Musscher, Michel van, Maler, wurde 1645 in Rotterdam geboren. Unbeständig von Natur aus, lief er fast von einem Meister zum anderen. M. Zaagmoolen, A. van den Tempel, G. Metzu und A. van Ostade hatten ihn aufgenommen, er blieb aber bei keinem lange. Dennoch lernte er bei jedem etwas, und wusste solches auf mannigfaltige Weise zu benützen. In der Bildnismalerei erwarb er sich jedoch den grössten Ruf, da er im Stande war, nöthiger Weise vollkommene Aehnlichkeit zu geben, und auch zu verschönern. Sein Colorit ist besonders schön. Als Meisterstück erklärt man das Familienbild des Künstlers. Dann fin-
den sich auch kleine Cabinetsstücke, die indessen jenen der er- wähnten Meister nicht gleichkommen. Musscher starb ,
P. Dupin stach nach ihm ein Blatt: Le bain betitelt, der Ma- ler ist aber da M. Dumouchel genannt. G. Valck stach das Bild einer Frau, welche beim Schein der Lampe Ungeziefer sucht, ein Hauptblatt des Meisters, so wie ein anderes, welches er ebenfalls nach Musscher stach: das beim Strumpfstopfen eingeschlafene Weib bei Lichtschein, unter dem Namen „de Koussestopser, la Ravau- deuse, the Sempstress“ bekannt. A. Blooteling stach das Bildniss des Prinzen Heinrich Casimir von Nassau; J. Munikhuysen jenes des Gerhard Brandt de Jonge; J. Houbracken ein solches von Gas- par Brand, u. s. w.
Von Musscher selbst in Mezzotinto behandelt ist folgendes:
Ein historisches Bildniss, oder jenes von Musscher selbst, M. van Musscher fec. , fol.
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