Mohr, Caspar. — Mohr, J. F., 351
Dies sind aber nicht die einzigen Werke des Künstlers, es fanz
den sich auch einige schöne Glasbilder in dessen Verlassenschaft; Ein Turnier mit den Wappen von 16 der vorzüglichsten fürstlichen
und gräflichen Häuser, von besonderer Schönheit und Kunst; die
heil. Theresia; Rudolph von Habsburg; ein Ritter zu Pferd; ein
ritterlicher Zweikampf; Johann der Täufer; ein Seraphskopf; drei
Figuren mit vielen Nebenverzierungen in Rahmen; Maria nach
Raphael ; Ulrich von Rehberg; Götz von Berlichingen; ein Nacht-
stück, Unvollendet blieben: eine Judith, eine Madonna nach
Schnorr, einige Trinkgläser. — N
Mohn genoss großmütige Unterstützung, und eben dadurch gelang es ihm, in der Glasmalerei bedeutende Vorteile zu errin-
gen. Mit der Chemie vertraut, fand er endlich nach vielen Ver-
suchen die Bereitung des glühenden Rothes, welches wir an den gefärbten Gläsern der Alten bewundern. In die Zeit seiner größeren
Reife gehören die schönsten Arbeiten in Laxenburg . Die
Bildnisse des Kaisers und seiner erlauchten Familie prangen in
schönen Farben, doch starb der Künstler viel zu früh, um zu jener
Stufe gelangt zu sein, auf welcher Frank in München seine glän-
zenden Werke des Doms in Regensburg und der herrlichen Kirche
in der Au bei München schuf. München ist die Wiege dieser
neugebornen Kunst und König Ludwig hat sie auch groß gezogen.
Mohn starb im Dienste des Kaisers von Österreich 1825, kurz
darauf, als er zur katholischen Kirche übergetreten war.
Über seine Werke und die Verdienste derselben, kann man im
Kunstblatte, im F. v. Hormayr’s Archiv (1824. S. 772), in Tschisch-
ka’s Kunst und Alterthum der österreichischen Staaten, in der
österreichischen National-Encyclopädie u. s. w. Jesen. Theilweise
haben wir v. Hormayr’s Artikel benutzt, —
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