Monsignori, Francesco

Monsignori, Francesco, Maler von Verona , wurde geboren, und Mantegna war sein Meister, der sich des Schülers rühmen durfte. Doch muss man ihn nicht in Verona, sondern in Mantua kennen lernen, wo er sich vom Marchese Francesco mit seinem Vertrauen beehrt und reichlich belohnt, niederliess. Lanzi sagt, dass Francesco zwar nicht die schönen Formen und die reine Zeichnung des Meisters erreicht habe, dass bei ihm aber die Umrisse voller, die Gewandung minder gewöhnlich, und alles weicher und fleißiger behandelt sei. Er nähert sich dem neuen Geschmacke mehr, als Mantegna. Im Bilanisse hatte er zu seiner Zeit wenig Gleiche, wie die Porträts von Potentaten und berühmten Leuten beweisen, die er zu Gonzaga und Mirmitolo malte, wofür ihm Francesco nicht nur ein Jahrgeld aussetzte, sondern auch ein Rittergut schenkte.

Im Refectorium der Franziscaner zu Mantua ist ein Bild der heil. Jungfrau in Mitte der Apostel mit Bauwerken, die zugleich auch einen für jene Zeit trefflichen Fernmaler beurkunden. Das Werk ist aufgemalt, hat aber zu Lanzi’s Zeit immer noch gute Wirkung. Eines seiner schönsten Werke ist ein heil. Bernhard mit St. Ludwig an der Kanzel daselbst. In S. Nazario zu Verona sieht man den heil. Augustin, der einen Knaben segnet, und anderwärts sieht man kleine Sockeln mit Figürchen, die Miniatur scheinen. Als Thiermaler nennt ihn Lanzi den Zeuxis seiner Zeit, so dass er einen lebendigen Hund mit einem gemalten täuschte.

Maffei (Verona illust. III. 156.) erwähnt eines schönen Bildnisses im Museum Capellini zu Venedig, mit der Unterschrift: Franciscus Bonsignorius Veronensis pinxit 1486, so dass man also annehmen kann, der Künstler habe sich Bonsignori geschrieben. Anderwärts fanden wir angegeben, dass in S. Bernardino zu Venedig von ihm ein Bild von 1437 sei, was der Jahrzahl nach nicht richtig ist. Im

Jahre 1510 starb der Künstler, und der Markgraf ließ seinen Leich- nam nach Mantua in die Franziskanerkirche bringen.

W. Hollar stach nach ihm 1645 die Büste eines jungen Mädchens in einfachem Haarputze, dann die Büste einer jungen Frau in leichtem Schleier mit schwarzem Perlhalsband, zwei laeine— Blätter.

Den heil. Augustin in S. Nazario zu Verona hat Zancon im Um- riss gestochen.

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