Moll, Balthasar Ferdinand

Moll, Balthasar Ferdinand, Bildhauer, wurde 1717 in Innsbruck geboren, und von R. Donner in Wien zum Künstler gebildet. Er machte sich als Graveur einen Namen, und dann erwarb er sich ebenfalls das Lob eines großen Bildhauers. Von ihm sind die Statuen auf der Triumphpforte zu Innsbruck, die 1775 zum Andenken der im Jahre 1765 vollzogenen Vermählung des Erzherzogs Peter Leopold, nachherigen Kaisers, errichtet wurde. Dieses Werk diente zugleich auch als Trauermonument Franz I., alles nach der Erfindung des Frhr. v. Spergs. Dann sind auch die Statuen des heil. Franz von Assisi und der heil. Clara am Hochaltar der Kreuzkirche zu Innsbruck, das Brustbild des Kaisers Franz I. aus Marmor im Thiergarten zu Schönbrunn, und die Ehrensäule des Fürsten Wenzel von Lichtenstein im Zeughause zu Wien , von ihm. In der Ambraser Sammlung ist eine Erztafel, welche die Köpfe der kaiserlichen Familie darstellt. Seine Reiterstatue Franz I. aus weichem Metall stand ehedem im Paradiesgärtchen, später wurde sie aber im Kaisergarten aufgestellt. Dann wurde nach seiner Erfindung ein silbernes Antipendium ausgeführt, welches Maria Theresia nach Maria-Zell in Steyermark opferte. Es stellt die Bildnisse der ganzen k. k. Familie von Franz I. und Maria Theresia dar. Anton Moll hat es gestochen, ein Blatt in gr. qu. fol. Auch von der Triumphpforte sind zwei Kupferstiche vorhanden, welche beide Seiten vorstellen. Man liest im Rande: L. B. de Sp. inv. B. Moll. fec. — C. Schütz et J. E. Mansfeld sculp.

Moll war von 1751 bis 1754 Lehrer der Bildhauerkunst an der Akademie in Wien. Sein Todesjahr ist unbekannt.

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