Morin, Jean

Morin, Jean , Maler und Kupferstecher , wurde zu Anfang des 17. Jahrhunderts zu Paris geboren, und diejenigen, welche ihn 1612 das Licht der Welt erblicken lassen, nehmen diese Jahrzahl nur geradehin an. Ph. de Campagne war sein Meister in der Malerei, giorin verliess aber diese bald zu Gunsten der Radierstift. Als Maler war Morin überhaupt nicht von Bedeutung, als Kupfer- stecher machte er aber Epoche. Im Bildnisse und im Historischen ahmte er den Van Dyck nach, und dabei war er der erste, wel- cher die Fleischpartien punktierte, und selbst in den Gewändern und Gründen dieses Verfahren anwendete. Man staunte diese Blät- ter an, stellte sie aber doch nicht als Muster der Vollkommenheit auf. In der Landschaft ahmte Morin den M. de la Plattemontagne nach, und daher nennen ihn Einige Schüler desselben. Um 1666 starb der Künstler.

Robert-Dumesnil, Peintre graveur français II. 30 ff. verzeichnet 4108 Blätter von diesem Künstler, der sich in denselben als Mann von Talent und Geschmack offenbarte. Heinecke erwähnt noch: 1) St. Augustin sitzend; 2) das Titelblatt zu den Psaumes de David 1610; 3) das Bildnis Voiture’s; 4) jenes der Anna von Österreich, welches Robert-Dumesnil nicht fand, so wie 5) den meditierenden Eremiten, der mit Nr. 8 bei Dumesnil derselbe sein könnte. Huber und Rost nennen das Bildnis von Cons. de Netz, welcher mit dem Nr. 70 genannten Bischof von Orleans Eine Person ist. Der Adamar Talaur der erwähnten Schriftsteller ist Omer Talon Nr. 74. Den von Huber und Roust erwähnten Kopf des heil. Vincenz in St. Germain-l’Auxerrois konnte Robert-Dumesnil auch nicht fin- den. Das von Lelong in der Bibliothèque historique de France angezeigte Bildnis Franz I., ist von M. Plattemontagne. Es hat nur die Adresse Morin’s, so wie jenes der Maria de Medicis, weshalb Robert-Dumesnil es zu den zweifelhaften Blättern setzt. Bönard im Cabinet Paignon-Dijonval legt ihm irrig das Bildnis

des Bauerndoctors Ch. Ozanne bei, da dieser erst um 1600 geboren wurde. Die meisten seiner Blätter sind: Morin scul., bezeichnet, und dann haben sie das königliche Privilegium.

  1. Das Titelblatt der L’office de l’église et de la vierge „ en latin et en français etc. Paris 1605. Chez la Veuve I. Camusat ete. Ohne Zeichen. H. 4 Z. 4—5 L., Bere. 2 Z. 1 Zl.—22.7 L. Die folgenden 6 Blätter gehören zu diesem Buche.

Morin, Jean.

  1. Der Prophet Nathan vor David auf dem Throne.

  2. Die Verkündigung des Engels an Maria. Gloria in excelsis Deo.

  3. Die Geburt Christi oder die Anbetung der Hirten. Gloria in excelsis Deo.

  4. Die Magdalena am Fuße des Kreuzes, an welches Christus geschlafen ist.

  5. Die Auferstehung.

  6. Die Sendung des heiligen Geistes.

  7. Ein Cenobit mit der Feder in der Hand in Mitte des Blattes sitzend, betrachtet das Zeichen der Erlösung. Les pensées de solitaire etc. H. 4 Z. 6 L., mit 5 L. Rand, Br. 2 Z. 4 L.

  8. Christus am Kreuze verschieden. Jesus Christ estant Riche etc. Morin excudit Cum Privil. Re. H. 11 Z. 8 L., Br. 72. 2 L.

  9. Dieselbe Darstellung. Morin scul. Cum Privil. Re. — Inclinato capite etc. H. 5 Z., Br. 8 Z. 0 L.

  10. St. Juliana am Altare. Confiteor tibi pater etc. Ohne Namen. H. 16 Z., Br. 11 Z. 7 L.

  11. Das Opfer Abraham’s. Abraham ne touchez point à votre fils. In architektonischer Einfassung, ohne Namen. H. 6 Z. 6 L., Br. 8 Z. 2 L.

