Molin, Pedro; s. Pedrero, ein spanischer Maler aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, erwähnt, ohne seinen Familien Namen angeben zu können, der sich als Stumme versteckte.
C. Bermudez nennt ein Bild des sel. Simon de Ruxas, mit der Unterschrift: Pedro el Mudo faciebat aet. 35. &
Mücke, neinich Carl Anton, Historienmaler, wurde 1806 in
Köln geboren, wo sein Vater, der Professor Mücke, ihm den
ersten Unterricht im Zeichnen gab. Später wurde er Schüler des
dortigen Malers König, eines sehr grundlichen Mannes, dessen
Unterricht zu jener Zeit auch Lessing genoss. Anfangs zog ihn
seine Neigung besonders zur Tiermalerei , zu welchem Behufe
Mücke emsig Menagerien aufsuchte, selbst wilde Tiere hielt, und
so war sein erstes Gemälde ein Tierstück, Füchse vorstellend, die
sich mit Schlangen herumzanken. Damals bekam er auch mehrere
Aufträge, Tierzeichnungen für naturhistorische Werke zu liefern,
verlor aber, trotz aller Aufmunterung von Anderen, bald die Lust
dazu, und zeichnete von nun an mehrere Portraits und nach der
Antike. Im Herbst des Jahres 1824 ging er nach Berlin, um die
Akademie zu besuchen, und im Februar des folgenden Jahres hatte
er das Glück, Schadow’s Schüler zu werden, welchen er seitdem
nicht mehr verlassen hat. In Berlin malte Mücke unter Leitung
dieses berühmten Meisters Odysseus und Leukouthea im Seesturme,
und zu Ende desselben Jahres begleitete er den Meister nach Düs-
seldorf, wo Schadow das Direktprätorat der Akademie übernahm, da
Cofnelius Kurz zuvor zu großartigen Unternehmungen nach Mün-
chen berufen wurde. Im Jahre 1827 malte Mücke den Narciss an
der Quelle, und dann bekam er vom Grafen Spee den Auftrag,
im Schlosse Heltorf bei Düsseldorf ein Fresco bild zu malen. Der
edle Graf liess hier in einem Saale das Leben des Kaisers Friedrich
Barbarossa vorstellen, und so ergriff Mücke mit Freuden die Ge-
legenheit, die Frescomalerei in ihrem eigenthümlichen Wesen ken-
nen zu lernen, was den Düsseldorfer Künstlern bisher nicht in dem
Grade zu Theil wurde, wie den Münchnern. Dem Grafen Spee
schuldete er das Glück, ein bedeutendes Privatmaß zu sein,
der in Ausführung bringen liess, und er hat auf
diese Weise gegenseitig auf die norddeutsche Kunst gewirkt. Zu
Heltorf malte Mücke zuerst die Demütigung Heinrich des Löwen
vor dem erwähnten Kaiser zu Erfurt. In den das Bild umgeben-
den Apotheosen stellte er die Volkssagen des Kaisers Friedrich und
Heinrich des Löwen dar, so wie sich denn die Volkssage und Mythe
um die wahre Geschichte in bunten Bildern dreht. Hierauf
folgten zwei Ölbilder aus dem Leben der heil. Genovefa, und Egin-
helm und Emma. Unter dem erstern stellte der Künstler seinen
Vater dar. Von 1832–33 malte er das zweite Frescobild in Heltorf,
die Werfung der Länder, in welcher Mücke neuerdings
sein bedeutendes Talent für die Frescomalerei beurkundete, sowie
seine Tüchtigkeit zu ausgezeichneter historischer Composition.
In der von v. Raczynski Prachtwerk, Gesch. der neugriechischen
Kunst, 1, 132, ist dieses Werk nach Verdienst gewürdigt. Im
Jahre 1855 begab sich der Künstler über München nach Italien
und Sieien, und in Rom malte er das Bild der Bathiseba, im Be-
sitze des Kaufmanns Funk zu Berlin. Nach seiner Rückkehr malte
er 1835 zu Düsseldorf in der St. Andreaskirche ein großes Fresco-
bild, welches symbolisch das Christenthum vorstellt. Diese Dar-
stellung führte er im Kleinen auch in Öll. Ein späteres
rühmliches Bild, welches er 1830 für den Conner in Berlin
malte, stellt die heil. Märtyrin Emma von Kassel dar.
Dieses Werk, bei einer Ausstellung in Berlin
gezeigt, erfreute sich grosser Anerkennung. Die Heilige ist in
der reinsten, entzückendsten Form dargestellt.
sten: Tudesseligkeit. Wahrhaft heilige Charaktere sind die viert En-
elsköpfe ; so bestimmt, so entsprechend, heißt es in den Berliner
Nachrichten 1836 S. 266, sind bisher die Engel niemals behändelt
worden. Dem Referenten scheint hier eine bedeutende neue Richtung
im Aufkeimen zu sein, deren Folgen unberechenbar sein können.
Mücke musste dieses Bild mehrmals wiederholen, für den Grossfür-
sten Thronfolger von Russland, für die Prinzessin Biron in Preu-
ßland, für den Bildhauer Rietschel in Dresden. In jener Zeit malte
er auch mehrere kleinere Bilder, welche deutsche Sagen vorstellen,
z. B. die Verfolgung der Lurley durch den Pfalzgrafen, im Be-
sitze des Kaufmanns John zu Frankfurt a. M., und für Schwenger
in Aachen Friedrichs Barbarossa letztes Zusammentreffen mit seiner
vormaligen Braut Gela, ein Bild, welches er 1837 auch in Liebens-
grössse ausführte. In dem neuerbauten Hause des Directors Scha-
dow malte er ein kleines Frescobild. Nebenbei entstanden auch
viele ausgeführte Handzeichnungen, theils zum Prachtexemplar des
Oratoriums „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, theils für
M. v. Cotte. Für den Erzieher des Thronfolgers von Russland, den
Staatsrath von Schukoffsky zeichnete er mehrere Darstellungen aus
dem Leben Wladimir des Grossen. Hierauf malte Mücke das Oel-
bild, welches den heiligen Ambrosius darstellt, der den Kaiser
Theodosius zu Mailand vor der Kirchenthür zurückweist, im Besitze
der Gräfin Dohna-Denhof zu Königsberg. Jetzt begann Mücke
die Arbeiten zu Heltorf wieder. Das nächste jener größartigen Bil-
der in Fresco stellt die Krönung des Friedrich Barbarossa in Rom
1830 vollendet. In diesem Jahre fertigte er auch die Cartons
zu zwei andern grossen Gemälden desselben Saales, die Gesandt-
schaften von England und Byzanz an denselben Kaiser vorstellend.
Zwei einzelne Figuren an den Pfeilern stellen den heiligen Bern-
hard und den Geschichtschreiber Bischof Otto von Freysing dar. Der
Schluss der Arbeiten für den Grafen von Spee zu Heltorf sind zwei
Entwürfe, welche die ganze Familie des Grafen vorstellen; und die
ebenfalls in Fresco ausgeführt werden. Die eine Abtheilung stellt
den Grafen mit den Söhnen, die andere die Gräfin mit den Töchtern
vor. Von den Gemälden in Oekel, welche 1839 in Arbeit kamen,
nennen wir ein großes Bild, welches die Almosen spendende
heilige Elisabeth vorstellt, aus Auftrag des Consuls Wagner in Ber-
lin gemalt. In neuester Zeit wurde ihm der glänzende Auftrag zu
Theil, den Rathsaal in Aachen mit einem Frescobild zu zieren.
