Munari, Pellegrino, Maler von Modena , und Adaher gewählich Pellegrino da Modena genannt, Tiraboschi nennt ihn auch Pellegrino Aretusi, und bringt den Künstler so mit Cesare Aretusi (Cesare di Pellegrino) zusammen, unser Künstler stammt aber aus dem Hause Munari zu Modena, Hier erlernte er die Malerei, und schon vor seiner erfolgten Reise nach Rom malte' er in S, Giovanni daselbst ein‘ schönes Bild. ‘ Endlich ing er nach Rom, wo damals Rafael Sanzio geschickte Leute als äehülf'ezi brauchte, als welchen die Geschichte auch den Pellegrino nennt. Er kam unter allen dem Meister am nächsten. Nach der Zeichnung des- selben malte er die‘ Geschichte Jakob’s, und vier Darstellungen aus Salomon’s Leben im Rafael’schen Säulengange (Loggia) des Vatikans, wunderbar ausgeführt, wie Lanzi sagt.' Iti Rom malte Pellegrino auch in mehreren Kirchen bis zu Rafael’s Tod, jetzt ‘aber verliess er die Stadt, und ging nach Modena, wo er Vater einer zahlreichen Nachkommenschaft von Rafaelisten ward.‘ So wurde er für seine Provinz, was'Giulio Romano für Mantüa, Pie- rin del Vaga für Genua , und Primaticcio für Fontainebleau gewe- sen sind. Die Werke dieses Künstlers sind indessen sehr selten, selbst in den berühmtesten Gallerien fehlen solche, ‚In der Gemäl- desammlung im Staffordhouse zu London wird ihn ein Bildchen beigelegt s welches Maria mit dem Kjöde: auf dem-Throde , ‚Zu des- sen Seiten die Heiligen Antonius. von, Padua und Clara,, yorstellt. Drei_Engel halten einen grünen Baldachin, Dr. Waagen (Kunst und Künstler Il. 50) sazt, er wisse zwar nicht, mit welcfiem Rechte dieses Bild dem Munart, beigelegt werde, gewiss dber WO‘}!W Abp der 'Geist der Rafael’schen Schule in einem hohen Grade iune, und es weise das warme, satte Colorit nach der. Lombardei, die helle- 3en {.icl}:ter inlden Gewändern dexi') Maria nlu einen rescdmnleri
ergleichen Pellegrino gewesen. Die Eugel sind be fs frei umF geistreich bc€vegt, ?n der Maria, i%e”iä Ki %e‘‚' de%i‘ ntonius indess Anfänge von Mayierirtem hemerkbar,, die Ausführung .Aeissigr Frescomalereien von ihm' sind’'zu Modena; besonders nennt man eine wunderschöne Geburt der heil. Jungfräd in 9,“Phöl6. ” ‘‘
Das Eyde des Künstlers ‚war. zragisch; / Im'Jähre 4523 soll einer seiner Sühne im Streitc,,einen Bürger erlegt haben ,, und als es der Vater erführ, ‚dieser.zu, sciner liüffe_ herbeigeeilt seyn ‚.bei welcher
Munch; — Mundicka, Daniel.
— Gegenheit er den Freunden des Ermordeten in die Hände fiel,
— die ihn sogleich anfielen und mit vielen Wunden niedertrugen.
Diese Zeitangabe wird von Einigen nicht ohne Grund bezweifelt,
da der Künstler damals noch kaum einen erwachsenen Sohn ge-
habt hat. Einige ließen ihn daher 1525 sterben, und Pilkington
sucht dadurch sich zu helfen, dass er den Tod des Künstlers 1535
erfolgen lässt, aber ohne Gründe anzugeben. Tiraboschi ist der-
jenige, der 1523 als Todesjahr bestimmt.
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