Müller, Joseph Adam

Müller, Joseph Adam, Maler, Zeichner und Radierer , von Er- ding in Bayern gebürtig, bildete sich zu München unter Leitung der beiden Asam, und diese beiden Künstler gedachten seiner auch später bei Empfehlung zur Arbeit; denn Müller galt für einen ge- schickten Künstler seiner Zeit. So musste er auf Empfehlung der Asam 1736 zu Moosburg die Capelle des heil. Johann von Ne- pomuk in Fresco ausmalen. Dann führte er auch mehrere Altar- gemälde aus. In der Kirche des heil. Geistes zu München ist ein gl. Johann von Nepomuk von ihm gemalt, und für die ehemalige Maulanerkirche zu Amberg malte er als Choraltarblatt den heil. Jo- seph. In der heil. Kreuzkirche zu Donauwörth ist das Altarblatt der Mutter Jesu (1735), und jenes der heil. Scholastika ( ) sein Werk. Früher war in der churfürstlichen Gallerie zu München ein Cabinetstück, welches den heil. Martin zu Pferd von zwei En- eln begleitet vorstellt. Dann finden sich von ihm historische Zeichnungen, mit der Feder und in Tusch ausgeführt, und mit dem Monogramm A. M. bezeichnet.

Dieser Adam Müller wurde in das Münchner Zunftbuch eingetragen, und 1738 starb er zu München.

Dann hat dieser Künstler auch in Kupfer radiert, im Geschmacke des Jonas Umbach. Einige seiner Blätter sind mit J. A. M. be- zeichnet.

  1. Die Madonna, welche das Kind säugt, neben ihr zwei Cheri- bim, unten steht: Adam Müller. Oval in 12. Sehr geist- reich radiert, ganz im Geschmacke von G. Reni. Selten.

Es gibt auch Abdrücke, wo man die Buchstaben J. A. M. fec. sieht, wenn nicht Müller vielleicht das Blatt repetirt hat. Brulliot gibt bei diesem die Grösse in 8. an.

2). Die heil. Jungfrau, welche das vor ihr liegende Jesuskind abdeckt, links bei einem Vorhange sind zwei Engel, und rechts hat man die Aussicht auf ein Dorf. J. A. M. fec.

— H. 32 Z. 9 L., Br. 3 Z. 2 L. Müller, Joseph Adolph, Maler, wurde 1811 zu Mainz gebo- ren, und nachdem er hier seine Schulbildung erlangt hatte, und mit den Anfangsgründen der Kunst vertraut geworden war, begab er sich 1830 nach München, um daselbst seine Studien fortzusetzen. Nach zwei Jahren kehrte er wieder in die Heimath zurück, und von hier aus ging er nach Düsseldorf, wo der Künstler noch gegenwärtig mit Beifall seiner Kunst obliegt. Müller malt Landschaften, deren man auf den Kunstausstellungen in Berlin und im Louvre des Rheinisch- Westphälischen Kunstvereines sah. Im Jahre 1837 malte er eine Felsenlandschaft aus dem Morgenbachthal bei Bingen; 1858 einen vulkanischen See im Charakter der Eifel bei trübem Himmel; eine Aussicht ins Rheingau vom Niederwald bei Sonnenuntergang u. s. w.

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