Dort soll nämlich das Leben Carl’s des Grossen von mehreren Künst-
lern in Bildern in Fresco dargestellt werden.
Unter den Bildnissen sind jene des berühmten Körwaldsen von
1853, und der beiden Prinzen Alexander und Georg von Preussen
vor allen zu nennen, und diese sind mit den eben aufgezählten
Gemälden bis jetzt ähnlicher die Hauptwerke des Künstlers. Was
die Fresken anbelangt, bemerken wir, dass über dieselben in öf-
fentlichen Blättern viel Unrichtiges gemeldet wurde, Sie wurden
hier und da als Arbeiten von Lessing genannt. Mücke bezeichnet
in seinen Werken ein Eminentes Talent zum Historienmaler. Er
besitzt einen feinen Sinn für Form und Farbe, wovon er uns die
erstere in voller Schönheit und in reinster Ebenmasse Aufschließt,
die andere im aller Pracht der frohlichen Farbe. Dann
erfreut auch die verständige Charakteristik und der liebevolle, Fleiss
der Behandlung, welcher sich auch auf die Beiwerke erstreckt.
Auch H. Püttmann (Die Düsseldorfer Schule und ihre Leistungen
seit der Errichtung des Kunstvereins im Jahre 1829, S. 60.) lässt
dem Künstler Rechnung ab, und er gibt sein Urtheil als sicher,
n Püttmann sagt, Mücke teile die technische Gewandheit, klare und schöne Färbung und durchdachte Composition mit den ersten Mei- stern der erwähnten Schule, und besitze außerdem ein bedeutendes Talent für Frescomalerei, in welcher er mehr Beschäftigung fand, als die meisten seiner Mitkünstler. Nach Püttmann’s Ansicht huldigt Mücke gleich Stielke, wie die meisten jungen Künstler in Düsseldorf, in der Wahl seiner Darstellungen: einer eklectischen Manier, die ihn oft zu Missgriffen verleiten soll, und die richtige Bezeichnung für diesen Styl glaubt Püttmann gefunden zu haben, wenn er ihn unbestimmt romantisch nennt u. s. w. Eginhard und Emma ist unserm Schriftsteller ein zu bekannter und was schlimmer ist, ein unmalerischer Gegenstand. Doch gesteht er, er habe stets mit Vergnügen an die lebvolle Handlung der stark- schenklichen Raisertuchter gedacht, aber eine bildliche Dar- stellung benehme alle Illusion von zarter Liebe, und könne nur lä- cherlich oder gar widerlich seyn. Gegen Mücke’s Pfalzgräfin Genovefa mit Schmerzensreich im Kerker hat Püttmann zwar hinsicht- lich des Sujets nichts einzuwenden, aber dieses scheint ihm ganz vorbraucht (?) und deshalb wirkungslos. Die Mutter kniet in Verzweiflung auf dem Boden vor dem lieblichen Kinde, das die Aermchen nach ihr emporrichtet. Püttmann sagt von dem Bilde, dass sich zwar das Motiv durch geschickvolle Anordnung empfehle, und es verdiene den Vorzug vor dem Steinbrück’schen Bilde, aber die schöne Behandlung und glänzende Farbengebung harmoniren nicht mit dem Motive. Weniger Gerechtigkeit lässt der erwähnte Schrift- steller dem Gemälde mit Barbarossa und Gela angedeihen, allein es ist ja eine bekannte Sache, dass selbst dem besten Künstler nicht jedes Bild gleich gut gelingt. Münzberger lithographirte 1839 ein eines seiner großartigeren Werke. AA
Mücke hat auch in Kupfer radirt, Proben dieser Kunst finden sich in R. Reinick’s Liedern eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde etc. Düsseldorf 1853. AA
Mügge, J., Maler zu Berlin, ein jetzt lebender Künstler, ist Stu- benmaler, malt aber auch Blumen und Früchte in Gel- und Was- serfarben. Man sieht deren von 1828 an auf den Kunstausstellungen selbst. ; ; K
Mügge, Philipp, Maler zu Berlin, wurde um 1770 geboren: Er war schon um 1794 ausübender Künstler, denn im Verzeichnisse der Berliner Kunstausstellung des bezeichneten Jahres sah man von ihm Darstellungen aus der römischen und griechischen Geschichte in Öl gemalt. Er malte später auch Szenen aus der Brandenburgischen Geschichte und religiöse Bilder. Im Jahre 1820 war dieser Künstler noch thätig. K
Mühl, Reinhold, Maler und Goldschmied, wurde 1684 zu Ditmar- sen geboren, und in Nürnberg übte er seine Kunst. Er starb auch daselbst 1634. HE L K W
Man findet ein Bildniss von diesem Künstler, so wie von einem Goldschmiede Joh. Reinhold Mühl, der 1631 daselbst starb. '
Mühlen, Bildhauer zu Ulm, ein Künstler, dessen wir auch im Arti- kel des Math. Böblinger erwähnt haben. Er fertigte 1516 fünf stei- nerne Bilder zu dem von letztern gestifteten Gelberg beim Mühl- stätter Ulm. Am Bilde des Heilandes steht sein Name, s. Böblinger.
Mühlenhoff, Christoph Heinrich, — Müller, Achatz. 541
Mühlenhoff, Christoph Heinrich, Mödelleur und Töpfermeister in Potsdam, ein geschickter Künstler, der seit einigen Jahren öffentliche Ausstellung in Berlin verschiedene ausdrucksvolle Bildwerke in gebrannter Erde brachte, Statuen, Gruppen von Menschen und Thieren, Büsten etc.
Mühlenhoff ist akademischer Künstler.
Müller, von den, s. Meulen,
Müller, Heinrich, mittelmäßiger Maler, der um 1780 in Wien lebte, eine akademische Stelle bekleidete. Er war Zeichnungsfreher,
Müller, Johann Carl, genannt Müllet, Landschaftsmaler,
wurde zu Gessenay im Canton Bern geboren, kam schon in seiner Jugend nach Italien und beschäftigte sich mit Ausdrucksgewalt, er ohne Hilfe und Leiter sich zu eigen gemacht, und auf die höchste Stufe der Vollendung geführt hatte. Rom und Neapel mit ihren grossartigen und reizenden Umgebungen fügten seine Zeichnungen mit einer Menge von Studien, die ihm den Stoff zu seinen Aquarellbildern lieferten, welche schon damals eifrig gesucht würden. Müllner verlebte mehrere Jahre zu Serravezza in den Gebirgen an der Grenze des Herzogthums Massa-Carrara bei seinem Freunde dem Cav. Angiolini, und begab sich nach dessen Tod nach Florenz, wo erst sein Talent dem Verdienste bekannt und geschätzt wurde.
In seinen Landschaften, welche fast ohne Ausnahme italienische Gegenden darstellen, überragt ebenso wohl die Perspektive als die Art der Ausführung. Die grösste Leichtigkeit ist hier mit dem sorgfältigsten Studium des Einzelnen verbunden; wohin neben dem allgemeinen Effekt die tiefste Naturwahrheit erzielt ist. Alles lebt in diesen Bildern, die Charakteristik der Bäume und der Gebirge ist vollkommen, und die Gruppen von Menschen und Thieren, mit Kenntnis und Geschick behandelt, erzielen eine schöne Wirkung des Ganzen. Noch in seinem vorgerückten Alter verband er sich mit einem talentvollen jungen Kupferstecher, dem Fournier aus Ajaccio, der eine besondere Leichtigkeit und Gewandtheit mit der Radierhobel erworben hatte, um eine malerische Reise durch Toscana herauszugeben, aber leider kam dieses Unternehmen nicht zu Stande, indem den Künstler auf dem Wege von Pianoro nach Pitigliano 1832 der Tod überraschte.
