Mulinari, Giovanni Antonio, auch Mollineri, genannt il Caraccino, Maler von Savigliano, geboren 1377, gestorben um 1640. Dieser Künstler wird von den Meisten zu den Schülern der Carracci in Rom gezählt, und desswegen soll er den Beinamen Caraccino erhalten haben; Lanzi und Graf Durando (Ragionamenti su le belle arti. Tor. ) bezweifeln dieses. Lanzi meint, die angebliche Reise nach Rom flösse aus der gewöhnlichen Quelle solcher Irrtümer, nämlich der wahrhaften oder vermeinten Styl- ähnlichkeit. Auch Durando konnte von Mulinari’s Unterricht kei- nen Beweis finden, indem dazu der Beiname Caraccino noch nicht genügt. Pater della Valle stellt ihn uns in seiner Heimat als Vierziger ungefähr dar, noch matt und unsicher in den Um- rissen, nachher aber mit dem Beistande seiner künstlerischen Freunde fortschreitend; vielleicht, setzt Lanzi hinzu, durch Stu- dium der Stiche der Carracci und mancher ihrer Gemälde. In den berühmteren Werken ist Mulinari ein schulgerechter, kräftiger, und wenn nicht edler, doch in männlichen Köpfen lebendiger und mannigfaltiger Maler. In weiblichen hat er nicht die mindeste An- muth. Im Colorite ist er gut, er kommt aber hierin nicht mit den Carracci überein: seine Tinten sind klarer, anders verteilt, zuweilen schwach, wie dies Lanzi behauptet.
Zu Turin gehört unter seine besten Arbeiten die Kreuzabnahme in S. Dalmazio, wo nach Lanzi jedoch die Zusammenstellung der Figuren etwas gedrängt und von den Grundsätzen der Bologner ganz abweichend ist. Seinen Fortschritt und seine Tüchtigkeit kann man einzig in Savigliano kennen lernen, wo fast in jeder Kirche Bilder von seiner Hand sind. Schön ist in S. Andrea der herab- schwebende heilige Geist. Man schreibt ihm auch mehrere Gemälde in Alba zu, hauptsächlich diejenigen, welche man hinter dem Hoch- altare der Augustiner sieht, deren eines die Taufe Christi darstellt, ein Werk, welches diesen Meister in die Zahl der guten Schüler der Carracci setzen würde. Im Stadthause schreibt man ihm das Gemälde des Ubaldo zu, welcher dem Rinaldo den bezauberten Schild darbietet, um ihn den Reizen der Armida zu entziehen.
Mulinari, Stefano – Stefano Mulinari, Zeichner und Kupferstecher, wurde um 1741 zu Florenz geboren, und von A. Scacciati in seiner Kunst unter- richtet. Anfänglich half er diesem Meister beim Stiche einer Samm- lung von den schönsten Handzeichnungen der florentinischen Samm- lung in Tuschmanier. Als 44 Blätter fertig waren, starb Scacciatti, jetzt aber setzte Mulinari das Werk fort, und brachte dasselbe auf 100 Blätter. Dann unternahm er eine ähnliche zweite Sammlung nach Zeichnungen älterer Meister, von Cimabue bis Pietro Perugino, unter dem Titel: Istoria pratica dell’incominciamento e progressi della Pittura, o sia raccolta di 50 stampe estratte da ugual numero di disegni originali essistenti mella galleria di Firenze 1775. Endlich erschien sein drittes und vorzüglichstes Werk: Saggio delle cinque scuole d’Italia 1780. Dieses bildet Gemälde von Cimabue bis auf F. Rustico ab. Mulinari starb um 1790.
Ein stehender und lesender Mönch, nach Perugino’s Zeich- nung, kl. fol.
Ein stehender Apostel, nach L. da Vinci’s Zeichnung, &.
Eine halbe weibliche Figur, nach demselben, fol.
Studie eines Gewandes, kl. fol.
Studien von Köpfen einzelner Figuren und Gruppen, Fae- tillen von Zeichnungen desselben, 6 Blätter, 8. und hl.
