Monti, Gaetano

Monti, Gaetano, Bildhauer, genossen den ersten Unterricht auf der
Akademie in Mailand, und machte da solche Fortschritte, dass er
in kurzer Zeit, im Jahre 1806 den grossen Preis gewann, der ihm
die Mittel verschaffte, in Rom seine Studien vollenden zu können.
Er studirte da mit Eifer die Überreste des klassischen Alterthums,
und fing auch bald an, in eigenen Werken seine Kräfte zu ver-
suchen. In späterer Zeit kehrte er nach Mailand zurück, und da
nun gründete er den Ruf eines der vorzüglichsten Bildhauers sei-
nes Vaterlandes. Er wurde Mitglied der k. k. Akademie daselbst
und auch Professor seiner Kunst. Monti lebt unsers Wissens noch
gegenwärtig. Man darf ihn nicht mit Monti von Ravenna ver-
wechseln.

Die Werke dieses Künstlers sind zahlreich. Sie bestehen in Por-
traiten, unter welchen besonders jene in Wachs als ausgezeichnet
gerühmt werden; dann fertigte er auch Statuen und Basreliefs, lau-
ter Werke, die sich durch Reinheit der Form und durch meister-
hafte Behandlung auszeichnen. Nicht minder trefflich ist er in
Darstellung von Thieren; so heisst es im Kunstblatte von 1830,
dass seinem Stier in Marmor, welcher daselbst auf der Kunstaus-
stellung in Mailand zu sehen war, nur eine grössere Proportion
fehle, um einst seinen Platz in einem Museum zu finden. Dann
weihte er seinen Meissel auch dem Andenken grosser Männer.
Sein Werk ist das Monument des Dichters Parini, von welchem
er 1836 das Modell vollendete.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_AY_rAAAAMAAJ/