Myn, Georg van der

Myn, Georg van der, Maler, Sohn des unten folgenden Hermann v. d. Myn, wurde 1723, nicht 1725, zu London geboren, und von seinem Vater in den Anfangsgründen der Malerei unterrichtet. Nach dem Tode des letzteren begab er sich nach Amster- dam, und hier nun erwarben ihm seine kleinen Bildnisse in Öl grossen Beifall. Er wusste Ähnlichkeit hineinzulegen, sie mit Ge- schmack anzuordnen, und besonders die Seidenstoffe gut zu malen. Seine Färbung ist sehr frisch und zart. Auch kleine Genre- stücke in Watteau’s Geschmack malte er. Wir haben von ihm Bildnisse von Ploos van Amstel, dem bekannten Kunstliebhaber, und von Jan Punt, dem berühmten Schauspieler und Kupferstecher , welchen J. M. Ardell in Kupfer gestochen hat. Unter seine Hauptwerke zählt man vornehmlich das Familienbild von Le Normand in Amsterdam , und ein Cabinetstück, welches aus der Sam- mlung von P. Calkoen W. Z. um 500 fl. erkauft wurde. Es stellt ein Mädchen in ihrem Morgenanzuge dar, in blauem Kleide mit seidenem Spenser, zu ihrer Seite sitzt ein Herr. Zur bejahrten

„‚ Dame ist der Arzt gekommen, und auch die Magd fehlt nicht. Das letzte Werk des Künstlers ist das schöne Familienstück des Herrn Hasselaer, Bürgermeisters von Amsterdam; van der Myn konnte es aber nicht mehr ganz vollenden, da ihn 1765 der Tod überraschte.

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