Nach Zeichnungen von Michel Angelo: 6) Eine Frau mit vier Kindern; sie hält einen Spiegel, eines der Kinder eine Maske, gr. qu. fol. 7) Ein weiblicher Kopf im Profil, 4. 8) Ein junger und ein alter Weiberkopf auf einem Blatte, 4. 9) Eine sitzende weibliche Figur ohne Arme, 8. 10) Eine Mutter, welche das Kind säugt, 4.
Eine nachdenkende weibliche Figur auf einem Sthle in Wolken sitzend, an derselben vier geflügelte Engel gekettet, nach Gio. da S. Giovanni, fol.
Eine heil. Familie, nach Lorenzo da Bologna, &.
Folgende Blätter sind nach And. Boscoli: –
Venus und Adonis, 4.
Maria nimmt alle Stände unter ihren Schutz, 8.
Petrus und Johannes mit dem Kranken, kl. fol.
Das Noli me tangere, 4.
Die drei Parzen,
Die Verkündigung Mariä, 4.
Ein Heiliger, der ein todtes Kind erweckt, fol.
Die drei Grazien, 4.
Maria mit dem Jesuskinde auf dem Throne, von Heiligen umgeben,
Venus und Venus, nach Dom. de Brizio’s Zeichnung, qu.
Mulinari, Stefano. ; 25
Folgende Blätter sind – nach der Zeichnung von – aus dem „Europäischen Imitationswerk“, wie oben:
Landschaft mit Soldaten im Vordergrund, in der Ferne die Stadt,
Zwei Männer, nach oben 8.
Eine Frau mit dem Kind sitzend, 4.
Gott über dem Moses im Feuer, k.
Stille, eine lebendige Figur mit dem Vollmond. Wut, schmal fol.
Eine Gruppe aus der Pest, 4.
Die Fornarina aus dem Heliodor, gr. 8.
Leda sitzend, mit dem Schwane, unten zwei Kinder, 8.
Saturn, Amor vor Venus, kl. fol.
Europa und Jupiter, kl. fol.
Narcissus, fol.
Diana und Calisto, 8.
Venus stehend, 8.
St. Paulus predigt zu Athen (Carton), 4781, qu. fol.
Die ohne Schleier Maria von Frauen umgeben, Skizze zu einer Gruppe, qu. fol.
Gruppe des Paulus aus der Schule von Athen, 6.
St. Georg, rittend den Drachen, 8.
Der Fischzug Petri (Carton), fol.
St. Georg auf dem Pferde im Gallup, 8.
Der Prophet Isaias, 8.
Christus erlöst die ersten Eltern aus der Vorhölle, gr. 8.
Der heil. Antonius von Padua, 4.
Folgende Blätter sind nach Zeichnungen von Giulio Romano:
Ein sterbender Greis von vielen Figuren umgeben, 8.
Merkur mit zwei andern Figuren, 4.
Kämpfende Krieger zu Pferde, qu. fol.
Mehrere Frauen in einem Zimmer, schmal qu. fol.
Die erwachenden Krieger beim Grabe Christi, qu. fol.
Apollo verfolgt die Juno, qu. fol.
Verwundete Krieger, welche folgen werden, hoch fol.
Eine Venerierung mit Jupiter und zwei Seherinnen, qu. 8.
Vier Heilige, dabei St. Rochus, Lucas und Johannes, nach einer Zeichnung von Bagnacavallo, qu. fol.
Zwei miteinander gehende Figuren, nach demselben, gr. 8.
Zwei Blätter mit weiblichen Figuren, die eine mit der Lyra, – nach Skizzen von Maturino, fol.
Moses geht durch’s rote Meer, Facsimile nach Ioluloro, so wie die folgenden, qu. fol.
Ein Sterbender im Schoß einer Frau, von sehr vielen, männlichen Figuren umgeben, in der Ferne Bewaffnete, u. fol.
Die Pest unter den Israeliten, qu. fol.
Numa Pompilius ibt Gentu, u. fol.
Stehende männliche Figur mit einem Stabe, schmal fol.
Stehende männliche Figur mit einem Buche, schmal fol.
Muelinari, Stefano.