Vorzügliche Aquarellbilder von seiner Hand besitzen: die Gräfin Survilliers und ihre Tochter, die Prinzessin Charlotte Bonaparte, sowie H. Altoviti, der Marquis Capponi zu Florenz, seine Schülerin Angiolini zu Serravezza, der Arzt Mori zu Massa, Chev.-Eggnard zu Genf u. a. Vgl. Kunstblatt 1832. Nr. 92.
Müller, Hans, geschickter Siegelpräger, der um 1506 in Nürnberg lebte. Es gibt ein Bildnis von ihm.
Müller, Achatz, s. den folgenden Artikel.
*) Die Müller folgen hier nach der alphabetischen Ordnung ihrer ersten Tätigkeit. Zu mehreren Artikeln entnehmen wir die Angaben über Ort und Jahr der Geburt den Fremdenbüchern der k. Polizeidirektion in München, doch war es uns nicht immer möglich, die Lebensgeschichte der Künstler genau zu verfolgen, und ob jeder geeigneten Platzes würdig ist, zu urteilen.
Müller, Achilles, Glasmaler zu München; stand um 1609 in Diensten des Herzogs Maximilian, und malte vieles für diesen kunst- liebenden Fürsten. Glasmalereien von diesem Künstler kamen an
den polnischen und an andere Höfe. Für seinen Fürsten malte er einmal eine Victoria, als Zeichen seiner Dankbarkeit; auch die Wappen des Herzogs und der Herzogin malte er bei dieser Gele-
genheit, und überschickte sie dem grossen Maximilian. Dieser Künstler war bisher unbekannt. Lipawski kannte ihn nicht, wenn er nicht mit jenem Achatz Müller, der 1580 zu Augsburg als Glas- maler lebte, eine Person ist. Solchen erwähnt. Eiorillp nach Stetten S. 254. Dass indessen der oben erwähnte Achilles Müller lebte und wirkte, wissen wir aus Urkunden der ehemali- gen Maljerzupft zu München.,. Og igr * 4, 3T
Müller, Adam, Joseph Adam; Müller, Dieterich; wurde indessen häufig nur Adam genannt; auch im Zunftruche ist er so
Müller, August, Maler von Copenhagen, wurde 1802
geboren. Er besuchte um 1834 die Akademie seiner Vaterstadt,
und schon hatte er mehrere Bilder zu den Kunstausstellungen in
Copenhagen geliefert, als er 1830 nach München sich begab, um
daselbst seine Studien fortzusetzen. Müller malt Porträte, Histo-
rien und Genrestücke, auch Landschaften mit Figuren, und Architektur.
Müller, Adolph, Joseph Adolph und Gustav-Adolph; Müller. Müller, Adolph; Graveur, der in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts in Dänemark lebte. Er schnitt Wappen und in Edelsteine, 4 d A
Müller, Andreas, Maler, wurde 1811 zu Cassel geboren, seine erste Bildung zum Künstler erhielt er aber in Darmstadt, unter Leitung seines Vaters, des Galleriedirektors Müller. Im Jahre 1852 besuchte der junge Künstler die Akademie in München, wo er unter Cornelius einige Zeit mit Eifer den Studien oblag, end- lich aber begab er sich zu gleichen Zwecken nach Düsseldorf, und hier genügte. Müller gegenwärtig den Ruf eines der vorzüglichsten Genremalers. Er malt aber auch mit nicht geringerem Glücks histori- sche Darstellungen und Landschaften, und daher werden seine Bilder im Allgemeinen mit grossem Beifall aufgenommen. Viele gingen in den Privatbesitz über, durch die Verloosungen des Kur- hessischen und des Rheinisch-Westphälischen Kunstvereines u. s. w. Vorzügliche Bilder sind: der Knabe vom Berge, nach Uhland’s Dichtung; der lesende Mönch im Klostergarten, im Besitze der Prinzessin Karl von Hessen; dasselbe Bild von grösserer Ausfüh- rung; eine Landschaft mit Fernsicht, die Abendruhe am Kreuze auf Bergeshöhe genannt; der Componist; die heimkehrende Heerde, eine Idylle. Für das Prachtexemplar des Oratoriums Paulus, von F. Mendelsohn-Bartholdi, fertigte er eine schöne Zeichnung, Paulus vorstellend, wie er Ananias die Hände auflegt.
Müller, Thomas, Maler zu Ansbach in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der zu Anfang des 17. Jahrhunderts für die Kirchen jener Stadt mehrere große Tafeln, und besonders sein jüngstes Gericht auf Artushofe daselbst, 1604, gemalt. Man erkannte darin in Zeichnung und Gruppierung ein großes Studium der Werke Rafael’s.
In der St. Nikolauskirche zu Annaberg sind ebenso seine Altarbilder von ihm und Meister Arnoldus von ihm und Meister Arnoldus.
Müller, Balthasar, Maler zu Ansbach in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, zu Ansbach, 1526. In der Annaberg’schen Chronik I, 100 heißt es, dass Müller und Hans von Kalbe, 1522, die Reliefs der Emporkirche von St. Anna in Annaberg gefertigt haben, wobei ihnen für jedes der 100 Felder 1892 Altar- und Bilderrahmen zur Verfügung gestanden.
Dann heißt es, sie „hätten 1524 die Bilder aufs schonste illuminirt und mit Gold überzogen, so weit und ferne nicht anzutreffen gewesen seien.“
Müller, Balthasar, s. Johann, Kupferstecher, Nürnberg.
Müller, Balthasar, ein berühmter Kupferstecher des 15. Jahrhunderts, von denen einige Bildnisse, gestickt, gezeichnet, und sogar mit Gold überzogen wurden.
Müller, Benjamin, Kupferstecher, zu Nürnberg, von ihm erwähnt Jünger folgende Blätter:
- Das Jesuskind in einem Blumenkorbchen sitzend. Darunter liest man: „... OWr u „
Niemann, B. W. C., Kupferstecher zu Nürnberg anfang des 17. Jahrhunderts, dessen Lebensdaten wir nicht erfahren konnten. Weyl erwähnt in seinem Kupferstichkatalog folgende Blätter:
Das Jahr 1602, „Schneeburg“ zu Ansbach, von B. W. C. Müller bezeichnet und 1803 geätzt.
Nürnberg empfängt 15060, von Venedig verstanden. Gegsetze, nach einer füchtigen Zeichnung von einem alten Gemälde auf, dem Rathhauseale zu Venedig, mit einer historischen Erläuterung des Nürnberger Consulenten Colmann.
Dieses Blatt ist mit dem vollen Nürnberg’schen Kupferstich verzeichnet.
