Myron, Bildhauer , Toreut und Erzgießer, ein Athener von Eleuthera, Schüler des Ageladas, lebte etwa von Ol. 82 — 02, zu einer Zeit, in welcher Calamis und Pythagoras die höchste Blüthe der Kunst vorbereiteten. Plinius setzt die Blüthezeit dieses Künstlers einmal in Ol. 87, das andere Mal aber macht er den Myron zum Zeitgenossen der Erinna, welche zur Zeit des Anakreon und der Sappho gelebt hat. Er sagt nämlich: Fecisse et cicadac monumenta ac lucustae carminibus suis Erinna significat. Winckelmann hielt sich fest an diese Aussage, und suchte überall nach
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Myron,
Beweissstellen, dass Myron Anakreon’s Zeitgenosse gewesen, dessen Werke (VII. 148) Plinius ist mit seiner Angabe im Irrthum, indem in jenem Epigramme (Anth. gr. Palat. VII. 190), welches eines solchen kindischen Monumentes erwähnt, nicht von Myron, sondern von einem Frauenzimmer, Namens Myro, als der Erbauerin dieses Denkmals, die Rede ist. Ob Erinna die Dichterin, oder ob ein anderer sie nachgeahmt habe, ist unbestimmt. S. Sil-
J. Lig. Cat. artif. p. 283.
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