dresdner Gallerie besitzt zwei alte Köpfe von ihm.
Bartolozzi stach nach ihm das Bildnis des Lodovico Rezzonici, A. Faldoni jenes des Kupferstechers L. Carlevariis, Monari das des F. Ant. Corrario, und M. Pitteri jenes des Dogen Carlo Ruzzini. Von ihm selbst radirt ist:
Das Bildnis des Dichters F. M. Molza, Kahlkopf mit weißem Bart, um Schultern und Brust der Mantel mit Pelz aus- geschlagen. Um das Oval stehen die Worte: Franc. Maria Molza Modena., links sind die Buchstaben B. N. F, H. 5 Z., Br. 3 Z. 10 L.
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