Müller, Johann Baptist

Müller, Johann Baptist, Historienmaler von Geretsried in Bayern , wurde 1800 geboren, und schon in früher Jugend äußerte sich seine entschiedene Neigung zur bildenden Kunst. Er übte sich da- her neben seinen Schulstudien mit Eifer im Zeichnen, und zuletzt begab sich Müller nach München , um auf der k. Akademie da- selbst sich ausschliesslich der Malerei zu widmen. Er genoss den Unterricht des Professors Heinrich Hess, unter dessen Leitung Müller solche Fortschritte machte, dass er schon 1829 auf der Kunst- ausstellung eine rühmliche Probe seines Talentes gab. Man sah damals von ihm ein Ölgemälde, welches in drei Abteilungen den englischen Gruß, die Geburt Christi und die Heimsuchung der Elisabeth vorstellt. Auf dieses Bild folgten einige andere Werke der ernsteren Gattung der Malerei , und endlich wählte ihn Prof. Hess zum Gehülfen bei seinen umfassenden Arbeiten in der pracht- vollen neuen Allerheiligenkirche zu München. Vertraut mit der Darstellungsweise seines berühmten Lehrers konnte daher Müller 1835 bereits thätige Hand an das Werk legen, neben J. Schraudolph und C. Koch. Müller malte unter Leitung des Meisters den Evangelisten Lukas, dann Salomon und David als Vertreter der Malerei. Dann führte er auch einige Stellen ganzer Darstel- lungen aus, und ganz von seiner Hand ist die Taufe Christi an dem Gurt der linken Nische in der Abteilung des neuen Testa- mentes.

Nach Vollendung der sinnigen Malereien dieser Kirche malte Müller wieder Bilder in Öl, und so sahen wir 1839 im Lokale des Kunstvereines zu München ein solches, welches den Kaiser Heinrich in der Gruft vor dem Grabe seines Lehrers vorstellt; dann die orgelspielende St. Cäcilia.

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