Moyaert, Claas; auch Mödjaert, Zeichner, Maler und Radierer , blühte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Amsterdam, und Basan will wissen, dass er selbst in jener Stadt geboren worden sei. Gewiss ist, dass Moyaert dort gearbeitet habe, doch gegen 1650. Dieser Künstler malte Bildnisse, Landschaften mit biblischer Staffage, Szenen des klassischen Altertums der Griechen und Römer , Bambocciaden, Tierstücke u. s. w. Im königl. Museum zu Berlin ist von ihm Ulysses, der aus dem Gebüsch sich emporhebt, und die Nausikaa und ihre Dienerinnen überrascht. Es zeigt sich in diesem Bilde, dass Moyaert der Rembrandt’schen Richtung angehöre, das Werk ist aber nach Kugler (Besch. d. Gallerie S. 233) gemein und ohne tiefere Laune gemalt. In andern Werken scheint sich Claas den Elzheimer zum Muster genommen zu haben. R. Weigel führt in seinen Kunstkatalogen eine Bisterzeichnung in Elzheimer’s Manier, welche den toten Abel in einer Landschaft von seiner Fami- lie betrauert vorstellt. Nach seinen Zeichnungen stach P. Nolpe neun historisch-allegorische Compositionen aus dem Leben der Maria von Medici für das Werk: Meditea hospes s. Descriptio publicae gratu- lationis, qua Ser. et Aug. Reginam Mariam de Medicis excepit Sena- tus Populusque Amstelodamensisi Autore C. Barlaco. Amstelodam, 1638. (Inkomst des lebendigliste Koniginne Maria de Medici) Amsterdam by Johan en Cornelis fol. Die übrigen Stiche sind von Martens de Jonghe, S. de Vlieger, P. v. Avondt; Nolpe’s Stiche sind auch mit dem Titel vereinigt: Bly- s Blaev CLIDIIJCXXXIX. Mit französischem Text ist es betitelt: Les honneurs rendus a Marie de Medicis à Amsterdam 1638. Auch Mathan stach nach ihm.
Dann wird Moyaert auch als Meister von N. Berghem, J. van der Does, S. d. Koningk und J. B. Weeninx genannt, die ihn aber alle weit übertrafen.
Man hat von ihm mehrere Drucke, die teilweise mit dem Grabstich übergeben sind.
Abraham im Beginn den Sohn zu opfern, nach der Ankündigung des Engels dabei.
Dieselbe Scene. Abraham hält einen Widder, den er zum Dankopfer bringen will.
Tobias verlässt das ältere Haus.
Tobias findet den Fisch.
Die Rückkehr des Tobias.
Diese Blätter gehören zu einer Folge, von welcher in der Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid obige 6 sich befanden. Nro 1 ist auch im Rügal’schen Cataloge erwähnt.
Die Folge ist indessen in 6 Blättern nicht complet; denn Frenzel (Sammlung der Kupferstiche des Grafen Sternberg-Manderscheid II, Nro. 6) sagt, dass diese Blätter Nr. 2, 3, 7 und 9 numerirt sind. Vielleicht gehören auch die vier folgenden Blätter aus der Geschichte Lot’s zu dieser Folge, was der Grösse nach sehr wohl sein kann.
Lot ladet die Engel zu sich ein. Er ist auf dem Kamm vor ihnen unter einer Arkade.
Lot wäscht ihnen die Füsse, bevor sie zur Tafel gehen.
Lot und seine Familie von den Engeln aus Sodom geführt.
Lot und seine Töchter. Eine sitzt ihm zur Seite; die andere hält ein Gefäß mit Früchten. F. M. sc.
Grüsse dieser Blätter: H. 4 Z. 7 L., Br. 7 Z. 4 L.
Dann weiss Frenzel von einer Folge von 6 Blättern, die die Geschichte des Joseph vorstellen, und von einem Cl. Cornelius Moyaert herrühren sollen. Das ist wohl unser Claas Moyaert, so wie der Claude Moyard des Basan:
Merkur und Argus in einer Landschaft bei der Viehherde, im Hintergrunde rechts Ruinen eines Tempels. Cl. Moyaert fec. verkehrt geschrieben. H. 3 Z. 5 I., Br. 7 Z. 1.
Landschaft mit einem Weiler, links steht eine hohe Burgmauer und drei Kühe, von welchen eine von einem Weibe gemalt wird. Ohne Zeichen, gr. qu. 8.
Eine Gruppe von Ochsen, Eseln und Schafen, die zusammen in einer Landschaft stehen. Links auf einer Erhöhung sieht man neben Ruinen den Hirten, rechts sind Bäume. L. M. fec. 1658. Unten ist Nr. 2. H. 4 Z., Br. 7 Z.
Dieses schön radirte Blatt muss zu einer Folge gehören, wo es Nro. 2 bildet.
- Der Hirte, welcher eine Herde Schafe, eine Ziege und Kühe hütet. In der Ferne sind Bauern mit einem beladenen Esel, links Berge und Ruinen, rechts Häuser. Cl. L. M. fec. 1638, Nro. 67. H. 3 Z. 5 I., Br. 7 Z. 5 L.
Dieses schöne Blatt gehört ebenfalls zu einer Folge.
- Eine Folge von mehreren Ochsen, Eseln und Schafen, 6 Blätter in Suandem, Mamu, wie Basan angibt.
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