Molyn, Peter de

Molyn, Peter de, Maler und Sohn des Obigen, veränderte in Italien
seinen Familiennamen in Mulier oder de Mulieribus, wurde
aber gewöhnlich Cavaliere Tempesta genannt. Einige lassen
ihn oder zu Harlem geboren werden, andere aber geben
1643 als Geburtsjahr an. Er war ein Mann von grossem Talente,
voll Leben und Phantasie, sein Leben soll aber nicht von Schuld
frei sein. Man sagte, dass er seine Gattin, oder Maitresse, habe
ermorden lassen, die abweichende Angabe der Umstände macht
aber die Sache etwas zweifelhaft. In Genua , wohin er über Venedig
und Mailand kam, wurde er desswegen zwar verhaftet, aber seine Frei-
lassung ist wieder ein Beweis, dass die Schuld nicht begründet
werden konnte. Seiner Kunst wegen wurde er indessen stets ge-
schätzt, und der Kraft und Wahrheit wegen, die er seinen Werken
verschaffte, bewundert. Es sind dies Marinen und Meeresstürme.
weshalb er in der Bent Tempesta (Sturm) genannt wurde,
Auch Landschaften und Tiere malte er mit grosser Vollkommen-
heit, so wie Schlachtstücke. Zum Ritter machte ihn der Herzog
von Bracciano , aber der Tod zog ihm 1704 die Sporen aus. Sein
in der Florentinischen Gallerie befindliches Bildniss hat P. A. Pazzi
gestochen. Das ehedem in der Sammlung des Grafen Algarotti be-
findliche Gemälde, welches den Ausgang Noah’s aus der Arche
vorstellt, ist in P. Scataglia’s Verlag gestochen worden, und
das Gegenstück, den Einzug in die Arche, hat P. Monaco gestochen,
G. Leonardis stach eine Landschaft mit einem Flusse, über dessen

Brücke Menschen und Thiere ziehen. Ein zweites von Leonardis $gs;\oc__he_x:}cs Blatt stellt eine Landschaft mit Hirten dar, die ihr ieh weiden.

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