Munck, Jakob, Maler zu Berlin, besuchte um 1832 die Akademie
der Künste daselbst, und stand unter besonderer Leitung des
Professors Kretschmar. Seine erste Composition vom bezeichneten
Jahre stellt einen italienischen Räuberhauptmann, in Öl gemalt,
dar, und schon dieses Bild wurde auf der damaligen Berliner Kunstaus-
stellung mit allem Beifalle aufgenommen. Von dieser Zeit an fer-
tigte Munck verschiedene andere Genrebilder, die zu den besten
Erzeugnissen dieser Art gehören. Im Jahre 1836 kaufte der König
von Preußen jenes, welches die Ermahnung der Großmutter vor-
stellt. Viele Beschauer hatte damals auch ein anderes Bild ange-
zogen, welches eine Schuhmacherwerkstatt vorstellt, in welcher
ein geputztes Landmädchen den zierlichen Fuß zum Anmessen der
Schuhe hinreicht, was unter den Pechhelden eine eigene Revolu-
tion erregte. Auf der Kunstausstellung von 1838 sah man in Berlin
wieder mehrere Gemälde dieses Künstlers, von welchen der König
die Wanderer am Brunnen kaufte. Die andern stellen den Postil-
jon vor dem Wirthshause, eine wandernde Judenfamilie, den Pa-
stor nä der Landstraße und ein in der Küche beschäftigtes Mäd-
chen dar.
Munck’s Scenen sind voll Laune und Ausdruck, und mit Zart-
heit behandelt.
Munck, auch Münck.
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