Murano, Nicoletto da. — Murano oder Meuron

Murano, Nicoletto da. — Murano oder Meuron, E. 37

Rumpfe sieht, dass Zanetti ihn für Copie nach einem alten Stand- bilde hielt. Fiorillo nennt ausser diesem Gemälde noch einen Chri- stus am Kreuze in der Carthause daselbst, der bei einer leidlichen Zeichnung schnn einigen Ausdruck habe.

Andrea ist auch derjenige, der die Kunst in das Haus seiner Mitbürger Vivarini brachte, welche nach einander die murani- sche Schule beinahe ein Jahrhundert fortsetzten, und Venedig mit ihren Arbeiten füllten.

Der Engländer S. Palmer (History of painting, London 1733 P- 391) behauptet, dass Andrea da Murano auch in Metall gra- virt habe, und dass sich ein Abdruck finde, der mit: A M 1412 bezeichnet sei. Palmer beschreibt aber das Blatt nicht, und Strutt und Heinecke glauben, dass man 1512 lesen müsse, was eben so wenig Grund gat‚ als Palmer’s Meinung. Dann setzt ihn Papil- lon (Trait@ etc. I. 93) auch unter die Formschneider , wofür eben- falls keine Beweise aufzubringen sind. Papillon und Andere ha- ben ihn nämlich geradehin die mit den gothischen Buchstaben A M bezeichneten und 1505 bei Dodo Petri in Amsterdam gedruck- ten Houlzschnitte beigelegt. Es sind dieses Borduren oder verzierte Einfassungen der Holzschnitte des Jakob Cornelisz van Oostsanen, die aber auch ohne dieselbe sich finden. Einige dieser Borduren haben rechts oben ein Täfelchen mit dem Wappen von Amsterdam und zu beiden Seiten die Buchstaben A M (Brulliot Diet. des mo- nog. II. 2801). Diese beiden Buchstaben sollten nun den Andrea (da) Murano bedeuten, der doch viel früher gelebt hat. Diese Einfassungen sind aber nicht immer gleich, es wurden manchmal andere Theile eingesetzt. So sieht man ein Stück mit einer In- schrift, in welcher der Buchdrucker Dodo Petrus genannt wird. Die erste Zeile ist dem Sinne nach nicht klar, und es könnte leicht seyn, dass man den Namen Andrea da Murano habe herausfinden wollen. Die Buchstaben heissen: e ra marneaupo oder marneauno. Ob die Buchstaben A M zu den Seiten des appens den Form- schneider bedeuten, ist nicht zu bestimmen. Vielleicht bedeuten sie „Amsterdam“, weil das Wappen jenes dieser Stadt ist.

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