Moja, Ferdinando, Architekturmaler zu Mailand , wurde um 1800 geboren, und da er schon in jungen Jahren Neigung zur Kunst äußerte, so suchte man derselben die geeignete Richtung zu geben. Mit den nötigsten Vorkenntnissen ausgerüstet, besuchte er die Akademie der erwähnten Stadt, und da nun war es der berühmte Migliara, der seine Ausbildung förderte. Gleich diesem malt auch Moja äußere und innere Ansichten von Domen, Kirchen, Klöstern, Palästen, Vestibulen u. s. w., und nie fehlt die sinn- reiche Staffage. Diese Bilder sind gewöhnlich klein, und so nun erhielt Moja oft den Namen eines Malers des kleinen Genre’s. Sein Ruf war 1820 bereits gegründet und ins Ausland gedrungen, und von dieser Zeit an finden wir seiner im Kunstblatte öfter mit Ruhm erwähnt. Seinen früheren Bildern gebricht es hier und da an Korrektheit der Zeichnung, sie sind aber kräftig und mit keckem Pinsel behandelt. Die Lichteffekte sind gut gewählt, wahr und pikant, und diese Vorzüge steigerten sich immer, so dass man in kurzer Zeit seine Compositionen zauberisch durch Effekt und
Farbe nannte. Er entwickelte große Stärke in Kenntnis der Per- spektive, und als Belege zu dieser Behauptung dienen eine Menge wohlgelungener, überraschend wahrer Bilder.
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