Müller, Carl, Kupferstecher zu Prag in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Von ihm erwähnt Jabacz folgende Blätter:
- Das Jesuskind in einem Blumenkorbchen sitzend. Darunter liest man: „... OWr u „
Niemann, B. W. C., Kupferstecher zu Nürnberg anfang des 17. Jahrhunderts, dessen Lebensdaten wir nicht erfahren konnten. Weyl erwähnt in seinem Kupferstichkatalog folgende Blätter:
Das Jahr 1602, „Schneeburg“ zu Ansbach, von B. W. C. Müller bezeichnet und 1803 geätzt.
Nürnberg empfängt 15060, von Venedig verstanden. Gegsetze, nach einer füchtigen Zeichnung von einem alten Gemälde auf, dem Rathhauseale zu Venedig, mit einer historischen Erläuterung des Nürnberger Consulenten Colmann.
Dieses Blatt ist mit dem vollen Nürnberg’schen Kupferstich verzeichnet.
Müller, Carl, Miniaturmaler zu Copenhagen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Müller, Carl, Maler von Danzig, 1727-1748.
so wie sein Bruder Andreas: erhielt auch er von seinem Vater den ersten Unterricht. Ausgerüstet mit allen nöthigen Vorrichtungen, suchte er dann die Akademie der Künste in Düsseldorf auf, wo er 1836 eine bedeutende Anzahl schöner Bilder, sowohl in Öl als in Aquarell, zeichnungen sind oft sehr schön, in Crayonmanier, oder in Aquarell ausgeführt; unter ihnen mehrere krayonirte Bildnisse.
Seine Gemälde sind entweder historischen Inhalts, oder sie gehör- en zur Genremalerei. Seine Darstellung „Heimsuchung Mariä“, welches er 1853 in Lebensgrösse ausführte, wird von Füppmann (die Düsseldorfer Malerschule, etc. S. 152) nur unter den Genrebildern einen Platz eingeräumt, weil zu wenig Handlung demselben zugrunde liegt. Es stellt dieses Bild nach der Ansicht Füppmanns die Begrüssung zweier Frauen dar, in vollster Zuversicht nach dem Jenseits. Aber es ist glücklicherweise ein Werk, das nicht dem Bösen harte Menschen; die Farbe dieses herr- lichen Bildes ist aber matt.
Ein weiteres Werk stellt den auferstandenen Christus in Mitte seiner Gefolge dar, wozu Müller 1837 die Aquarellzeichnung vollendet hatte, und ein späteres als 1837 gemalt, für den Rheinisch-Westphälischen Kunstverein; die Paräbel von Sydikus und der Ernte, Matth. XI 24 bis 30, in drei Bildern durch Arabesken verbunden. Müller lie- fert dazu seine Zeichnungen zu Reinick’s Liedern eines Malers zu Düsseldorf 1858.
Müller, Carl, Maler von Tübingen, wurde 1803 geboren, und da seine Fortschritte bedeutend waren, beschloss sein Vater, der Musikdirektor Müller, seinem Sohne einen weiteren Weg zur Ausbildung zu eröffnen, und er schickte ihn 1823 auf die Akademie der Künste in München. Müller befassen sich da mit Eifer mit der historischen Composition und auch in der späteren Zeit behielt er seine Vorliebe für die strengere Gattung der Malerei. Gegenwärtig ist er Lehrer an einer Anstalt in der Schweiz, befasst sich größtenteils mit der Bildnissmalerei.
Müller, Carl, Maler, wurde 1814 zu Stuttgart geboren, und da er schon in früher Jugend entschiedene Neigung zur bildenden Kunst offenbarte, so liess ihm sein Vater, der Professor Müller, im sorgfältigsten Unterricht erziehen. Im siebenzehnten Jahre bezog er die Akademie der Künste in München, um seiner Ausbildung weiter obzuliegen, und nachdem er einige Jahre in München zugebracht hatte, begab er sich nach Paris. Da war Müller um 1837 einer derjenigen deutschen Künstler, die sich besonders bemerklich machten. In dem bezeichneten Jahre malte er den Abschied Romeo’s und Julien’s nach Shakespeare, die Scene, die zu gleicher Zeit auch ein anderer deutscher Künstler, Friedrich Bouterweck, in Paris gemalt hatte. In Müllers Gemälde ist die Szene weniger graziös behandelt, als bei Bouterweck; jedoch machte unser Künstler andere Verdienste: seine Zeichnung ist rein, seine Farbengebung natürlich, ohne Affektation, und seine Formen sind richtig gewählt.
Müller, Carl, Maler von Danzig, wurde 1797 geboren, und da
Er schon in frühen Jahren Liebe zur Kunst äußerte, schickten ihn seine Angehörigen auf die Akademie in Dresden. Er genoss hier den Unterricht des Professors Matthäi, und bald zählte man ihn zu den ausgezeichnetsten Schülern desselben. Im Jahre 1823 begab sich Müller zur weiteren Ausbildung nach Rom, wo er bis 1825 mit allem Eifer den Studien oblag, endlich aber kehrte er über München in die Heimat zurück. Müller fertigte mehrere Copien nach großen Meisterwerken, und dann malte er auch mehrere schöne Bilder nach eigener Composition. Es sind diese historischen Darstellungen heiligen und profanen Inhalts, Bilder aus dem Gebiete der Romantik und andere Scenen dieser Art. Unsers Wissens lebt der Künstler noch in Danzig.
Müller, C. Kupferstecher zu Frankfurt am Main, ein geschickter, jetzt lebender, noch junger Künstler, war Zögling des Städel’schen Instituts daselbst. Seine Werke sind bereits mit Auszeichnung zu nennen, wie wir nach dem trefflichen Blatte für den Grafen von Raczynski schließen dürfen.
- Die sieben fetten Jahre, nach Ph. Veith’s schönem Carton, im Besitze des Städel’schen Institutes zu Frankfurt a. M., für den Grafen Raczynski Prachtwerk: Geschichte der neueren deutschen Kunst I. Bd. 1836, qu. fol.
Es ist dies das Gegenstück zu C. Barth’s Stich der sieben mageren Jahre nach Overbeck.
- Die junge Witwe, nach H. Rustige, 1836 für den Frank- furter Kunstverein gestochen, gr. fol.
Müller, Carl Franz, Maler und Lithograph, wurde 1780 zu Pa- ris geboren, und daselbst von David in der Kunst unterrichtet. Er malt Historien und Genrestücke, auch Bildnisse in Öl und Miniatur. Dann befasst er sich ebenfalls mit der Restauration be- schädigter Gemälde und mit dem Unterrichte. Müller ist Professor der Zeichenkunst. Von seinen Gemälden nennt Gabet die Unschuld unter dem Schutze der Treue, 1814; ein Kind, welches die blinde Großmutter führt, 1817; Xantippe mit ihrem Hunde, 1824. Li- thographiert hat der Künstler:
Zwei Kinder im Walde verirrt, H. 8 Z., Br. 7 Z'.
Müller, Friedrich, Bildhauer, wurde 1812 zu Berlin ge- boren, und hier war es Professor Wichmann, der seine ersten Studien leitete. Später nahm ihn der berühmte Rauch unter die Zahl seiner Schüler auf, und so hatte Müller bald seinen Ruf ge- gründet, da sich bei ihm gewissenhafter Fleiß mit einem glückli- chen Talente paarte. Müller hatte in Berlin schon eine bedeutende Anzahl schöner Bildwerke ausgeführt, als er 1853 nach München sich begab, um das rege Kunststreben dieser Stadt kennen zu ler- nen. In den Sälen des Kunstvereines sah man Werke von ihm.
