Morone, Francesco; Maler von Verona

Morone, Francesco; Maler von Verona , der Sohn und Schüler des Obigen, aber vorzüglicher als jener. Er schloss mit G. dai Libri Freundschaft, und beide arbeiteten zuweilen nach denselben Grundsätzen in Eintracht zusammen. Vasari sagt von ihm, er habe seinen Bildern Anmut, Zeichnung, Einheit, schönes und glühendes Colorit, wie Einer, verliehen. Von Werken des Künstlers sagen Vasari und Lanzi fast nichts, es gibt aber deren noch mehrere. Francesco starb 1520 im 55. Jahre.

In St. Maria in Organo zu Verona ist ein Altarbild von ihm, Maria von zwei musicirenden Engeln und von zwei Bischöfen umgeben, von Zauconm im Umriss gestochen.

Moroni, Gio. Batista. ... 507

In der selben Kirche sieht man in den Lunetten 78 von ihm gemalte Bild- nisse von Mönchen, die täuschend aus dem „azurnen Grunde her- vortreten, und unglaublich überraschen. In S. Anastasia zu Ve- rona ist die Ausgiessung des heiligen Geistes sehr schön von Mo- roni gemalt, so wie eine Madonna auf dem Throne mit S. Augustin, Thomas von Aquin und den Donatoren, ein Bild, „welches wir anderwärts Francesco Maronec beigeschrieben fanden, so dass wir es im Artikel dieses Künstlers näher gewürdigt haben. Wir müssen daher auf selben verweisen. In der Capelle dei Torri zu Verona sieht man einen Christus am Kreuze von ihm. Das Bild der wunderbollen Vermehrung des Brodes, welches Pozzo als in S. Bernardo daselbst befindlich erwähnt, scheint nicht mehr vorhan- den zu sein, da neuere Schriftsteller desselben nicht erwähnen. In der preußischen Gallerie ist ein männliches und ein weibli- ches Bildnis von Morone. „

Im Auslande sind die Werke dieses Künstlers selten. Die königl. Pinakothek in München besitzt keines, auch in Dresden ist kei- nes; die Gallerie des k. Museums zu Berlin bewahrt aber deren drei, aus welcher Kugler (Beschreibung der Gallerie S. 50) den Künstler beurtheilt, wie folgt. Der Einfluss des Gio. Bellini er- streckte sich weit durch das obere Italien. In einzelnen Fällen kam derselbe wiederum in Konflikt mit der durch Andrea Mondo ausgebildeten Richtung, und brachte solcher Gestalt wieder- um eigenthümlich beachtenswerthe Erfolge hervor. Dahin gehö- ren nach Kugler die Leistungen mehrerer Veroneser der Zeit, namentlich die des Francesco Morone, von denen das Museum in Berlin seltene Beispiele besitzt. Das eine von diesen, eine Madonna mit dem Kinde (mit dem Namen des Künstlers), zeichnet sich bei etwas strenger Behandlung, doch durch eine schlichte in- nerliche Würde, Ruhe und Milde aus. Ein großes Altargemälde (ebenfalls mit dem Namen), stellt die Madonna auf dem Throne und zwei Heilige dar, und es hat dieselben Vorzüge, ist jedoch vielleicht noch etwas dumpfer in der Farbe und im Einzelnen der Gewandung (nicht zum Vortheil des Bildes) noch sehr an die Zeichnung der paduanischen Schule. Das dritte Gemälde, ein Altarbild ähnlicher Komposition, ist freier und frischer, un- gleich mehr der Weise des Bellini verwandt. „

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