Montagnana, Jacobus, Maler von Padua , aus der Schule des Gio.
Bellini, ein Künstler, der nach Vasari um lebte. Seinen Na-
men (Jacobus Montagnana) findet man auf einem Gemälde im Ves-
covado zu Padua, wo er die Auferstehung Christi, die Brust-
bilder der Apostel, mit schönen monochromen Darstellungen aus
Ihrem Leben; und Bildnisse der Bischöfe malte. Lanzi korrigiert den Vasari und Ridolfi, die, wie er sagt, Montagna statt Montagnana schrieben. Allein Ridolfi schreibt, Maravighe dell’ arte 1; 73, deutlich Jacob Montagnana, und so bleibt vielleicht der einzige Zweifel noch übrig, ob nicht Vasari von einem Jakob Montagna oberflächliche Kenntnis gehabt habe. Lanzi erwähnt auch eines figurenreichen Bildes, welches Montagnana als Santo gemalt hat, und wo sich der Stil mehr als einer zum modernen hinneigen soll, und, wiewohl er in den saftigen Tinten etwas von dem Vene- zianer hat, so ist doch auch zugleich wieder in der Zeichnung eine gewisse grössere Bestimmtheit und Schlankheit, nach Art der Pa- uaner. So argumentiert Lanzi, und dann fügt er bei, dass der Künstler sich in dem ausgezeichneten Bilde im Rathsaale zu Bellino, wo Montagnana römische Begebenheiten vorstellte, offenbar diese Schulweise angeeignet habe. Es ist dieses ein weitläufiges Werk, welches man auf den ersten Blick dem Mantegna zuschreiben möchte, und dass es wirklich von Montagnana sei, bringt Lanzi im alten Epigramm bei, welches darunter gesetzt wurde, heißt HAA « ” Snr n Ü, e’ 'J_‘CObU’ + we] . 7 ! anau 6I Eg Möntagnana nobile-pindit opus. 0501 e Von diesem Epigramm sagt zwar der neuere italienische Lexiko- graph nichts, er behauptet aber, diese ganz schönen Geschichten gehören zu den Hauptwerken des Pompeo Amalteo, so wie auch wir dieselben im Artikel des Amalteo aufgezählt haben. Ticozzi wundert sich, dass Lanzi diesen Irrthum habe begehen können, und hängt noch ein paar lange Sätze von überflüssigen Bemerkungen an. Lanzi wurde sicher durch das von Lazara abgeschriebene Epi- gramm irregeführt.
Dieser Montagnana ist wahrscheinlich eine Person mit dem Form- schneider Jacobus, der in der äusserst seltenen Anatomie von Joh. de Kethan und Mundini von 1495 vorkommt, und deren wir im Artikel des Benedetto Montagna erwähnt haben, weil dieser Meister oder Andrea Mantegna die Zeichnungen dazu geliefert haben könnte.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_AY_rAAAAMAAJ/