Muratori, Domenico Maria

Muratori, Domenico Maria, Maler zu Vendrana im Bolognesi- schen, geboren 1662 nach Lanzi, oder nach Ticozzi, gestorben 1740. Er war L. Pasinelli’s Schüler, bis er nach Rom sich begab, wo er neben A. Milani einer derjenigen war, welche den Geschmack der Carracci in der römischen Schule noch einige Zeit aufrecht erhielten. Sein Werk ist das größte Altarbild in Rom, der Mar- tertod der Heiligen Philippus und Jacobus in der Apostelkirche. Dass er ein Bild von diesem Umfange in richtigem Verhältnis, mit wohlverstandener Beleuchtung, wenn auch im Colorit nicht gleich glücklich ausgeführt, sagt Lanzi, machte ihm einen Namen, und so bekam er Anlass zu vielen kleineren Werken, worin er nach Lanzi sich immer als guter Zeichner bewies, und auch bessere Tinten brauchte. Er wurde beauftragt, einen der Propheten der Lateranischen Basilica zu malen, und malte auch für andere Orte. Unter seine fleißigsten Werke zählt man das grosse Bild des heil. Ranieri, der einen Besessenen heilt, in der Primaskirche zu Pisa ,

J. Frezza stach nach ihm den heil. Franciscus de Paula, J. Rossi Papst Pius V, auf den Knien, und A. Westerhout das Bild- niss Clemens XI.

Von ihm selbst radirt ist:

  1. Die Büste einer Muse mit dem Lorbeerkranze, oder die Poesie (in Dominichino’s Manier), nach L. Pasinelli, Dom. Maria4del. et incid. Sehr ausdrucksvoll und geistreich ra- dirt, 4.

  2. St. Franz de Paula, nach L. Pasinelli, geistreich radirt, 4.

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