- Petrus und Johannes heilen den Lahmen, nach Rosso, gr. 8
- Paulus und der Apostel, nach Rosso, gr. 8
Folgende Blätter sind Facsimile’s von Zocchioro l’unico:
Maria, betende, Agnus Dei, 4
Die Apostel Petrus und Paulus, 4
Der Apostel Jakobus, schmal fol.
Mann mit dem Kinde, welches einen Vogel hält, 4
Maria mit dem Jesuskind sitzend, 4
Maria, Jesus und Johannes, als Kind, 4
Maria mit dem Jesuskind, 4
Die Verkündigung, fol.
Johannes in der Wüste, 4
Weibliche Figuren mit zwei Schmerren, 4
Die schlafende junge Frau, 4
Emo Zucchino, 4
Bad der Venus, qu. fol.
Weibliche Figur mit einer Tafel unter dem Arme, 4
Zögernde, qu. fol.
Weibliche Figuren mit einem Bogen, 4
Circe gibt den Gefährten des Ulysses zu trinken, fol.
Zwei sich unterredende Figuren, 4
Venus von Grazien bedient, qu. fol.
Weibliche Figur in einem Baum verwandelt, 4
Merkur, 4
Zwei weibliche Figuren mit einem auf dem Kopfe, 2 Blätter, qu. fol.
Die Götter der Dunkelheit.
Weibliche Figur im fliegenden Grund, qu. fol.
Zwei Köpfe auf einem Blatte
Die Götter des Olymps, Phantasiengemälde von Daniele da Volterra, oval.
Eine heilige Familie, Ausmalung von Lorenzino, kl. fol.
Die Klarinette, 4
Ein Kind von zwei Schwänen umgeben, nach einer Zeichnung Salviati’s, Facsimile.
Die Gerechtigkeit, nach demselben, fol.
Opfergabe vor dem Altar des Jupiter, nach Salviati, 101
Opfer an Ceres, Ebenso, fol.
Die Charitas, Ebenso.
Eine Mutter mit dem Kinde, nach L. Congiesi, 4
Maria, neben Anna, das Kind säugend, idem del., 4
Vier Figuren, unbekannte Darstellung, idem del., 4
Maria mit männlichen und weiblichen Figuren unter ihrem Mantel, nach F. Barocci, fol.
Eine heilige Familie, nach S. Titi.
Eine Mutter, die zwei Kinder lesen lehrt, nach demselben, 4
Allegorie auf einen Mediciner, nach demselben, beides imitierte Handzeichnungen, gr. 8
Mulinari, Stefano. 43}
Der Grus des Engels; nach B. Pocetti’s Zeichnung, 1780, fol.
Un’oum’l_ (Josep vuu gwei Müönchen nmgobcn‚ mchmßn- d taruolo,
illegone auf die l\inpublli Venedig, mit dem rahenden Ein- horn, Zeichnung von J. Ligozzi, qu. fol.
Bm ‚ungn Mann, welcher ein Wei lf’ulu‘t. Ebenso, fol.
Das Opfer, Noah’s, I‘OiWIIQ von B ?rüeeifii‘ wie die folgenden , -
Joseph 16 r är em Pharao die ‘I‘r;mme aus, qu.
Arme -und Kranko werden gespeist uhd“ &hflßu Alao.en‚
3lmo!hi 'und die 8m.fiterin 4
Bm Sterbender von vielen I-‘n uren umgbb‘eh qd fol.
Ein Heiliger, durch ' dessen muhung Krankö, ;eneun. &
Das 0;fl'u‘ an Jupiter, qu. 8.
DE
Udf Eflge |, :mitirlé Zenchnung vor} !‘. Mon!elntm » wie die folgenden, 4.
Cbruluc und Maria, 4 ...
Die Heilung der Kranken, 4, : .
Vehus und Adonis, 4, . OE A
Die Grazien, . e “
Die 1'mm. Ur H8 n
Die heil. Fam;he um der heil. Cat!m-uu‚ chchnung von Surce lino, 4,
Eine_ junge _ Frau mit dem ßmde‚ Zeichnung yun L. Car- räcei, wie die beiden fol[‘ Fonden‚ Ö ol.
