Mola, Johannes Baptist

Mola, Johannes Baptist, Maler und Radierer , nach Malvasia

ein Franzose, von Chartres gebürtig, von gleichem Geschlechte wie der Obige, ohne naher Verwandter zu seyn. Andere glauben, er sei um 1620 in Lugano geboren, Ticozzi aber nennt ihn geradezu einen Bruder des Peter Franz, und lässt ihn gebo- ren werden. Wahrscheinlich stammt er aus der Familie der Mola von Coldre, und Oretti hat zuletzt Recht, der nach der Angabe eines Nekrologiums den Künstler im 45. Jahre sterben lässt. Dieser Künstler soll anfangs die Schule des S. Vouet in Paris be- sucht haben, allein wenn es so ist, so dürfte er jenen französi- schen Künstler in Rom getroffen haben, aber nicht 1650, wie es in Füssly’s Supplementen nach Fiorillo heißt, sondern wahrschein- lich um 1653. Später ging Mola nach Bologna, um unter Albani seine Studien fortzusetzen, und dieser Meister benutzte sich manch- mal selbst der Hilfe, Mola’s. Er geleitete den Albani nach Rom , als dieser die Gallerie Verospi malte, studirte daselbst auch die Werke grosser Künstler, und als er nach Bologna zurückge- kehrt, war besonders die Natur seine Lehrmeisterin. Er malte rei- zende Landschaften, die er mit historischen und mythologischen, meistens erotischen Scenen staffirte. Die von ihm gemalten Figu- ren sind indessen etwas steif, und deswegen malte ihm öfter Al- bani dieselben. Für den Herzog Salviati in Rom malte er vier grosse Landschaften, die man als Albani’s Werk ansah, und in einer Landschaft mit der Ruhe in Ägypten , im Palast Rinuccini zu Florenz, wurde von Kennern die Grazie der Figuren eben so sehr bewundert, als die Schönheit der Landschaft. Seine meisten Arbeiten blieben in Bologna und in Rom; D’Argensville, IV. 146 — 490, hütte aber sehr gerne auch in Frankreich solche gefun- den, da denn Mola ein Franzose seyn sollte. Allein bei der Dürf- tigkeit der Nachrichten hat er in manchen Dingen nur gefaselt, und somit ist das Urtheil in Göthe’s Winckelmann wohl das rich- tigere. Da heisst es aus Autopsie, dass Mola’s Erfindungen ohn- efähr im Geschmacke seines Meisters sehr lieblich seien, den Zeichner findet man aber keiner, die Farbe zwar nicht so zart, aber doch kräftiger. In der Landschaft wurde er von einigen dem Mei- ster noch vorgezogen. Beide Künstler scheinen auf’s genaueste

Man behauptet, Mola’s

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