Monce, Remond Ferdinand de la, Zeichner und Architekt , geboren zu München , gestorben zu Lyon 1733. Den ersten Unterricht ertheilte ihm sein Vater, der obige Künstler, und dann begab er sich nach Paris , wo er für Buchhändler mehrere Zeich- nungen lieferte, ohne das Studium der Architektur zu vergessen, dem er sich später in Rom noch mehr hingab. Er fertigte in Rom mehrere architektonische Zeichnungen, seinen Wirkungskreis zog Monce aber erst in Lyon, wo er sich nach seiner Rückkehr aus Italien niederließ. Es baute daselbst das ehedem gerühmte Portal von St. Juste, den Eingang des grossen Hospitals mit seinen Flü- geln und der prächtigen Vorhalle, so wie die Facade, dem Vor- latze gegenüber, und den Rhône-Quai von der Capelle St. Esprit bis zur Port de l’Tibre. Die nach seinem Plane erbaute Carthause galt für eine der schönsten Kirchen Lyon’s. Die nach seiner Zeich- nung errichtete Canzel der Dreieinigkeitskirche hielt man für ein Meisterstück sinnreicher Kühnheit. Dies sind vielleicht alle seine architektonischen Werke, denn er gab Krankheitshalber die Architektur bald auf, und befasste sich nur mehr mit Zeichnungen für den Stich. Es gibt deren viele, mit der Feder und in Bister ausgeführt. Blätter nach seinen Zeichnungen sind in der Lyoner Ausgabe der Übersetzung von Pope’s Werken, und in den Essais sur l’histoire des Sciences, des belles Lettres et des Arts. Lyon chez les frères Duplain. Nach seiner und Girard’s Zeichnung wurden Vues des palais et jardins du Roy gestochen; F. Blondel stach nach ihm die Decoration de choeur de la D. à Paris; A. Herisset: den grossen Altar in eben dieser Kirche; J. C. Gutwein: die vier Jah- reszeiten, als Plafondstücke; J. Scotin: Plan géométral et décora- tion de la nouvelle église des Invalides; B. Audran: mathematische Tafeln; J. Mariette: der Engel, der dem Ezechiel die Maasse des Tempels erklärt; Galimard: vier religiöse Allegorien in Einfassun- gen etc.
Monchino, s. A. M. dal Sola.
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