Indergruppe, k
Bme Schlachtscene, dw Eroberung einer Sladt‚ Zenclmung vom Salimbene, qu. fal..
Eine Geschichtsscene, Ehulfl-llt. qu. fol.
Der:Besuch .Marien’s: bei: Elisabeth. Ebonfnlhl 'gr 4:
mll;s l:lelhgu auf den. Kmlm‚ hmten mehrere Figaren, / Eben-
Ein Hmhger m:ln Wundar an emem todtlunnken limde‚ da nach Sal nnbene‚ qu. fol.
Die Mat:£ Dolorosa kniend, nach Cav. Molossoo Zeich-
Bacc£ut und Ariadne, Zencbnuns von G, L. Valenn, 4.
Eine männliche und zwei weibliche l"lgurm‚ ach anuker Art gekleidet, Zenchuung von, G, R llumw. ‚fi£
Loth mit 5emen Tochtcrn‚ 'nach Cesari d’Arpinas, qu. fol.
Jesus Jehrt im‘Tempel, nach demselben‚ qu. . fol.
% ßde Elg?l' ‚mit einem Fü
Drei q begr;fl'enq l:xgun.n. hmdc nach Zeichnungeu ö von J. Cesari. . . G
Mulinari, Stefano.
— 142) Fünf imitirte Zeichnungen von Cav. Celio: Moses im Lager der Israeliten; die heil. Anlie‚ Venus in Vul- kan’s Schmiede; die Satyrenfamilie; zwei ringende Männer, qu. 8., 4. und kl fol.
Studien aus dem Kindermurde. Ebenso, 4.
Die Emordung eines Senatoren am Tische, einige Leute zu Hülfe, Skizze von L. Spada, qu. fol.
Der Satyr belauscht eine schlafende Nymphe, imitirte Zeich- nung von F. Albani, 4.
Gruppe der Maria, imitirte Zeichnung von Dolmellino,
Emeldhen stehend, nach demselben, 4.
Eine allegorische Darstellung nach einer Skizze Manozzi’s, 4.
Der kleine Johannes ‚mit dem Lummo sitzend; Facsimile nach C. Dandini, 4.
Simson schlägt einen Philister lodt‚ nach A. Sacchi, 4.
— 154) Abel’s Tod und Noah’s Söhne, zwei imitirte Zeich- nungen von A. Sacchi, 4. und qu. fol.
Vier Figuren, von welchen eine auf dem Felsen liegt‚ nach demselben, qu. fol.
Eine heil. Frau, nach Pesaro’s Zeichnung, kl. fol.
Johannes als Knabe, Zeichnung von S. Rasa, fol.
Sitzender männlicher Akt mit einem Gewande auf dem Schoß, nach demselben, gr.
Scipio’s Edelmuth‚ reiche Komposition von G. Pulzani gezeich- net,
Der ehrm- ubetgnht der Hbroduc das Hhupt du Jolmnnu‚ Zeichnung von Eils.\Sırksi gr.
Adam und Eva unter dem Baume der Erkenntnis, nach E. Sadeler, braun gedruckt, 4.
Maria mit dem Kinde auf zwei Sphinxen sitzend, von zwei Engeln verehrt, nach Cav. J. Comasco, qu. fol.
Das Jesuskind im Schoß der Mutter von Heiligen verehrt, Giolio Miruoli inv. et del., qu. fol.
Folgende Blätter sind nach Guercino’s Zeichnungen.
Eine heil. Familie, 4.
Nones, 4.
Ein Härteriger Mannskopf, 4.
Weibliche Figur mit zwei Kindern, ein Mädchen schöpft Was- ser in die Schale, qu. fol.
Die Klugheit und Gerechtigkeit, 4.
Zwei Kinder in Wolken, gr.
Venus nimmt dem Adonis die Schuhe ab, qu. fol.
Joseph und Putiphar’s Weib, qu. fol.
Die Nymphe auf der Jagd, qu. fol.
Mulinari. — Muhodr. William. .
Ein Alter auf dem Schemel, 8,
Ein in einer Landschaft auf dem Bullenbrett sitzender
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