  12. Die Flucht in Ägypten, in architektonischer Einfassung, links Maria auf dem Esel, das Kind in den Armen etc. Ohne Zeichen. H. 6 Z. 6 L., Br. 8 Z. 6 L.

  13. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, das eine Rose hält. Dilectus meus mihi etc., nach Rafael. H. 12 Z. 7 L., Br. 8 Z. 3 L.? Schönes Blatt.

  14. Die heil. Jungfrau, welche das auf Stroh liegende Jesuskind anbetet. Paruulus natus est nobis. Titien pin. H. 15 Z. 4 L., mit 9 L. Rand, Br. 11 Z. 7 L.

Dieses in guten Abdrücken seltene Blatt, ist sehr schön.

Füssly IN. 16. sagt, der Künstler habe hier Alles geleistet, was in wahrer Darstellung der Carnation und der Wirkung des Helldunkels je von einem Stecher zu verlangen sei.

  1. Christus mit der Dornenkrone an der Säule. Corpus meum etc., nach Corcon (Giorgione). H. 16 Z. 9 L., Br. 12 Z. 6 L.

  2. Die heil. Jungfrau betrachtet mit Schmerz den Leichnam Christi im Grabe. Totus figatur nobis etc., nach H. Caracci. H. 11 Z. 8 L., Br. 33 Z. Sehr schön.

  3. Die Anbetung der Hirten, Gloria in excelsis Deo. Et in terra etc., nach Ph. Champaigne. H. 17 Z. 3 L., Br. 10 Z. 6 L.

  4. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde in den Armen, Halbfigur. Dilectus meus inter Vbera etc., nach demselben. H. 11 Z. 6 L., Br. 9 Z. 1 L.

  5. Ecce homo, nach P. de Champaigne. H. 36 Z. 9 L., Br. 12 Z. 8 L. Im ersten Druck vor Morin’s Namen, im zweiten mit demselben.

  6. Jesus Christus am Kreuze, im Grunde Jerusalem, im Rande 22 Verse in drei Reihen. Grand Dieu etc. Nemo Tol- lit..., nach Ph. de Champaigne. In drei Blättern. H. 40 Z. 6 L., mit 3 Z. 8 L. Rand, Br. 25 Z. 1 L.

  7. Dieselbe Darstellung von der Gegenseite. Morin excudit Cum Privil. Re. H. 7 Z. 5 L., Br. 6 Z. 10 L.

  8. Das heil. Antlitz mit der Dornenkrone. Non est species etc., nach Ph. de Champaigne. H. 15 Z. 11 L., Br. 11 Z. 9 L. Im ersten Drucke ist der Rand nicht gefärbt, was im zweiten stattfand.

Morin, Jean. — 43 Dieselbe Darstellung. Non est species..... H. 5 Z. 7 L., 3 Z. 0 L.

Die Büste des Heilandes, das Haupt mit einer Aureole um- geben. Hic est etc., nach Ph. de Champaigne. H. 15 Z. 10 L.? Br. 11 Z. 6 L.?

Die heilige Jungfrau im Schmerze. Halbfigur mit über ein- ander gelegten Händen, nach Champaigne. H. 17 Z. 5 L., Br. 12 Z. 7 L.?

St. Peter. Halbfigur mit den Schlüsseln, wie er mit der Rechten segnet. S. Petrus, nach Ph. von Champaigne. H. 15 Z. 10 L., Br. 14 Z. 7 L.?

St. Paul, halbe Figur. S. Paulus, nach Champaigne. In glei- cher Grösse.

Im zweiten Drucke, mit veringerter Schrift zur Linken, wurde ein Stück mit dem Wappen eingesetzt.?

Die Himmelfahrt Mariä, Plafondbild des Ph. de Champaigne, in runder Einfassung. H. 12 Z. 10 L., Br. 12 Z. 9 L.

Der heil. Bernhard, S. Bernardus Doctor Ecclesiae dei etc. H. 3 Z. 9 L., Br. 1 Z. 11 L.

St. Hieronymus in der Grotte schreibt am Tische. S. Sante Heronime, Nach Ph. von Champaigne. H. 9 Z. 11 L., Br. 8 Z. 1 L.?

Im ersten Drucke vor aller Schrift.

Im zweiten mit dem Namen des Heiligen und mit Mau- perchö’s Adresse,

Im Dritten mit Mariette’s Adresse.

