Mol, Pieter van

Mol, Pieter van, Maler, geboren zu Antwerpen , gestorben

zu Paris 1650. Er war A. Wolffart’s und Rubens’ Schüler, und nachdem er sich in der Kunst sicher genug glaubte, begab er sich nach Paris, wo er eines der ersten Mitglieder der Akademie wurde, hier führte der Künstler mehrere Gemälde aus, Historien und Bildnisse. Jenes der Königin Anna von Österreich stach P. de Jode, des Cardinals Mazarin R. Nanteuil, des Charles de Houel P. van Schuppen; des Dr. Reniers sen. Lisibetten u. s. w. Auch historische Bilder wurden nach ihm gestochen: von P. de Jo- de der Täufer in der Wüste und die fünf Sinne; von Blot, eine Frau, welche aus dem Bade steigt; von J. Prou Haägar mit Ismmael in der Wüste, wo der Künstler Molle genannt wird; von einem Ungenannten, aus Moncornet’s Verlag, die Kreuzabnehmung. Seine Gemälde wurden zu hohen Preisen erstanden; so bezahlte man zu Paris 1801 bei einer Versteigerung das Bild des Diogenes

Im königl. Museum zu Paris ist ein Gemälde der Kreuzabneh- mung, ein von Landon, Annales XVI. 20, erwähntes und im Um- risse gestochenes Bild. Landon sagt bei dieser Gelegenheit, dass, wenn Mol dem Rubens in der Stärke und Wahrheit der Charak-

tere weichen müsse, ‚ derselbe doch eine größere Harmonie über
seine Gemälde verbreitet habe, dass er so fein wie van Dyck sei,
e und dabei kräftig. Dr. Waagen, Kunst und Künstler etc. III
574 schützt dieses Bild nicht so hoch. Nach der Behauptung die-
ses Kunstkenners ist es zwar ein in allen Theilen treuer, aber
schwächerer Abdruck von Rubens. Im k. Museum zu Berlin ist
ebenfalls ein Gemälde von Mol, Jakob vorstellend, der von sei-
nem sterbenden Vater an der Stelle des ältern Bruders gesegnet
wird. Dr. Kugler (Beschr. der Gall. des Museums S. 220) sagt,
dieses Bild sei ebenfalls im Stile des Meisters, nicht ohne Tüch-
tigkeit gemalt. Vortrefflich aufgefasst findet er die hstige, und
über das Gelingen ihrer List erfreute Mutter. P. de Jode stach
nach ihm den Täufer Johannes am Felsen in einem Gebäude sitzend,

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_AY_rAAAAMAAJ/