Naumann. — Nava, Ambrogio

Naumann. — Nava, Ambrogio, Graf de. 149

stand, und nur während der Abwesenheit jenes Meisters nach grossen Meistern copirte, Rafael, Guido, Guercino und Titian, letzterer besonders für das Colorit, waren die Muster , welche er auswählte, und mit grosser Genauigkeit nachbildete. Mit Mengs arbeitete er auch stehende Monate in Florenz , im Jahre 1775 folgte er aber von Rom aus dem Rufe des Markgrafen von Ansbach, für welchen er schon früher in Rom und Neapel Bilder gemalt hatte, worunter man die Copien von Titian’s Danae und der Venus nennt. Von 1781 an lebte Naumann in Ansbach als markgräflicher Hofmaler, und da sah man ehedein in den Gemächern der Residenz mehrere Bilder von ihm, Copien nach grossen Meistern und Bildnisse. Auch eigene Compositionen finden sich von diesem Künstler, historischen Inhalts und Genrebilder. Naumann war auch Professor, und bildete einige Schüler, unter welchen der berühmte Porzellanmaler Ch. Adler erscheint. In seinen Werken bemerkt man die der Mengs’schen Schule eigene Correctheit der Zeichnung, und eine warme, natürliche Färbung. Seine Bildnisse sind besonders charakteristisch aufgefasst und trefflich gemalt. In der Kirche zu Grossenhaslach ist ein Altarblatt von ihm, und 1788 malte er das grosse Altarbild in der neuen Kreuzkirche zu Dresden . Das von ihm gemalte Bildnis des Ritters R. Mengs hat Cunego gestochen.

Professor Naumann war noch 1815 in voller Thätigkeit.

Naumann, s. auch Neumann.

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