Müller fertigte Basreliefs, ähnliche Büsten, Statuen, Gruppen, Medaillons u. s. w. In seinen Bildern offenbart sich ein ausge- bildeter Sinn für wahre Schönheit, und große Sicherheit im Ent- wurfe. Seine Werke gehören in jeder Hinsicht zu den vorzüglichsten der neuern Plastik.
Müller, Carl Friedrich Moriz, Maler, jetzt lebender be- rühmter Künstler, gewöhnlich Moriz Müller genannt. Er wurde 1807 zu Dresden geboren, kam aber später, nach Zittau, Nagler's Künstler-Lex, Bd. IX, 35
Mühller, Carl Friedrich Moritz.
wohin sein Vater als Zeichnungslehrer den Ruf erhielt. Letzterer er- theilte ihm neben den Schulstudien den ersten Unterricht im Zeichnen, bis Müller zur Fortsetzung seiner artistischen Studien nach Dres- den sich begab, von wo aus er 1834 zur weiteren Ausbildung nach München ging. Er besuchte da die Akademie der Künste, und schon früher mit tüchtigen Kenntnissen ausgerüstet, trat er bereits im folgenden Jahre mit einem Bilde hervor, welches allgemeinen Beifall erntete, nämlich eine interessante Scene aus dem Tiroler- kriege von 1800. Ein junges, hübsches Mädchen kniet neben dem schwerverwundeten Vater, und die Büchse kriegerisch umhängt, hat sie die Hände zum Gebet gefaltet. Am Wege steht die Capelle des heil. Johann von Nepomuck, und im Grunde sind noch Ti- roler und Franzosen im Gefechte. Auf dieses Gemälde folgten meh- rere andere, die immer ein eminentes Talent verriethen, besonders in jener eigenthümlichen Weise Schalken’s, der das Licht und dessen Phänomene so vortrefflich malte. Gleich jenem Meister, so weiss auch Müller durch die Beleuchtung nächtlicher Scenen die frappanteste Wirkung zu erzielen, die noch umso glänzender er- scheint, da die handelnden Personen auf das trefflichste charakte- risirt, und vollkommen richtig gezeichnet und gemalt sind. Das Feuer ist bei ihm das waltende Element, und er weiss die Kräfte desselben in solchem Grade zu benützen, dass seine Werke in jeder Hinsicht jenen eines Schalken an die Seite gesetzt werden können. Seiner eigenthümlichen Virtuosität wegen nennen ihn seine Freunde scherzweise auch den Feuer-Müller, und wirklich hat ihn in dieser Art bisher noch keiner erreicht. Doch ist in seinen Bildern auch der Gedanke klar ausgesprochen, und in der Conception sind sie nicht minder trefflich. Beweise hiezu liefern eine Anzahl schöner Gemälde, deren einige im Lokale des Kunst- vereines zu München bewundert wurden. Zwei derselben, welche 1837 auf der Kunstausstellung in Hamburg zu sehen waren, werden im Kunstblatte desselben Jahres ausführlich beschrieben. Es sind dies zwei Scenen aus dem Tirolerkriege, von welchen die er- stere einen jungen Schützen vorstellt, wie er von seinem Mädchen Abschied nimmt, und das zweite Bild wieder jenes Mädchen, wel- ches jetzt mit einem Lichte in der Hand bei Nacht einem Manne
die Thüre öffnet, der den erst noch so rüstigen Burschen schwer
verwundet und sterbend zurückbringt. Der
men Mädchens, der statt des Mundes redende Blick des Trägers
geben gerade den Moment sehr lebendig. Ein anderes ausgezeich- netes Gemälde von 1838 stellt die Heimkehr der Hochzeit bei Fa- ckelschein dar, ein launig aufgefasstes Bild. Der kräftige junge Gebirgsbewohner schreitet freudetrunken mit der Braut an der Seite aus dem Wirthshause, unter Begleitung der übernächtigen Bevöl- kerung desselben. Doch malt Müller nicht allein ländliche Szenen, welchen er in jeder Hinsicht neuen Reiz zu verleihen weiß, er wusste sich auch in den höheren Kreisen des Stadtlebens auf das wohlgefälligste zu bewegen. So malte er 1830 ein Privatconcert, wie die ganze Versammlung auf den Gesang einer Dame horcht, deren Stimme alle bezaubert hat, bis auf etliche härtere Gemüther, die indessen auch ziemlich geschmeidig geworden sind. Auch dieses Nachtstück verkündet die gewöhnliche Meisterschaft des Urhe- bers. Ein anderes Gemälde jener Zeit führt uns gerade während der Singstunde in das Zimmer, und dann treffen wir wieder einen hübschen Burschen bei dem Liebchen, zwei Bilder, welche ebenfalls 1830 zur Ausstellung kamen; Die Sennerin, welche ihren Geliebten erwartet, am 1858 durch Verlosung des Münchner
.. N
chreckensruf des ar-
Müller, Carl Heinrich, — Müller, Chr. Benj. 547
Kunstvereines in den Besitz des Grafen Arco-Valley, und die Bauern- hochzeit gewann bei derselben Gelegenheit 1830 der Kaufmann Hebensberger.
Wiölffle für den Würtembergischen Kunstverein lithographirt, und
die Heimkehr von der Hochzeit wurde von A. Kaufman in Mün- chen auf Stein gezeichnet.
Müller, Carl Heinrich, Bildhauer zu Berlin, genoss um 1832 daselbst den Unterricht des Professors Rauch, und lieferte von
dieser Zeit an verschiedene Bildwerke: Büsten in Gyps und Mar- mor, Bildnisse in Medaillons u. a.
Müller, Carl Leonidas, Maler, wurde 1805 zu Meissen geboren, und auf der Akademie der Künste in Dresden machte er seine er- sten artistischen Studien. Im zwanzigsten Jahre besuchte er die Akademie in München, aber schon nach einem Jahre begab er sich zu gleichem Zwecke nach Wien. Später kehrte der Künstler
wieder nach Dresden zurück. Er malt Bildnisse und auch andere Darstellungen.
Müller, Carl Luthvig, Maler von Waldkirch im Canton St. Gal- len, besuchte um 1817 die Akademie der Künste in München. Er widmete sich der Bildnissmalerei.
Müller, Caroline, verehelichte von Voss, eine jetzt lebende Künst- lerin zu Berlin. Sie malt Tierstücke in Öl, deren man auf den Kunstausstellungen daselbst sah.
Müller, Caspar, Bildhauer zu Berlin, der uns seit 1850 als aus- übender Künstler bekannt ist. In den Verzeichnissen der Berliner Kunstaustellung sind verschiedene Bildwerke von ihm erwähnt, in Gyps und Marmor. Es sind dies Büsten, Statuen und Gruppen.
Müller, Christoph, Maler, der um 1812 in Berlin arbeitete. Er malte Tierstücke in Öl und Wasserfarben. Später haben wir nichts mehr von ihm vernommen, glauben aber auch nicht, dass er mit dem Weimar’schen Decorationsmaler dieses Namens, von
welchem Füssly unter dem Jahre 1756 spricht, eine Person ist.
Müller, Christian, Kupferstecher in Weimar, s. Johann Christian Ernst Müller.
