Moser, Georg Michael, ein vielseitig gebildeter Künstler , wurde 1707 in Schaffhausen geboren. Er erlernte Anfangs das Kupfer- schmiedhandwerk, übte sich aber nebenbei mit großem Erfolg auch im Modelliren, Giessen und Ciseliren. In Genf suchte und lernte er Goldarbeiter kennen, und jetzt beschloss er selbst sich ihrer Kunst zu widmen. Er suchte reinere Modelle anzufertigen, und schon hatte Moser als Goldarbeiter Ruf erlangt, als er nach Lon- don sich begab. Er arbeitete da unermüdet, sowohl für den eng- lischen Hof, als für das Ausland. Besonders beliebt waren seine Uhrgehäuse , die getriebenen und mit Schmelzmalereien verzierten Dosen. Die Schmelzmalerei brachte er zu einem, bis dahin nicht gesehenen Grad. Dann fertigte er auch andere Zierwerke, Zeichnungen und Modelle , lauter hochgeschätzte Werke, an wel- chen auch jetzt die Mode wieder Gefallen findet. An diese Werke reihen sich die Medaillen und Medaillons.
Dann hat Moser auch grosse Verdienste um die Gründung der Akademie, wobei aber der Neid, besonders Hogarth’s, das Gute nicht siegen lassen wollte. Im Jahre 1768 kam endlich die Sache zu Stande; Reynolds wurde zum ersten, und Moser zum zweiten Präsidenten ernannt. Später wies ihm der König auch eine Woh- nung im Somerset House an, und erhob den Künstler mit seiner Tochter in den Adelstand. Im Jahre 1783 starb er.
Seine Tochter Maria war eines der ersten Mitglieder der Aka- demie. Sie malte Blumen , die sie mit bewunderungswürdiger Treue dargestellt haben soll. Mehrere ihrer Bilder erhielt die Königin, und in Windsor zierte sie derselben einige Zimmer auf das ge- schmackvollste aus. Sie starb nach 1789.
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