Montferrand, N.

Montferrand, N., ein französ. Architekt , der in Petersburg an der St. Isaakskirche seinen Namen verewigte. Die alte Kirche gründete schon 1710 Peter der Grosse, Katharina liess sie aus Marmor größer bauen, Kaiser Paul brachte viele Jahre mit Änderungen zu, und so war die Kirche bei der Thronbesteigung Alexanders noch nicht vollendet. Dieser Kaiser genehmigte den Plan für ihren Aufbau, und diesen fertigte Montferrand. Die Kirche ist in Form eines Kreuzes, 334 Fuß lang, 288 Fuß breit, und in der Mitte erhebt sich die Kuppel, deren äußerer Durch- messer, von einem offenen ionischen Peristyl umgeben, 105 Fuß misst. Das Innere ist mit 188 Säulen und Pfeilern korinthischer Ordnung geziert, Basen und Kapitelle von Bronze und vergoldet. Malerei, Plastik und Vergoldung boten Alles auf zur reichen Aus- schmückung. Ein großer Teil der alten Kirche, wo die Prothesis und die Heiligentafeln bereits an ihrer Stelle waren, verschonte die Pietät des Kaisers. Ganz neu sind die staunenerregenden Portiken dieses prächtigen Gebäudes. Jede derselben hat acht Säulen

An der Fronte und drei zur Seite, mit Kapitellen und Basen von verguldeter Bronze. Die aus Einem Stücke gearbeiteten Granit- säulen sind 50 F. hoch, sie haben an der Basis 5 F. 10 L., und am Astragal 5 F. 2 L. Durchmesser. Der neue Plan der Kirche ist das Werk eines Mannes von grossem Unternehmungsgeiste und von ausserordentlicher Geschicklichkeit im Zeichnen. Eine Be- schreibung und Abbildung s.: Plans, profils, vues perspectives et details de Pont de Bateaux de St. Isaac exécuté sur la grande Neva à St. Petersbourg en 1820 d’après les projets de S. E. le Lieut. Gen. Augustin de Betancaurt, fol. Das höchst scharfsinnig con- struirte Gerüst beim Bau der Kirche war ebenfalls von diesem In- genieur — Lieutenant Betancaurt. Eine Abbildung von dieser Kirche ist auch in Dr. Granville’s St. Petersburgh, a Journal of Travels etc. London 1828, und eine lithographirte Nachbildung im Kunst- blattte 4830 Nr. 05.

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