Der kleine St. Bernhard. Er sitzt links am Tische mit der Feder in der Hand. Oben auf derselben Seite beleuchtet der heil. Geist ein grosses Buch von zwei Engeln getragen. S. Bernardus, nach Champaigne. H. 8 Z. 0 L., Br. 6 Z. 2 L.

Der grosse St. Bernhard. Er sitzt links am Tische, die Fe- der in der Hand und durch einen Strahl von oben beleuch- tet. S. Bernardus Doctor Ecclesiae...., nach Champaigne. H. 16 Z. 3 L., Br. 11 Z. 9 L.?

St. Hieronymus in der Grotte mit einem grossen offenen Buche, auf den Schall einer Trompete horchend. L. de La Hyre In et pinx. H. 12 Z. 5 L., Br. 8 Z. 11 L.

Der Chor einer Kirche mit einem Altare zwischen vier Säu- len, auf welchen man Engel mit Marterwerkzeugen sieht. Nach eigener Composition, ohne Zeichen. H. 8 Z. 3 L.?

Cartouche des Almanaches von 1650, Am Fronton der Är- cade steht:

Toy qui de ce magot Vois la Ruse soudaine

Qui des griffes etc. ete,, nach eigener Erfindung.

H. 13 Z. 1 L.?, Br. 11 Z. 5 L.?

Gruppe von zwei Engeln in der Luft schwebend, und rechts nach oben blickend, nach Ph. de Champaigne. H. 8 Z. 3 L., Br. 6 Z. 3 L.

Eine ähnliche Gruppe zweier Engeln in der Luft, der eine en face gerade ausblickend, nach Champaigne, und in glei- cher Grösse.

Ein Todtenkopf auf einem Tische, zwischen der Uhr und dem Blumenglase. Quid terra eciuisque, nach Champaigne. H. 11 Z. 11 L., Br. 11 Z. 8 L. Schön radirtes Blatt,

  1. Dieselbe Königin im Trauerkleide, mit derselben Inschrift, wie das obige Blatt. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 8 L.

  2. Robert Arnauld-d’Andilly, Conter du Roy etc., nach Champaigne. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 8 L.

  3. Grido Bentivoglio, S. R. E. Cardinalis, nach A. van Dyck. H. 10 Z. 9 L., Br. 8 Z. 8 L. Schönes Blatt.

  4. Pierre Berthier, Gouverneur de Montauban, Sohn des Parlaments-Präsidenten in Toulouse, nach Champaigne. H. 11 Z. 4 L., Br. 8 Z. 8 L.

Im ersten Drucke vor der Schrift,

  1. S. Carolus, Cardinalis Borromaeus, Archiepiscopus Mediolanensis. Natus 1538. Obiit 1584, nach Champaigne. H. 10 Z. 10 L., Br. 8 Z. 9 L.

  2. Derselbe Heilige im Profil, ohne Inschrift, nach Champaigne. H. 11 Z. 4 L., Br. 8 Z. 0 L.

Im ersten Drucke vor der Schrift,

  1. Armand de Bourbon-Conti, als Abbe mit dem Kreuze auf der Brust. Juste p. Morin f. H. 13 Z. 2 L., Br. 9 Z. 2 L.

Im ersten Drucke vor den Künstlernamen.

  1. Théophile Brachet, Sr. de la Milletière, Conter du Roy en ses Conseils d’état et privés, nach Champaigne. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 9 L.

  2. Jean Pierre Camus, Illustrissimo Ecclesiae Principi, Joanni Petro Camus, Episcopo de Belley, nach Champaigne. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 8 L.

  3. Gilbertus de Choiseul, Consiliaris regis in eivs. Consiliis et episcopus Comingensis, nach Champaigne. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 10 L.

Im zweiten Drucke ist die Schrift ausgekratzt.

  1. N. Chrystin, Sohn des spanischen Gesandten beim Friedensschluss von Vervins, nach A. van Dyck. H. 10 Z. 10 L., Br. 8 Z. 8 L.

Huber und Rost, so wie der Catalog Rigal, nennen ihn Charles de Mallery. Regnault de Lalande im Catalog Silvestre und Robert Dumesnil nennen ihn Chrystin.

  1. Hierosme Francque, Peintre du Roy. Francque (Franck) Pin. Morin scul.

Im ersten Drucke vor der Schrift mit spitzigen Winkeln. Später wurden die Ecken abgerundet.

