Monachi, Georg Peham. — Monaco

Monachi, Georg Peham. — Monaco , Pietro.

Aorentinischer Weise colorirt, mit stellenweisem Venediger Bei- schmack. Das Beste seiner Bilder ist die Grablegung Christi in der Capitelsacristei des Doms in Ferrara . Viele andere grenzen an das Mittelmässige, gefallen aber doch durch ihre Kühnheit und Ganzheit, die immer einen weitumfassenden Geist beurkundet. Selbst die Farbe, wenn er darauf Bedacht nahm, kann der Menge einfallen, da sie, wenn nicht sehr wahr, mindestens hinlänglich ebendig ist. Manche Arbeiten von ihm sind von so schlechtem Geschmacke, dass sein Zögling Jacopo Bambini sich statt seiner schämte, und sie aus Erbarmen aufmalte. Baruffaldi wunderte sich, wie der Meister so viel wusste, und doch seine Ehre so wenig lieb hatte; Lanzi sagt aber, man begreife Alles, wenn man be- denkt, dass er von Natur zur Narrheit und Wahnwitz geneigt war, in welchen er endlich verfiel, und worin er einen Höflin des Cardinals Aldobrandino umbrachte. Er wurde dieses Mordes wegen verbannt. Einige meinten aber, er habe ihn keineswegs aus Wahnsinn begangen, sondern aus Hass gegen die Regierung, weil er sich zuerst in der Umgegend verbarg; er suchte dann am modenesischen Hof eine Freistatt, und zuletzt an jenem in Parma , wo er in seinem besseren Geschmacke gearbeitet haben soll.

Orlandi, der seine grossen Gemälde der Bekehrung und der Marter Pauli im Presbyterium der Kirche des Heiligen zu Ferrara lobt, nennt ihn Dom. Mora. Baruffaldi las aber auf seinem Grab- steine D. Mona. Orlandi lässt ihn um 1570 blühen, Lanzi dehnt aber die Zeit bis 1580 aus, da Mona spät zu malen anfing, und 1602 im 52. Jahre starb. Guarienti lässt ihn 1508 sterben.

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