Nasini, Giuseppe Nicolò. — Nasini

Nasini, Giuseppe Nicolò. — Nasini, Antonio,

längere Zeit seiner Kunst obzuliegen. Da fertigte er für den Chur- fürsten von Mainz zwei Gemälde, wofür ihn der Primat dadurch belohnte, dass er ihm beim Kaiser einen Adelsbrief erwirkte, des- sen Kraft auch auf seine Nachkommen 400 Jahre hinauf gehen sollte. Cav. Nasini hinterließ in Rom zahlreiche Werke. In der Capelle des heil. Anton in der Apostelkirche malte er die Kuppel, und bei dieser Gelegenheit sagte Redi (Lett. pitt. II 60), dass Na- sini die Welt in Erstaunen setze (fece stardire il mondo). Das Bild St. Anton’s in jener Kirche ist von Luti, und nachher malte Nasini mit diesem Meister selbst an den Bildern der Propheten im Lateran. Für sein bestes Bild hält man das des heil. Leonhard in Madonna del Pianto zu Foligno, wo er auch die Decke à buon fresco malte. Mehrere seiner Bilder kamen in den grossherzogli- chen Palast zu Florenz, von denen dann einige in die Kirche der Conventualen nach Siena gebracht wurden. Diese Stadt ist über- häuft mit Werken von ihm von verschiedenem Werth. Seine Bil- der zeugen von einem feurigen Talente und von reicher Einbil- dungskraft, aber sie sind voll Licenzen und Regellosigkeiten, Lanzi sagt daher, man wünsche in seinen Werken mehr Ordnung, ge- wissehere Zeichnung, minder gemeines Colorit, immer aber finde man darin etwas Breites, eine Gewalt des Pinsels und ein ergrei- fendes Ganzes, was wohl den Redi zu solcher Bewunderung ge- stimmt haben muss. Im Jahre 1736 starb dieser Maler, und in der Kirche de’ Servi zu Siena wurde er begraben.

Einige seiner Werke wurden gestochen: von C. Lasinio der heil. Hieronymus in der Wüste in St. Laurenzio zu Florenz; von A. Taddei St. Pascal und der heil. Petrus von Alcantara; von A. We- sterhout St. Johann de S. Facundo, der eine Frau aus dem Zieh- brunnen rettet.

Bartsch, P. gr. XXI. p. 263, beschreibt ein radiertes Blatt von ihm, welches die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schoße vorstellt, wie sie mit der Linken das Kreuz fasst, welches der vor ihr kniende kleine Johannes darreicht. Im Grunde ist eine Land- schaft mit einer Art runden Tempels und einer Pyramide. In der Luft schweifen zwei Cherubimköpfe. Rechts unten steht: Joseph Nicolaus Nasinus Inu. H. 6 Z.3L., Br. 4 Z. 7 L.

Dieses Blatt ist sehr zart radiert, nach der Weise des P. S. Bar- toli, aber nicht so zierlich und so frei.

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