  1. François Potier, Marquis de Gesvres, et Marechal de Camp, nach Champaigne. H. 10 Z. 9 L., Br. 8 Z. 8 L.

  2. Joan Pavl. de Gondy, Arch. Corint. Coad. Parisiensis etc., nach Champaigne. H. 10 Z. 10 L., Br. 8 Z. 8 L.

  3. Honorine de Grimberghe, Comtesse de Bossu, von Morin gezeichnet in dreiviertel Ansicht. H. 10 Z. 10 L., Br. 8 Z. 7 L.

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Morin,.: Jeasi. / * 4495

_ $6) Derselbe Dame, fast en face, in ältern Jahren, von A. van ck gemält, ohne Inschrift. In gleicher ‚Grösse. { zweiten Drucke‘ ist der Name des Malers ausgekratzt.

  1. Henry de Lorame. Duc de Guise. Pair de. France etc., nach J. Citermans. H. 10 Z. 10 L., Br. 8 2.8 E ,
  2. Henri de Lorrame. Comte d’Harcourt. Grand. Escvycr. de. France, nach Champaigne: H. 11 Z., Br. 8 B. 1014 ..
  3. Henry second Roy de France, nach Janet, H. 11 Z. 4 La Br. 7
  4. Henri I [l? Roy de France et Navarre, nach Ferdinand. H. . 21 2.6L., Br. 7 Z. 11°L.
  5. Corn. Janssenivs. Epmc. Iprönsis. et. in. Acad. Lovan. theol. ‚„‚Doct. ete. J. Morin. scalı cum priu. Reg, H. ı11 Z., Br. „ 82.7L. ” _ Im ersten Drucke mit Morin’s Adresse, 1m‚_zwenter mit jener von Basset.
  6. Marguente Lemon, ?ehehte des A. van Dyck, und von dne£em gemalt, ohne Inschrift, H. 10 Z. 10 L., Br. 8 Z. 8 ; Im erıten Drucke vor den Künstlernamen. .
  7. Louis XIe Roy de France, in octogoner Ejinfassung, mit Morin’s alleinigem Namen. 1.'11 Z. 4 L., Br 7 % 11 L Im ersten Drucke vor der Schrift.

” 64) Lovis.. X1Il. Par, La. Grace. de. Dieu. tres.

chrestien. Roy. de. France. et. de. Navarre etc., nach, Champaigne. . H. 40:Z. 11-L., Br. 8 Z. 7 L. *

© 65) Mre. Rene. de. Longrveil. Chler. Seignevr. de.

Maisons et. President.. A. Mortier etc.,' ‘nach Cham- ‘paighe. H. 10 Z. 11 L, ‚Bo. 8 Z. 10 L.

„ 66) Mre, Michel., de. Marillac.. Coner, dr. Boy en.

son. conseil. detat. et. garde. des. scfavx. de. France, näch Champaigne. H. 11 Z., Br. 8,Z. 9 L, 67) Pierre. Mavgis. Sr. Desgranges. Coner. et. maistre.

D’ hsetel. dv. Boy‚ nach Champaigne. H. 10 Z. 8 L., » Bl‘. 8 z. M Lo 68) Eminentissimvs. Jvhvs. Card1nalns. Mazarinis. etc., nach Champaigne. H. 10 Z. 11'L., Br. 8 Z. 9 L. Im zweiten Drucke fehlt obige Inschrift und der Name des Stechers, ‘

  1. Jacqves. le. Mercier. premier. Architecte. des. bastiments. dv. Roy. et. de. Ja. Royne, regente,

‚.. nach Chämpaigne, H. 14 Z., Br. 0 Z. Schönes Blätt.

. ‚zo). Nicolays. ‚de. Netz. Consiliarivs. Regisi In. eivs.

consilüs. et. episcopvs.: Avreljanensis, nach Cham-

F:gne. AM..40 Z. 10.L-.; Br.'8 Z. 7'D. Schöhnes Blatt. lnlnppe5. aecond. roy. des. Espagnes. et. des.

Indes » nach Tities; H. 10°Z, 11°L., Br. 8 Z. 9 L.

_ Zı)

Dieselbe Person, Oval in Einfassung, ein vorzügliches Blatt

Morin, Jean.

  1. Eminentissimus Armandus Joannes du Plessis. Cardinalis Richelieu etc., nach Champaigne. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 8 L. Schönes Bildnis.

