Mulard, F. H. Henri, Historienmaler zu Paris , genoss den Unterricht des berühmten David, und beim Concours von erwarb er den ersten Preis. Anfangs malte er nur Bildnisse, im Jahre 1808 trat er aber auch mit einem historischen Bilde hervor, welches ihn vortheilhaft bekannt machte. Es stellt Napoleon vor, wie er dem Militärchef von Alexandria für die Tapferkeit, womit er diese Stadt beschützte, seine Waffen zurückgibt. Dieses Gemälde gibt Landon, Salop 1808 p. 1400, im Umrisse, und beurteilt es auch ausführlich. Er sagt, Mulard offenbare darin ein durch das Studium der Natur gründlich genährtes Talent, es habe seine Figuren kräftig charakterisiert, mit kräftiger Färbung gemalt, und in der Gesamtwirkung nicht verfehlt, und besonders treffliche Figuren finde man auf der linken Seite unter den Ein- wohnern von Alexandria, die man einem niederländischen Mei- ster zuschreiben könnte. In Costume und Zeichnung fand Landon eine Unvollkommenheit. An dieses Werk reihen sich einige andere von größerem Umfange. Im Jahre 1810 malte er Napoleon, wie er im Hauptquartier den persischen Gesandten Mirza empfängt. Dieses Bild, so wie das obige, wurden für das kaiserliche Haus ausgeführt. Dann kommen etliche Staffeleibilder, und ein etwas grösseres Bild für die Regierung, welches Franz I. in der Schlacht vor Marignan vorstellt. In einer Kirche der Stadt Hennebon ist von ihm ein zwölf Fuß hohes Exemplar-Bild.
Mulard wurde Historienmaler der Manufaktur der Gobelins, und noch 1853 bekleidete er die Stelle eines Inspektors der Zeichnungs- anstalt daselbst.
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