Müller, Christian Benjamin, Maler, lernte zu Dresden bei S. Bottschild, und hierauf bei J. Kupetzky. Anfangs malte er Bild- nisse in Miniatur, dann solche in Öl, und zuletzt auch histori- sche Compositionen in Öl und Fresco. Müller galt zu seiner Zeit für einen vorzüglichen Künstler, und daher wurde er 1737 k. säch- sisch-polnischer Hofmaler in Dresden. Von ihm war das Haupt- altarblatt der kathol. Kirche in Dresden, an dessen Stelle das berühmte Gemälde von R. Mengs kam. Müller stellte den Rathschluss Gottes über die Erlösung der Menschen dar. In der St. Anhakirche in der Will’schen Vorstadt malte er an der Decke die Verklärung Christi, und am Plafond der Josephinischen Stiftskapelle die Vermählung Ma- riens und eine Glorie der Dreieinigkeit. Auch im Palaste des so-
genannten Zinzendorf’schen Gartens malte er den Hauptsaal in Fresco aus, wie Alles dieses Haase, Dresden I. (169 ff.), erzählt, Dazu kommen noch mehrere Bildnisse, deren Bernigeroth, Boeck-
Die oben erwähnte Scene aus dem Tirolerkriege 1800 hat J.
lin, D. Heumann, J. Lichtensteger, H. Otto und L. Zucchi ge- stochen haben. Dann fertigte Müller auch mehrere Zeichnungen, welche Ruinen und wilde Gegenden vorstellen. In Antwerpen zeich- nete er gerade sechs Monate früher die Bilder des P. P. Rubens in der Jesuitenkirche, ehe sie abbrannte. J. J. Preissler hat sie nachher in Kupfer gestochen, Müller starb zu Görlitz 1758 im 69. Jahre.
J. E. Nilson stach nach ihm das Innere der Salzwerke zu Wieliczka bei Krakau, und Geyser das Monument Peter des Grossen. Von ihm selbst geätzt ist:
Landschaft mit Dinglinger’s Weinberg.
Müller, Christian David, Maler von Dresden, erhielt den ersten Unterricht von A. M. Haid, und seine weitere Ausbildung erlangte er unter Direktor L. Sylvestre. Er hatte als Portraitmaler Ruf, so dass er dreimal die königliche Familie malen musste, und in Polen mehrere Magnaten in Öl und Pastell. Müller war k. polnisch- sächsischer Hofmaler. Im Jahre 1763 trug er sehr viel zur Errich- tung der Akademie in Dresden bei, und zog an derselben auch Schüler.
Das Todesjahr des Künstlers ist 1706 oder 07, das Geburtsjahr schwankt zwischen 1718, 23 und 30.
Müller, Christian Ernst, s. Johann Christian Ernst Müller.
Blüssel, Christoph Friedrich, Kupferstecher zu Leipzig, arbei- tete in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts für Buchhänd- ler, und starb 1800.
Im Jahre 1708 stach er für Machern: Für Freunde der schönen Gartenkunst, 14 malerische Ansichten.
Müller, Christian Friedrich, Kupferstecher, wurde 1744 zu Co- penhagen geboren, und von Preissler unterrichtet. Er hatte be- sondere Geschicklichkeit im Stiche naturhistorischer Gegenstände. Sein Werk sind die schönen Blätter der Flora danica, Zoologia danica und der Animalcula infusoria seines Bruders O. F. Müller. Nach dem 1784 erfolgten Tod des letzteren gab er das zweite Heft der Zoologia danica heraus. An der Flora arbeitete er noch 1803, und lebte noch 1810.
Müller, Christian Friedrich, berühmter Kupferstecher, geb. zu Stuttgart 1785, gest. 1816. Als zärtlich geliebter Sohn des berühmten Professors u. Ritters Joh. Gotth. v. Müller war die Kunst gleichsam von der Wiege an sein dreifaches Erbtheil, durch angestammtes Talent, durch meisterhaften Unterricht und durch erweckendes Beispiel. Doch untergruben die bösartigsten Pocken seine Gesundheit, und diese Kränklichkeit artete schon in seinen Jünglingsjahren in Hypochondrie aus. Bis zu seinem 18. Jahre, besuchte er das Gymnasium, jetzt aber äußerte sich seine Liebe zur Kunst immer mehr. Der Vater unterrichtete ihn daher in allen Theilen mit liebevoller Sorgfalt, nur Scheffauer ertheilte ihm Unterricht in der eigenthümlichen Zeichnung nach plastischen Werken. Auch in der Malerei hatte er sich mit Glück versucht, und ebendadurch erhob sich Müller über die gewöhnliche Mechanik des Kupferstiches, dass er, selbst ein voll- endeter Zeichner, und mit geübtem Kunstblick begabter Beurthei- ler der Malerkunst in ihrem ganzen Umfange, die Kupferstecherei
Müller, Christian Friedrich, . 549
mit der gründlichsten Einsicht in alle Theile der Zeichenkunst und mit der Theorie und Praxis eines Kenners in der Malerei verband. Auf solche Weise, erkräftiget, begab sich der Künstler endlich 1802 nach Paris, und ein mehrjähriger Aufenthalt daselbst brachte seine früh entwickelte Kunstfertigkeit zur Reife. Sein Johannes, nach Dominichino, wurde bald als ein würdiges Seitenstück zu dem, was neben seinem Vater die ersten Meister in Florenz, Mailand und Paris geleistet hatten, betrachtet. Zwei Portraits aus verschie- dener Zeit, das des Kronprinzen von Würtemberg, welchen er selbst gemalt hatte, und das ihm unter annehmlichen Bedingungen fast aufgedrungene Bildnis des damaligen Königs von Westphalen, das nie in den Kunsthandel gekommen ist, begrenzen gleichsam wie zwei Marksteine im Portraitstiche seine Kunst. Hierauf beschäf- tigte ihn fast ausschliesslich ein ihm von dem Kunsthändler Rittner in Dresden aufgetragener Kupferstich der hochgepreistern Sixtinischen Madonna Raffael’s in der k. Gallerie zu Dresden. Müller hatte dabei mit unbeschreiblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, um die Erhabenheit des Urbildes zu fassen, und nur durch eigene Anschauung konnte ihm der Stich in so hohem Grade gelingen. Müller wurde nämlich im Jahre 1814 von dem damaligen provisorischen Gouvernement bei der Dresdner Kunstakademie als Professor der Kupferstecherkunst angestellt, und so nun hatte er das Original bis zur Vollendung vor sich. Diese Arbeit war jetzt sein einziges
Tag- und Nachtgedanke, und das Ziel einer Anstrengung, der sein zart organisierter Körper schon früher zu unterliegen drohte. Er verfiel auch kurz nach Vollendung der Platte in eine düstere Schwermuth, die immer zunahm, und, nur selten durch lichtere Zwischenräume unterbrochen, in eine unheilbare Gemütskrank- heit ausartete. Seine Phantasie beschäftigte sich mit himmlischen und heiligen Gegenständen, die zu bilden er Jahre lang sein ein- ziges Geschäft seyn liess, und um zu der vollendeten Entkörpe- rung zu gelangen, die ihm wundersam vorschwebte, verweigerte er hartnäckig den Genuss irgend eines Nahrungsmittels oder Ge- tränkes, wodurch sein Leben gefristet werden konnte. Die erfah- rensten Ärzte, die treueste Freundschaft, die liebende Beharrlich- keit seiner Gattin, und der Anblick zweier lieblicher Kinder ver- machten nichts über ihn. Er starb auf dem Sonnenstein bei Pirna,
wohin er gebracht wurde, um dort die Pflege des berühmten phy- sischen Arztes Dr. Bienitz zu genießen. Es wurde ihm nicht ein- mal mehr der Genuss zu Theil, einen durch Ramboz in Paris be- sorgten Abdruck seiner Platte zu sehen. Wenig Stunden nach dem Hinscheiden des Künstlers kam aber ein solcher, und dieser wurde, wie einst bei Rafael’s Leichnam die Transfiguration, bei der Leiche des 353jährigen Künstlers ausgestellt.
