Nauinx, Landschaftsmaler

Nauinx, Landschaftsmaler , der im 17. Jahrhunderte zu Hamburg lebte, und welchen der Verfasser der Hamburgischen Künstler- nachrichten mit H. Nauinx für eine Person zu halten geneigt ist, was wir dahingestellt seyn lassen. Nauinx stellte in seinen grösse- ren Gemälden öde Alpengegenden dar, wo an Felswänden Wege und Fusssteige sich durchwinden, wo morsche Holzlehnen und schwankende Brücken über grause Abgründe hingehen, wo Wald- bäche über Felsblöcke herabstürzen. In den kleineren Bildern schil- derte er die stille ländliche Natur, nach der Ansicht des erwähn- ten Berichtgebers, mit einer Veredlung, dass ausser Hobbema und de Vries keiner den Waterloo so gut nachgeahmt hat. Der Baum- schlag dieses geschickten Landschafters ist ganz eigener Art; so spitzig ungefähr, wie man ihn bei J. van Ort sieht. Die Fär- bung ist ein wenig blassgrün, und fällt zuweilen ins Graue. Seine Lüfte sind zu weiss und selten natürlich, die Nachahmungen Water- loos ausgenommen. Die Figuren malte ihm J. M. Weyer in glei- cher Haltung, wie die Landschaften. Im Ganzen sind seine Bil- der nicht sehr dauerhaft; er malte Alles zu local, und in einem Retouchierfurmisse, besonders seine grössten Stücke, wie der oben erwähnte Schriftsteller angibt.

Dieser Nauinx starb zu Hamburg; wann, weiß man nicht.

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