Mola radirte auch einige Blätter, deren Bartsch P. gr. XIX. 202 ff. 8 beschreibt. Sie sind in breiter Manier behandelt, kühn und geistreich.
- Joseph gibt sich in Ägypten seinen elf Brüdern zu erkennen, im Grunde das Vestibulum eines prächtigen Palastes, H. 13 Z. 3 L. mit 9 L. Rand, Br. 16 Z. 4 L. Sehr geistreich radirt.
Im ersten Drucke ist das Blatt ohne Namen, im zweiten liest man: P. F. Mola inu. et pinxit Romae.
- Jesus bei der Samariterin am Brunnen. Er sitzt rechts, und das Weib legt die Rechte auf die Brust, während es die Linke auf den Krug stützt. Dieses geistreiche Blatt ist wahrscheinlich von Mola, nach einer Zeichnung Albani’s. H. 7 Z. 5 L. mit 6 L. Rand, Br. 9 Z. 10 L.
Auf späteren Abdrücken steht: C. Maratta I. fecit — Romae apud J. Frey 1740.
Die heilige Jungfrau sitzend mit dem Kinde auf dem Schoß, wie es ihm Milch aus der Brust drückt. Ohne Zeichen. H. 4 Z. 3 L., Br. 2 Z. 4 L.
Die heilige Familie auf der Flucht in Ägypten, Maria sitzt auf dem Boden mit dem Kinde auf dem Schoß, zwei Enkel sind vor ihr, und Josef sitzt an einer Mauer vor dem Buche. Im Grunde links ist ein Engel mit dem Esel beschäftigt, und in der Luft schweben zwei andere mit dem Blumenkorb. Im Rande: Questo ritratto della Santissima Madre di Dio invenzione del sig. Francesco Albani — — Pier Franco Mola D. D. Die Dedication ist an Baldassar Forensani gerichtet. Sehr geistreich radirt.
Dieses leicht geätzte Blatt hat Mola nicht ganz vollendet; der Engel, welcher den Esel führt, ist von einem mittelmäßigen Künstler gestochen, so wie die Hälfte eines Flügels der beiden vorderen Engel. Dann wurde das Gesicht der Madonna retouchirt, und ein Teil der Draperie des rechten Oberschenkels.
H. 15 Z. 6 L. mit 1 Z. 8 L. Rand, Br. 11 Z.
- Die Martyrien des heiligen Andreas. Von Henkern umgeben betet er das Kreuz an, so wie Duminichino’s Gemälde in St. An-
Mola, Johannes Baptist.
Drea della Valle zeigt. Dieses seltene Blatt ist mit Geschmack und zart radirt, wahrscheinlich von Mola. Es ist ohne Zei- chen. H. 13 Z., Br. 10 Z. 9 L. mit 1 Z. Rand. Die spätern retouchirten Abdrücke haben im Rande die Inschrift: Andream Christi Apostolum Germanum Petri — — D. D. D. Jo. Bapt. Gambardella Romae sup. permis. 6) [Ie%k\i‘f und Argus, franz. mo. J. F. B. 3 Z. 9 L., Br. 5
z) Die Familie des Satyr. Letzterer bläst an der Seite einer
in etwas ungebührlicher Stellung schlafenden Bacchantin die Flööte. Nach dem Grunde hin tanzen drei Kinder. Rechts unten steht das Zeichen des Pietro Testa und: F. MOLA.
Dieses sehr seltene Blatt ist etwas schwach in der Zeich- nung, aber leicht und sehr geistreich, radirt.
- Ein nacktes Weib stehend, mit Blumen bekränzt, deckt mit der linken Hand den Unterleib, und hält mit der andern eine Draperie. Im Grunde Landschaft mit einem Flusse. Links unten: T. I. Fre, molo fe. Die Buchstaben T. I. be- deuten: Tiarini invenit. H. 7 Z., Br. 5 Z.
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