Nahl, Johann Samuel

Nahl, Johann Samuel, Bildhauer und Sohn des Obigen, gehörte zu Ansbach , gestorben zu Jena oder . Ob er im väterlichen Hause die Anfangsgründe der Zeichenkunst erlernt habe, sagt die Geschichte nicht, doch weiß man, dass er schon vor 1600 zum Hofbildhauer Raenz sen, in Bayreuth kam, um die Bildhauerei zu erlernen. In dem erwähnten Jahre war er bereits ausübender Künstler, und in diesem Jahre, oder bald darnach kam er nach Berlin, wo Nahl Hofbildhauer und Ehrenmitglied der Akademie der Künste wurde. Er fertigte mehrere Bildwerke in Stein und Gyps, welchen er auf eigenthümliche Weise behandeln konnte. Er besass nämlich das Geheimnis, den Gyps so zu här- ten, dass er nach der Ausicht des Künstlers sogar dem Regen und Schnee ausgesetzt sein konnte. Bildwerke dieser Art fertigte Nahl für die Residenz und die Paläste des Churfürsten von Branden- burg, und unter den größeren Arbeiten in Stein nennt man be- sonders das Pijedestal der auf der langen Brücke in Berlin stehen- den Reiterstatue Friedrich Wilhelm des Grossen, welches er vollendete, und worauf er ein Patent erhielt, wie Nicolai versi- chert. In diesem Jahre verehelichte sich der Künstler, und später wurde er sogar Rektor der Akademie. Im Jahre 1718 verließ er Berlin und ging nach Sachsen . Man sah daher in Leipzig , zu Gera und in Jena viele Arbeiten von ihm, da Nahl für einen der vorzüglichsten Künstler seiner Zeit galt.

Nahl starb zu Jena im Jahre 1728.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_qsM-AAAAcAAJ_2/