Mostaert, Egid (Gillis), Maler, Zwillingsbruder des Fran: Mostaert, dem er so ähnlich sah, dass der Vater, Maler in Hulst , ein Verwandter des obigen Jan Mostaert, beide durch Mützen von verschiedenen Farben unterscheiden musste. Sie wır- den zu Hulst geboren, und von verschiedenen Meistern unterrich- tet, Gillis von Jan Mandijn, Frans von Herri met de Bles. Sie sind beide gute Künstler gewesen, Frans aber starb zu früh, als dass er seine volle Reife erlangen konnte. Im Jahre 1555 wurden beide Mitglieder der Akademie zu Antwerpen. Franz starb indessen dasselbe Jahr, Egid aber erst 1601 oder 1590 in hohem Alter.
Die Werke dieser Künstler standen in hohem Ansehen. Franz malte Landschaften, die früher andere Künstler malten, bis er endlich selbst Figuren malen lernte. Gillis Mostaert malte histo- rische Darstellungen. In der Galerie zu Wien legt ihm Fiorillo das Portrait des Nürnberger Patriciers Christoph Baumgartner bei. Man liest da auf einem Blatte: Christoforus Baumgartner. flius Sebaldi Aetatis 20 Ao. 1543. Wir wissen nicht, ob auch der Name des Egid Mostaert daraufstehe; jedenfalls konnte das Werk auch von Jan Mostaert sein. Von Franz sind Landschaften in Wien. Die Werke dieser Künstler scheinen indessen selten zu sein. Kupfer- stiche nach denselben finden sich aber, und diese werden rewohnlich unter Egid Mostaert gereiht. Es sind darunter auch Land- schaften, die aber nach Frans Mostaert gefertigt sein könnten.
Jul. Golzius stach 12 Blätter schöner niederländischer Landschaften mit vieler Staffage, in qu. 8.
Hend. Hondius: St. Johannes in der Wüste, und St. Paul, der auf Patmos die Schlange in das Feuer wirft,
P. de Jode: das Bildnis des Königs Philipp des Schönen von Spanien.
Was Joh. und Raphael Sadeler, so wie H. Wierx nach ihm ge- stochen, s. die Artikel derselben Künstler.
Franz Mostaert soll selbst folgendes Blatt radiert haben:
Die heil. Jungfrau auf Wolken von einem Engel gekrönt, nach Aug. Carracci, gr. fol.
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