  2. François de Sales, Évêque et prince de Genève, H.M. 11 Z. 5 L., Br. 7 Z. 8 L.

  3. Audonarus Talonius (Omer Talon) in supremo Senatu Adun- catus Catholicus, Christianissimo Regi a Secretioribus Con- sihis., H. 11 Z. 0 L., Br. 8 Z. 7 L.

  4. Gregurius Tarisse, Superior General. Congr. S. Mauri, nach F. Donstan. H. 11 Z. 7 L., Br. 7 Z. 10 L. Schönes Blatt.

  5. Mme. Michel le Théminier, Coner. du Roy. en. Ses. Conis, secret. des. Commandemens de Samate, nach Champaigne. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 8 L.

  6. Messire Augustin de Thov. President au parle- ment M.D.XL.I. H. 11 Z. 2 L., Br. 8 Z. 9 L. Schö- nes Blatt.

  7. Messire Christophle de Thoy premier president M. D.LXXXII. H. 11 Z. 3 L., Br. 8 Z. 10 L.

  8. Jacobus Augustus Thvanus, in Suprema regni curia praeses M. DC. XVII., nach Ferdinand. H. 11 Z. 3 L., Br. 8 Z. 10 L. Schönes Blatt.

  9. Jacques Tyrboervf. Coner, dr. Roy. en. ses. Conis. intend. de. ses. fin. et. president en. sa. Chamb. des. comptes, nach Champaigne. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 7 L.

  10. Charles de Valois. Duc. d’Angoulême. pair. de. France. comte. d’Avrigny, nach Champaigne. H.

  11. Jean du Verger de Havranne. Abbé de St. Cirano etc., Octogon, nach Champaigne. H. 12 Z. 11 L., Br. 8 Z. 4 L.

Im ersten Drucke vor der Marmorirung in der Einfas- sung.

  1. Effigies Rdi. Patris D. Joannis du Véger d’Avran- ne abbatis S. Cyrani etc., nach Champaigne. H. 11 Z., Br. 8 Z. 10 L. aber von größter Seltenheit. H. 8 Z. 3 L., Br. 6 Z. 6 L.

  2. Amador Jean Baptista de Vignerod Abbé de Richelieu, nach Champaigne. H. 10 Z. 7 L., Br. 7 Z. 3 L.

Der erste Druck dieses schönen Blattes ist ohne Schrift, im zweiten mit derselben, —

  1. F. de Villemontee, Cher Seigneur de Montaigvik lon, et Villenavxe etc., nach Champaigne. H. 10 Z. 4 L., Br. 8 Z. 7 L. Schönes Blatt.

  2. Nicolas de Neufville. Marquis de Villeroy. Ma- reschal de France, nach Champaigne. H. 11 Z. 2 L. Br. 5 Z. 8 L. Schönes Blatt.

  3. Antonius Vitrucius, Regis et Cleri Gallicani Typographus, nach Champaigne, H. 11 Z. 7 L., Br. 7 Z. 11 L. Ein vorzügliches Blatt. Bei Weigel 2 Thlr.

  4. Eine Folge von sechs Landschaften in runder Form.

Illuminagione et Exc. Cum Privilegio Reg. Durchmesser 5 Z. 2

Im ersten Drucke mit obiger Inschrift

Im zweiten mit der vollen viereckigen Einfassungslinie, aber die Schrift und die Numern fehlen.

Im dritten wieder mit der Schrift und mit den Numern. Diese Abdrücke sind retouchirt.

a) Der Galanteriekrämer am Wege sitzend, neben ihm steht ein Mann, und rechts sind Fischer.

b) Die Umfangsmauer eines Parkes, mit einem Eingange und einer kleinen Wohnung. Das Weib mit dem Kinde reitet auf dem Esel, und ein Wanderer kommt nach.

c) Der Rüster links im Gesträuche, im Vorgrunde Menschen und Vieh.

d) Die Ruinen im Hintergrunde von Gebüsch verdeckt; Eine Arkade bemerkt man besonders, und ein Weib mit dem Kinde auf dem Boden in Mitte des Blattes.

e) Der Mann zu Pferde auf der Strasse neben zwei prassen Bäumen.

f) Der Bauer mit dem Hunde am Baumstamme; rechts im Grunde das Dorf.