Müller erwarb sich durch diesen Stich einen Ehrenplatz an der Seite der besten Meister seines Faches, und steht keinem Zeitge- nossen nach; denn bei einer Vergleichung, selbst mit Blättern des berühmten R. Morghen, steht er keineswegs im Nachteil. Vor- trefflich löset sich die herrliche, lebensbewegte Figur der heil. Mutter, vom Grunde ab; die Glorie unzähliger Cherubimsköpfe hin- ter der Madonna ist durch eine Klarheit und durch sanften Uebergang von hellem Lichte zur Dämmerung wahrhaft bewundernswerth. Auch in Hinsicht auf kräftig malerische Behandlung ist dieses Blatt ein vollendetes Meisterstück. Ebenso verdienen die Wolken, auf welchen die Madonna einherschreitet und St. Sixt und Barbara knien, wegen ihrer sanften Uebergänge bemerkt zu werden. Auch in Hinsicht auf Geist und Ausdruck der Köpfe hat Müller das ge-
Müller, Christian Friedrich,
Jeistet, was nur die tüchtigsten Meister seiner Kunst in ähnlichen Fällen zu thun vermocht. Die Draperie ist durchgehends vortreff- lich, Dann hinterliess Müller auch viele ausgeführte Hand- zeichnungen und Studien. Göthe, Kunst und Alterthum I. 2, S. 107 ff., benachrichtet über diesen Künstler, und auch im Kunstblatte wird seiner oft auf das rühmlichste gedacht.
Folgende sind die Werke des Künstlers in chronologischer Ord-
- Nnung:
Ein Genius, nach Golzius.
Ein solcher, nach Edelink.
Das Bildnis des Martin Desjardin, von H. Rigaud gemalt, nach Edelink copirt, ebenfalls Vorübung, so wie die beiden vorhergehenden Blätter, kl. fol. «
Job auf dem Misthaufen, bei ihm drei Freunde. Geätzt und ohne Namen, wahrscheinlich aus der früheren Zeit des Künst- lers, fol. Sehr selten.
Das Portrait von Bonaparte, Medaillon, frühere Arbeit des Meisters, ohne Namen, 8. Sehr selten. Bei Weigel 1 Thlr,
Les quatre saisons. Die vier Jahreszeiten durch menschliche Figuren dargestellt, von Jordaens gemalt und nach S. a Bolswert copirt. i .
In diesem Blatte versuchte Müller das erstemal die Nadel bei der Anlage, kl. fol.
- Das Bildnis von Dr. Hufeland, nach Tischbein, fol. Im ersten Drucke vor aller Schrift bei Weigel 3 Thlr. Die Schrift mit der Nadel gerissen, bei Weigel 2 Thlr 8 gr.
Das Bildnis des Hofkammerraths Martin Notter, nach Hetsch, fol. Dieses Blatt stach Müller zu Paris für die Fa- milie Notter’s; es kam nicht in den Kunsthandel.
Dieses Blatt machte ihn in Paris bekannt, und daher suchte ihn auch der Herausgeber des Prachtwerkes des Mu- sée royal als Mitarbeiter zu gewinnen. R Venus d’Arles, antike Statue, und meisterhaft gestochen, fol. Musée royal.
Von dieser Platte wurden keine einzelnen Abdrücke ver- kauft; wenige erhielt der Stecher.
- La Jeunesse, statue en marbre de cinq pieds de propor- tion par Mr. F. Lemasson, fol. Selten. /
Dieses Blatt liess Robillard für seinen Freund L. Masson stechen, Es ist ein Muster für die Behandlung des Marmors durch den Grabstichel. Bei Weigel 3 Thlr. 12 gr.
- Das Bildnis des Kronprinzen Wilhelm von Würtemberg, nach eigenem Gemälde, das er 1808 in Paris fertigte, und glänzend rein gestochen. Oval, fol. Bei Weigel 2 Thlr.
18 gr. ;
- Derg.\eil. Johannes im Begriffe, die Offenbarung zu schrei- ben; der Adler bringt ihm die Feder: Da gerieth ich am Tage des Herrn in Entzückung etc., nach Dominichino’s Bild der Frommann’schen Sammlung in Stuttgart, gr. fol.
Dieses berühmte Blatt hat der Künstler seinem Lehrer und Vater gewidmet. Es ist höchst selten im ersten Abdrucke von 1808, ohne die Worte: Gewidmet von dem Verfasser.
Die Anzahl der sogenannten ersten Abdrücke mit der Dedi- cation von 1808 ist sehr bedeutend, endlich aber bedurfte die ziemlich tiefgegrabene Platte doch einer Retouche, und der Künstler überarbeitete 1812 dieselbe so glücklich, dass zwi-
schen beiden Abdrücken kein Unterschied zu bemerken ist,
und sogar viele Liebhaber den neueren einen Vorzug einräu-
men. Die Abdrücke unterscheiden sich demnach durch die
Jahrzahlen 1808 und 1812. Bei Weigel ein Abdruck von
1808 30 Thlr., ein solcher von 1812 12 Thlr. Ursprüng-
lich wurden die Abdrücke von 1808 zu 4 Thlr. publicirt.
- Adam und Eva unter dem Lebensbuche, nach Rafael’s
Fresco im Vatikan vortrefflich gestochen, 1812, gr. fol.,
Mus. français.
In der Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid war
ein höchst seltener Probe- und Aetzdruck, wo einige Teile
wenig mit der Nadel angelegt sind.
Im ersten Drucke vor der Dedication, und die Schrift mit
der Nadel eingerissen. Bei Weigel 6 Thlr.
Im zweiten mit der Dedication und der gerissenen Schrift,
Bei Weigel 4 Thlr. 16 gr.
Im dritten, vor der Adresse des Frauenholz, 2 Thlr. 16 gr.
Im vierten mit derselben, 2 Thlr.
Das Bildnis des Dichters Jakobi.
Das Bildnis des Dichters F. v. Schiller, nach Dannecker’s, colossaler
Blätter.
Diese beiden Bildnisse stach er für die Werke der erwähn-
ten Dichter.
- Das Portrait des Professors Hebel, nach eigener Zeichnung
und vortrefflich gestochen, fol.
- Das Bildnis des Königs Hieronymus von Westphalen, mit
seinem Vater gestochen, nach Kinson. Der Sohn vollendete
den Kopf, die Halskrause und die Luft. s. J. G. von
Müller.
Dieses Blatt ist an und für sich selten, äußerst selten aber
im Probedruck vor der Schrift. Ein solcher ist im Schenk-
und Gerstäcker’schen Verzeichnisse auf 27 Thlr. 12 gr. (49f.
30 kr.) gewertet.
