Müller, Philipp Heinrich

Müller, Philipp Heinrich, Medailleur von Augsburg , erlernte

anfangs die Guldenschmiedekunst, zog aber nach einiger Zeit die

Stempelschneidekunst vor, weil er hierin grösseren Vortheil ge-

wahrte. Seine Medaillen wurden durch ganz Europa bekannt

und bewundert. Er fertigte solche auf alle Monarchen und Fürsten

seiner Zeit, auf den Kaiser Leopold, seinen Sohn Joseph, die

Königin Anna von England , Peter den Grossen, auf alle Chur-

fürsten, sogar für die Republik Venedig . Besonders berühmt sind

die hölzernen Damensteine, die er so künstlich von seinen Me-

daillenstempeln abzuprägen wusste, dass sie den Vorrang vor den

silbernen haben. Köhler und Luchner haben in ihren Münzbelu-

stigungen einige Medaillen dieses berühmten Künstlers abgebildet und beschrieben. Hofrath Dr. von Ahorner in Augsburg, der 60 jener Damensteine besass, übergab 1836 dem historischen Vereine in Augsburg ein raisonnierendes Verzeichnis aller ihm bekannt ge- wordenen Arbeiten dieses Künstlers zum Drucke in den Jahresbe- richt des Vereines von jenem Jahre. Auf Müller's Medaillen ste- hen die Buchstaben P. H. M. Starb zu Augsburg im 62. Jahre.

Sein Sohn Christoph Elias war ebenfalls Medailleur. Er ar- beitete lange in Stuttgart , zuletzt aber in Augsburg.

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