  1. = 08) Eine Folge von vier Landschaften, nach $. Fouquier,

a) Der Bauer und die Bäuerin, mit der Butte auf dem Rücken, gehen in einer bergigen Landschaft nach einem breiten Flusse zu. Links erhebt sich ein Baum mit groteskem Erscheinungsweise:

b) Der mit zwei Pferden bespannte Wagen, auf welchem drei Personen sitzen, die der Fuhrmann aus einem dichten Walde führt.

c) Der Reiter links des Blattes, vor welchem ein Mann mit dem Stocke einhergeht. Rechts auf Felsen wachsen Bäume.

d) Die zwei Hütten am Walde. Auf dem rechts vor dem Grunde her kommenden Wege geht ein Mann mit seinem Weibe, und ein zweiter ist zu Pferd. Unter dem grossen Baume sitzt der Landkrämer.

  1. == 162) Ausichten von Ruinen in Italien. Folge von vier Blättern. H. 5 Z. 2—3 L., Br. 7 Z. 7—9 L.

a) Der Ochsenhirte bei der Herde, im Grunde Ruinen, worunter man eine grosse Arkade bemerkt, nach C. von Poejenburg:

b) Die Fontäne der Nymphe Egeria (Aqua Cafarella). „Am Tische, welchen Carl V. setzen liess, nehmen zwei Weiber Erfrischungen ein“, nach demselben.

c) Die Alte am Wege sitzend, und von den zwei Hirten bei ihrem Vieh geht einer längs den Ruinen im Grunde.

d) Die Ruinen einer Wasserleitung, an welcher man vier

Bogen unterscheidet. In der Nähe weiden Ziegen, nach C. Lorrain.

  1. — 106) Eine Folge von vier Landschaften. H. 8 Z., Br. 11 Z. 7 L.

a) Die Entenjagd in einer schönen, rechts und links bewal- deten Landschaft, mit einem geräumigen Wasserplatze „ links vorn, nach Fauquiere.

b) Der Ochsentreiber mit zwei Ochsen an der Tränke, die von einem grossen Baume beschattet ist, nach demselben.

c) Die Bäuerin mit ihrem Kinde auf dem Wege in einer schö- nen Landschaft, der Hund hintendrein. Auf dem Wege zur Linken führt eine Landkarte.

d) Eine monumentale Fontaine mit einem Basrelief, welches ein Opfer vorstellt, erstere im ruinösen Stande. Ein Weib wäscht, und von den beiden Männern hält einer das Pferd am Zaume. Im Grunde sind andere Ruinen, nach Poe- Jenburg’s Gemälde, im Museum zu Paris, welches man dort dem Breemberg zuschreibt. Auf der Radierung steht: Cor- neille Pin.

  1. — 108) Folge von zwei Blättern, nach J. Fouquiere, H. 11 Z. 9 L., Br. 15 Z. 10 — 11 L.

a) Die vier Schnitter, welche rechts im Schatten der Baum- ruppe ihr Mahl einnehmen, Links im Grunde ist die eiche.

b) Der Zug von Landleuten. Fünf Männer sind beladen, und einer sitzt, mit dem Korbe vor sich, auf dem Esel. Links vor dem Walde ist ein grosses Bauernhaus, und rechts am Teiche erheben sich zwei grosse Bäume.

Zweifelhafte Blätter.

  1. Die Decoration eines Altares: von corinthischer Ordnung. Das Altargemälde zeigt das Lamm Gottes auf dem Kreuze liegend: agnus Dei etc. Ohne-Zeichen. H. 6 Z. 8 L. In der Manier gleicht dieses Blatt Nr. 34.

  2. Eine Almanach’s-Verzierung im ionischen Style. Auf dem Vorhange steht: Almanach de 1050. In der Mitte unten: Herman Weyen Excudit Cum Privilegio Regis. Im Geschmacke des obigen Blattes. H. 6 Z. 10 L., Br. 10 Z. 4 L.

  3. Das Trauermonument des Johann Baptist Morin, Dr. der Medicin und Professor der Mathematik, durch Guillaume Tronson in der Pfarrkirche St. Etienne-du-Mont zu Paris errichtet. Ohne Namen. H. 5 Z. 2 L., Br. 4 Z. 5 L.

  4. Das Bildnis der Maria von Medicis, Octogon. Pourbus. Morin excudit. Cum Privilegio. H. 14 Z. 5 L., Br.

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