- La Madonna di S. Sisto. Maria als Himmelskönigin mit
dem Kinde auf dem Arme, von einer Engelsglorie umgeben,
erscheint dem Pabst Sixtus und der heil. Barbara, nach Ra-
fael’s berühmtem Gemälde der Dresdner Galerie, das Mei-
sterstück des Künstlers, welches zu vielen Lithographien als
Vorbild diente. Mit Zueignung an den König Friedrich Au-
gust von Sachsen, s. gr. imp. fol.
Der ursprüngliche Preis dieses Blattes war 3 Louisd’or.
Im ersten, jetzt seltenen Drucke vor der Schrift. Ein
schöner alter Druck kostet bei Weigel 80 Thlr., bei Schenk
und Gerstäcker ein Abdruck vor der Schrift 165 Thlr. (2097 fl.).
Im zweiten Drucke mit der Schrift. Auf der Blücher’schen
Auktion 52 Thlr.
Im dritten Drucke mit der Retouche. Bei Weigel 40 Thlr.
Müller, C. H., Kupferstecher, welchen wir nicht näher kennen,
als Füssly. Letzterer nennt nachfolgende Blätter von ihm:
Das Bildnis des Kaisers Carl VI., nach F. Lippold.
Jenes der Kaiserin Maria Amalia, nach F. Lippold.
G. H. Poemer de Diepoltsdorf, ohne Namen des Malers.
Müller, Chr. Louise, s. Louise Müller.
Müller, Christian Leopold, Maler und anatomischer Zeichner in Berlin, wurde um 1800 geboren. Er malt Tiere in Öl und Wassermalen, und Bilder dieser Art sah man seit 1826 auf den Kunstausstellungen. Im Jahre 1838 malte er den afrikanischen Lö- wen aus van Aken’s Menagerie in Lebensgrösse, in einem 8 Fuß grossen Ölbilde,
Müller, Christoph, Maler zu Nürnberg, ein jetzt lebender Künst- ler, war Schüler der Kunstschule der erwähnten Stadt. Er malt Bildnisse in Öl und Miniatur, auch historische Gegenstände und Genrebilder. Von ihm ist das Bildnis des seeligen Königs Maxi- milian auf dem Rathhaussaale zu Nürnberg, Copie nach Zimmer- mann.
Müller, Commodus, s. Johann Conrad Müller.
Müller, Conrad, Kupferstecher von Darmstadt, bildete sich auf der Akademie in Düsseldorf zum Künstler, und stach hier auch verschiedene Blätter, die mit allem Beifalle betrachtet werden. Wir fanden folgende erwähnt:
Die Madonna in einer Landschaft, das Jesuskind an der Hand führend, nach Deger, fol. Bei Weigel ein Abdruck auf chinesisches Papier 18 gr. ;
Maria mit dem Jesuskinder in der Glorie: Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seyd ete., nach Deger’s Altarbild, 8.
Maria, nach W. Schadow’s Studienkopf, 8.
Der Troubadour, Schlussblatt zu R. Reinick’s Liedern eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde, Düsseldorf 1838, gr. 4.
Das Bildnis von J. von Görres, 1837 von E. Steinle ge- zeichnet, ein sehr ähnliches Portrait dieses geistreichen Man- nes, 4.
Müller, Constantin, berühmter Goldschmied und Graveur, der um 1550 in Augsburg blühte. Er fertigte eine Sammlung von Wap- pen, nach dem Hochzeitregister der Adelschlechter und der Herren- stube, und bekam hierüber sogar ein kaiserliches Privilegium.
Müller, C. W., Lithograph, von welchem wir folgendes Blatt kennen:
Die heil. Jungfrau als liebliches Mädchen mit dem Kinde auf Wolken, von Engeln begleitet, nach E. Stunz, 4.
Müller, David, Bildhauer, wurde 1574 in Berlin geboren. Er bildete sich in Italien zum Künstler, und arbeitete auch zu S. Stefano in Bosco in Calabrien. Lebte noch 1639.
Müller, David, Bildnismaler, der in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in mehreren Städten Norddeutschlands arbeitete; zu Berlin 1708, zu Cassel 1714, zu Dresden 1715 ete.
Müller, Elias, Kupferstecher, der um 1707 — 1741 in Prag lebte und arbeitete. Er arbeitete viel nach Zeichnungen von Wenzel Reiner,
Die 44 heil. Nothhelfer. Isti sunt qvatvor ete., 1707, 8.
St. Josephi. Divo Josepho Patriarchae ete., 1700.
St. Anton, mit der Kirche zu Piezin in Böhmen, 1736, 8.
St. Wenzel in der Glorie, mit der Ansicht der Pragerbrücke und des St. Veitsdomes, These des Joh. Heinrich von Bis- singen, nach W. Reiner, 1737, fol.
Marienhild: für die Skapuljerbruderschaft bei den Carmelitern zu Prag, 1743, 8 & 232.
Der hl. Jüngling am Kreuze, für die Bruderschaft im hl. Felde,
St. Franz von Paula, mit dem Prospekte der Pragerbrücke
Das Marienbild von Karlshof in der Neustadt Prag. Efhgies
Ein Marienbild, Deiparae virginis, etc., 12.
Mehrere heilige Bilder, die alle Dlabacz aufzählt.
Die Metropolitankirche zu Prag von allen vier Seiten, 1721,
(Kurzer Entwurf der Metropolitankirche.)
Das Grab des heil. Johann von Nepomuck, nach Dietzler’s Zeichnung, 12.
Das neue Grab desselben Heiligen, nach Brandesintzky’s Zeichnung, 1721, 12.
Müller, Emil, Maler zu München, ein jetzt lebender Künstler. Er malt Bildnisse in Miniatur.
Müller, E., Stahlstecher, ein jetzt lebender vorzüglicher Künstler, über welchen uns aber keine näheren Nachrichten zukamen.
Eines seiner neuesten Blätter ist:
Die Madonna del Lago, Rafael’s berühmte heil. Familie am See, grosser Stahlstich.
Müller, Ferdinand, Bildhauer, wurde 1815 in Meiningen gebo- ren, und da ertheilte ihm sein Vater, der Hofbildhauer Müller, Unterricht in seiner Kunst. Mit Talent begabt, machte er bald erfreuliche Fortschritte, und der Vater beschloss, ihn zu weiterer Ausbildung auf die Akademie in München zu schicken. Müller hatte da schon 1835, noch als Eleve, Werke zur allgemeinen Aus- stellung gebracht. Man sah damals zwei halberhobene Arbeiten in Gyps, Philemon und Baucis, und Christus bei Maria und Martha vorstellend. Das letztere dieser Werke, oder eine ähnliche Dar- stellung, kam 1853 zur Verlosung des Kunstvereins in München.
Nachdem Müller aus der Akademie getreten war, arbeitete er ei- nige Zeit im Atelier des berühmten Schwanthaler, gegenwärtig be- findet sich aber der Künstler in Meiningen. Eines seiner letzten Werke ist die Büste des Herzogs von Meiningen, die mit beson- derem Beifalle aufgenommen wurde.
Müller, Ferdinand, Maler von Münchingen im Würtembergischen, wurde 1790 geboren. Er bildete sich um 1825 auf der Akademie der Künste in München, wir kennen aber seine späteren Schick- sale nicht.
Müller, Franz, Maler, wurde 1607 zu Saatz geboren, und erst als Barbierergeselle verlegte er sich in der Schule des berühmten W. Reiner auf die Malerei. Er brachte mehrere Jahre bei diesem
Müller, Franz. — Müller, Franz Hubert, Dr.
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