Musi, Lorenzo de

Musi, Lorenzo de, Kupferstecher , ein Verwandter des Agostino
de Musi, genannt Agostino Venetiano. Bartsch, P. gr. XV. p. 408,
sagt, dass einige Schriftsteller den Lorenzo irrig de Musis nennen
dürften; wir bezweifeln das, indem sich auch Agostino Venetiano A. de
Musis und de Musis schreibt. Dann haben wir auch einen Giulio
de Musis, der sich gerade so gut de Musi, wie Lorenzo de Musi
genannt haben kann. Wir kennen zu wenig Werke von den
beiden letztern Künstlern, dass sie aber mit Augustin zur Familie
de Musis, ‚oder lateinisch bezeichnet „de Musis,“ gehört haben,
scheint keinem grossen Zweifel zu unterliegen.

Bartsch sagt ferner, dass man von Lorenzo nur ein einziges
Blatt kenne; allein es gehört ihm vermuthlich auch No. 2 an, eine

Copie nach Marc-Anton, welche Bartsch, P. gr. XIV. p. 206 No. 303, beschreibt. No. 1 ist das von Bartsch dem Lorenzo bei- gelegte Blatt.

  1. Das Bildnis des Sultan Barbarossa von Algier, Halbfigur, im Profil nach rechts gewendet, den Helm auf dem Kopfe, der als Decoration einen geflügelten Löwen und eine kleine nackte weibliche Figur zeigt. Barbarossa trägt einen Cuirass und einen Mantel darüber. Im Rande unten liest man:

Re de Algieri. Ditto Barbarossa. Soltan. Cha- l‘8difl. Rechts oben steht: MDXXXY. Lorenzo de Musi Venetiano faciebat. — L. M. H. 8Z., der Rand unten 1 Z. 2 L., Br. 6 2.7L.

  1. Der Friede, unter einer weiblichen Gestalt vorgestellt, welche die linke Hand auf die Brust legt, und mit der Rechten einen kleinen Genius hält, der ihr einen Lorbeerzweig reicht. Rechts oben stehen sechs italienische Verse: Dalla Pallade pudica etc., rechts unten sind die Buchstaben L. M., väveich; l\erm dem L. de Musi _ beilegt. H, 7 Z. 10 L., Br.

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