Mont, François du, Bildhauer, dessen wir unter Dumont, wo mehrere Künstler dieses Namens aufgezählt sind, erwähnten; allein dieser Bildhauer, so wie die folgenden Künstler, schrieben sich häufig du Mont. Er wurde zu Paris geboren, und sein Vater, ein uns unbekannter Künstler, da es keiner unserer du Mont sein kann, ertheilte ihm den ersten Unterricht. Er machte bedeutende Fort- schritte, erhielt mehrere akademische Preise, zuletzt auch den großen, um in Rom seine Studien fortsetzen zu können; allein die Heirath mit Noel Coypel’s schöner Tochter hielt ihn von der Reise ab. Den- noch wurde er 1712 im 23. Jahre zum Mitglied der Akademie er- nannt, und sein Aufnahmsstück, der den Himmel stürmende Riese Urites, erklärte man als ein Werk von schönem Style, und von tüchtiger Behandlung. Zu seinen ersten öffentlichen Arbeiten galt man ein großes Bild über dem Portal des Hôtels Clermont in der Varennes-Strasse, und die Basreliefs im Schlosse des Herzogs d’Antin zu Petit-Bourg. Dann folgten die vier colossalen Statuen in den Nischen der Seitenportale von St. Sulpice: St. Peter, dem ein Kind die Schlüssel trägt, St. Paul, St. Johann und Joseph. Diese Werke gefielen dem älteren von Lothringen so wohl, dass er ihn nach Nancy berief, wo sich indessen nur weniges von ihm
Mont, Gabriel Martin du. — Mont. 405
findet. Andere Werke fertigte er für die Kirche St. Jean de Grève und für St. Sulpice, und in der Dominicaner-Kirche zu Lille ist das Grabmal des Prinzen von Soubise. Bei der Arbeit des Monu- ments des Herzogs von Melun verunglückte er und starb 1726 im 39. Jahre. Er galt für einen berühmten Künstler, ohne Italien ge- sehen zu haben, und wirklich, viele seiner Landsleute waren in Rom und wurden nicht besser. Die altfranzösische Manier blieb ihnen alle. D’Argensville rühmt ihn als Künstler und Mensch,
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