Müller, Johann Sebastian

Müller, Johann Sebastian, . 21
don ausführte, bestehen in Kupferstichen, doch auch gemalt hat

der Künstler. So schreibt er in einem Briefe an v. Murr, dass
er 1764 drei Bilder im Geschmacke grosser Meister gemalt, selbe
mit einem falschen Namen bezeichnet, und damit wirklich engli-
sche Kenner getäuscht habe. Er verkaufte die Gemälde als alte
Originale an einen schlauen Sammler. Eine heil. Familie bezeich-
nete er: Murillo p.; eine spanische Dame, die an ihren Liebha-
ber schreibt etc.: J. P. Pontoja de la Cruz p. Der Inhalt dieser
Bilder kommt auch unten im Kupferstichverzeichnisse vor. Dieser
geschickte Künstler starb um 1780.

  1. John Wilkes, Müller’s berühmter Freund, - Miller del. et sc., fol.
  2. The Infanta Dona Isabella governante of Flandres. Rubens inx., Miller fec. . Mezzotinto und selten, fol.
  3. Hedwig Catharina Nordenflyth, die unter dem Namen der
    nordischen Hirtin bekannte Dichterin, von einem J. Miller
    tochen, der wohl unser Künstler ist.
  4. Writing the billet. Ein nachdenkendes Mädchen im Schrei-
    ben begriffen, die Dienerin liest hinter ihr im Briefe, J.
    Pontoja de la Cruz p, J. Miller sc., fol. Das oben er-
    wähnte Bild.
  5. Die Ruhe der heil. Familie auf der Flucht in Aegypten . Mu-
    rillo E., Miller sc., gr. fol. Das oben erwähnte Bild.
  6. The holy family. F. Barocci pinx., R. Earlom del., gr. fol.
  7. Die Enthaltsamkeit des Scipio, nach van Dyck, qu. fol.
    Im ersten Drucke vor der Schrift. Für Boydell gestochen.
  8. Nero beichtet das Leichenbegängniss des Germanicus, oder
    wie er die Asche des Brittanicus beisetzt, nach le Sueür,
    fol. Im ersten Drucke vor der Schrift, Für Boydell ge-
    stochen.
  9. 12 Blätter der englischen Ausgabe von Milton’s Paradies, F.
    ann inv. et del. J. S. Müller sculp., 8.
  10. L’ecole flamande, nach D. Teniers, qu. fol.
  11. La rejouissance des Flamands, nach demselben, qu. fol.
  12. Le passe-temps des Flamands, nach demselben, qu. fol.
    Diese beiden, unten mit acht französischen Versen verse-
    henen Blätter werden im Cabinet Paignon Dijonval dem J.
    S. Müller beigelegt, so wie das obige.
  13. Die 12 Monate, eben so viele Blätter, aus der früheren
    Zeit des Künstlers.
  14. Die vier Stufen des weiblichen Alters, roth punktirt.
  15. — 18) Vier Blätter mit Hirschen, Hindinnen, Rebhühnern
    und anderer Jagdbeute, von Hunden bewacht, zu London
    erschienen, ohne Datum. H. 8 Z. 6 L., Br. 11 Z. 9 L.
  16. Eine Landschaft mit Mondbeleuchtung, nach van der Neer,
    qu. fol.
  17. Landschaft mit Apollo, der den Marsias schindet, nach
    Claude Lorrain, qu. fol.
  18. — 24) Verschiedene Ruinen von römischen Monumenten, 4
    grosse Blätter, nach Pannini, in Piranesi's Geschmack gut
    radirt, s. gr. roy. fol.
  19. Ansicht des Pantheon, des Tempels der Sibylle etc., nach
    Pannini, gr. qu. fol.
  20. Die innere Ansicht des Pantheon, hoch fol.
  21. Zusammenstellung: dessen, was die Architektur in Rom und

der Umgegend Schönes aufzuweisen hat, 6 Blätter. J. S. Müller sc. 1753, qu. fol.

  1. Etliche englische Ansichten, zu einer Sammlung nach Zeich- nungen von W. Bellers gestochen, qu. fol.

  2. Einige Blätter in Marmora Arundeliana. Oxonii 1763 — 64, ol.

  3. Solche in den Ruins of Paestum. London 1767, fols.

  4. Detto in L. Nattier’s Traite de la methode antique de graver en pierre fine etc. London 1767, fol. S. auch John Miller,

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