Naucydes, Erzgiesser und Toreut von Argos

Naucydes, Erzgiesser und Toreut von Argos , Mothon’s Sohn, blühte Ol. 90 — 95, und er ist nach Thiersch (Epochen 282, Anmerk.) der merkwürdigste Künstler in der Periode zwischen Alkamenes und Praxiteles, in welchem, wenn auch nicht selbst Schüler des Polyclet, doch besonders der polycletische Geist fortgelobt zu ha- ben scheint, wie O. Müller bemerkt. Plinius schreibt ihm eine Statue des Merkur, jene eines Mannes, welcher einen Widder opfert, und einen Discobolus zu. Diesem könnte der stehende Disco- bulos des Vatikans nachgebildet sein, wäre dieses Bild nicht würdi- ger, ein Urbild zu heissen, wie Einige glauben. Pausanias nennt von ihm vor allem das Bild der Hebe aus Gold und Elfenbein, welches neben dem Colosse der Hera vom älteren Polyclet aufge- stellt, aber schon zu Pausanias Zeit verschwunden war. Zu Är- gos war sein Erzbild der Heccate, und zu Olympia sah man die von Pausanias gepriesene Bildsäule des Chimon. Keine andere, noch vorzüglichere Statue dieses Chimon stand zu Argos, seiner Geburtsstadt. Diese wurde später nach Rom gebracht und im Friedenstempel aufgestellt. In Olympia war auch Naucydes Statue des Rhodiers Eukles , der Ol. 70 siegte. Eine andere Statue dieses Künstlers stellte den Baukis von Trözen vor, und Tatian schreibt ihm auch eine Bildsäule der Dichterin Erinna zu.

Pausanias nennt diesen Künstler Bruder und Lehrer des jünge- ren Polyclet von Argos, Alypus von Sicyon war sein Schüler.

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