Molling, Dominicus, ein geschätzter Bildhauer, wurde 1601 zu Wengen in Tirol geboren. Als der Sohn eines Bauern lernte er die Anfangsgründe der Kunst von seinem Anverwandten Johann Molling, einem Bildhauer, und hierauf begab er sich auf Reisen. Er lebte lange zu Riva und bei dem Bildhauer Benedetti zu Mori; in späteren Jahren kehrte er aber in seinen Geburtsort zurück, und arbeitete da besonders für die Kirche, bis er 1761 starb.
Molling arbeitete in Holz, Elfenbein und Stein. In der Curat- kirche zu Wengen ist von seiner Hand eine vorzüglich schöne Mutter Gottes, eine heil. Katharina, ein heil. Sylvester, St. Johann von Nepomuck, mehrere Engel und die Kanzel mit den vier Evan- gelisten in herrlichen Basreliefs. Bei Privaten der Gegend sind von ihm mehrere sehr gute kleinere Stücke, und auch das Ferdi- nandeum zu Innsbruck besitzt deren einige.
Er war auch Maler. Man schreibt ihm das schöne Freskogemälde an den äussern Widumsmauern (Pfarrhof) zu Wengen zu.
Dom. Molling bildete auch einen Anverwandten zum Bildhauer, Namens Joh. Matthias Molling, der sich in Rom niederliess, und mit Hinterlassung eines Sohnes und einer Tochter gestorben ist. S. Beiträge zur Geschichte, Statistik etc. von Tirol und Vorarlberg 1831. VI. 75. Anmerk.
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